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Ritterkreuzträger Hans Becker
Oberstleutnant, Infanterie

Eisernes Kreuz I. Klasse am 03.06.1940Eisernes Kreuz II. Klasse am 03.06.1940

Hans Becker wurde am 30.05.1914 in Golzwarden/Oldenburg geboren und trat am 01.11.1935 als Schütze dem Infanterie-Regiment 15 und wechselte später zum Infanterie-Regiment 116, wo er am 29.12.1937 zum Leutnant der Reserve und am 15.11.1938 zum aktiven Leutnant befördert bzw. ernannt wurde.
Im Zuge der Mobilmachung vom 26.08.1939 kommt Becker in die 2. Kompanie des Regiments, nachdem er zuvor zur 13. (IG) Kompanie gehörte. Während des Frankreich-Feldzuges zum Führer der Kompanie ernannt, bewährte er sich bei den Abwehrkämpfen im Brückenkopf Amiens, sowie bei weiteren Kämpfen seines Bataillons. Während der schweren Kämpfe um die Ortschaft Remiencourt schwamm Becker als erster, trotz Feindabwehr an das andere Ufer, nachdem der Angriff vor dem Noye-Bach liegen blieb. Auch beim Übergang über die la Creuse befand er sich im ersten Schlauchboot und vernichtete mit dem ersten Stosstrupp feindliche Feuerstellungen. Bereits am 27.05.1940 hatte sich Becker mit seiner Kompanie im Raum Saleux gegen 21 Panzer und 5-6 Kompanie Kolonialtruppen besonders ausgezeichnet und drang unter rücksichtslosem Vorwärtsstürmen in das stark befestigte Dury ein. Durch seinen Einsatz kam der eigene Angriff wieder in Schwung und Dury konnte als Eckpfeiler der feindlichen Verteidigung genommen werden. Für seine erfolgreichen Einsätze während der Schlacht um Frankreich erhielt Becker am 28.11.1940 das Ritterkreuz.
Am 09.08.1940 in die 1. Kompanie der Nachrichten-Abteilung 171 versetzt, wird er dort am 17.03.1941 zum Oberleutnant befördert und nimmt so zunächst am Russland-Feldzug teil, wo er mit Meldung 18.08.1941 in die 2. Kompanie des Infanterie-Regiments 116 gehörte. Ab dem 25.01.1942 erhält er eine Kommandierung an die Heeres-Nachrichtenschule I und nimmt dort an einem Offiziers-Anwärter-Lehrgang teil und wird dann nach seiner Rückkehr zur Kompanie, am 31.08.1942 zum Hauptmann befördert.
Am 01.03.1943 wechselt Becker ins OKH zum Inspekteur des Erziehungs- und Bildungswesens. Nachdem der Reichsjugendführer zugestimmt hatte, kommt es zur Schaffung der Stelle des Beauftragten des Heeres beim Reichsjugendführer, wobei Becker dieser Posten übertragen wurde. In der Ausübung seiner neuen Arbeit erhält er unmittelbares Vortragsrecht beim Chef des Heerespersonalamtes und ist auf enge Zusammenarbeit mit der Abteilung Heeresnachwuchs im Personalamt angewiesen. Außerdem kommt es am 209.04.1943 zur Beförderung zum Major.
Ab dem 01.03.1944 im OKH beim Chef der Heeresrüstung und dem Befehlshaber des Ersatzheeres und Generalinspekteur des Führernachwuchses (GjF), befindet er sich laut Meldung vom August 1944 im Generalkommando des LXXXV. Armee-Korps. Von dort kommt er am 20.09.1944 zurück ins OKH und dort in den Stab des GjF, möglicherweise als Nationalsozialistischer Führungsoffizier (NSFO).
Am 01.11.1944 wird er Kommandeur der Schule I für Fahnenjunker der Infanterie in Dresden und als solcher am 15.11.1944 zum Oberstleutnant befördert.
Hans Becker verstarb am 15.01.2004 in Oberursel. Er war einer der wenigen Soldaten der Wehrmacht, die beide Eisernen Kreuze an einem Tag erhielten.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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