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Ritterkreuzträger Karl-Heinz Becker
Hauptmann der Reserve, Infanterie

Eisernes Kreuz I. Klasse am 15.11.1941Eisernes Kreuz II. Klasse am 23.08.1941Infanterie-Sturmabzeichen in Silber am 01.09.1941

Karl-Heinz Becker wurde am 14.06.1914 in Weener (Ems) im Kreis Aurich geboren und absolvierte vom 01.11.1935 bis zum 10.10.1936 eine freiwillige aktive Dienstpflicht in der 11. Kompanie des Infanterie-Regiments 26 in Flensburg. Dort schied er als Gefreiter der Reserve und Reserve-Offizier-Anwärter aus.
Nach zwei Reserveübungen im Jahre 1937 und der Beförderung zum Unteroffizier der Reserve, nimmt er vom 17.08.1938 bis zum 18.10.1938 an einer ROA-Übung bei der 5. Kompanie der Lehrabteilung II an der Infanterieschule teil und wird am 25.08.1939 mobilgemacht, wobei er der 7. Kompanie des Infanterie-Regiments (mot.) 79 zugeteilt wird.
Am 26.01.1940 kommt er zur 3. Kompanie des Infanterie-Regiments 503, wechselt dann kurze Zeit später in die 11. und kommt am 01.03.1940 wieder in die 3. Kompanie, mit der er bis zum 09.05.1940 im Heimatkriegsgebiet eingesetzt wird.
Am 30.05.1940 wechselt Becker in die 1. Kompanie des Infanterie-Ersatz-Bataillons 154 nach Oldenburg i.O., das später nach Groningen verlegt wird. Außerdem wird er dort am 01.07.1940 zum Feldwebel der Reserve befördert.
Ab dem 05.12.1940 in der 1. Kompanie des Infanterie-Regiments 503, wird er im Küstenschutz an der Kanal- und Atlantikküste eingesetzt. Im März 1941 wieder in die Heimat verlegt, wobei er bereits am 28.02.1941 zum Leutnant der Reserve befördert wurde, beginnt auch für Becker am 22.06.1941 der Feldzug gegen die Sowjetunion, wo er unter anderem als Spähtruppführer eingesetzt wurde und sich bestens bewährte.
Ab September 1941 wird er als Kompanieführer verwendet und für die Nennung im Ehrenblatt vorgeschlagen. Becker hielt Ende Januar 1941 in einem Wald- und Sumpfgebiet, den von zwei sowjetischen Regimentern eingeschlossenen Stützpunkt Pustynka gegen sämtliche Angriffe des Gegners. Dadurch wurde das Aufreißen einer großen Lücke zwischen der 30. und der 290. Infanterie-Division verhindert. Auch hatte die 290. Infanterie-Division so die Gelegenheit eine neue Abwehrfront aufzubauen und den Einbruch zweier gegnerischer Division zu verhindern. Statt der Nennung im Ehrenblatt, erhielt Becker am 27.01.1942 das Ritterkreuz und wurde am 31.01.1942 zum Oberleutnant der Reserve befördert.
Ob es auch zur Überreichung der Auszeichnung kam ist leider unbekannt, denn Karl-Heinz Becker fiel am 08.02.1942 bei Maly Kamenets, nördlich Belaja im Raum Kursk im Kampf. Posthum wurde er am 08.12.1943 zum Hauptmann der Reserve befördert.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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