Hanns Becker wurde am 29.12.1904 in Berlin geboren und trat am 26.08.1939
der Panzerjäger-Abteilung 13 bei.
Nach Beförderung zum Leutnant der Reserve, am 05.10.1940, kommt er 1941 als
Führer der 1. Kompanie zur Panzerjäger-Abteilung 267.
Nach Beförderung zum Oberleutnant der Reserve am 18.08.1942, zum Hauptmann der
Reserve am 31.07.1943 und zum Major der Reserve am 15.05.1944 übernimmt
1944 das Kommando über das Ost-Bataillon 439. Als Kommandeur wird er am
28.06.1944 zum Ehrenblatt eingereicht, was jedoch abgelehnt wurde.
Becker war mit seinem Bataillon an der Invasionsfront eingesetzt, hatte er
zusammen mit einem deutschen Verband den Auftrag erhalten, sämtliche
feindliche Vorstöße aus dem ostwärts der Viremündung gelegenen Landeköpfe über
die Vire in Richtung Carentan zu verhindern. Das Bataillon, hauptsächlich aus
Russen und Ukrainern, sowie weiteren Freiwilligen aus dem Osten, schlug sich
dabei ebenso tapfer wie die deutschen Kameraden. Für die Kämpfe im Raum Isigny
erhielt Becker am 23.08.1944 das Ritterkreuz.
Am 10.11.1944 in die Führer-Reserve des OKH versetzt, wird er am 11.04.1945
Kommandeur des Grenadier-Regiments 2 der Infanterie-Division "Theodor
Körner" und gerät als solcher am 07.05.1945 in amerikanische
Gefangenschaft. Die Beförderung zum Oberstleutnant der Reserve muss noch kurz
vor Kriegsende erfolgt sein.
Hanns Becker verstarb am 17.08.1965 in Göttingen.