Karl-Heinz Becker wurde am 14.06.1914 in Weener (Ems) im Kreis Aurich
geboren und absolvierte vom 01.11.1935 bis zum 10.10.1936 eine freiwillige
aktive Dienstpflicht in der 11. Kompanie des Infanterie-Regiments 26 in
Flensburg. Dort schied er als Gefreiter der Reserve und
Reserve-Offizier-Anwärter aus.
Nach zwei Reserveübungen im Jahre 1937 und der Beförderung zum Unteroffizier
der Reserve, nimmt er vom 17.08.1938 bis zum 18.10.1938 an einer ROA-Übung bei
der 5. Kompanie der Lehrabteilung II an der Infanterieschule teil und wird am
25.08.1939 mobilgemacht, wobei er der 7. Kompanie des Infanterie-Regiments
(mot.) 79 zugeteilt wird.
Am 26.01.1940 kommt er zur 3. Kompanie des Infanterie-Regiments 503, wechselt
dann kurze Zeit später in die 11. und kommt am 01.03.1940 wieder in die 3.
Kompanie, mit der er bis zum 09.05.1940 im Heimatkriegsgebiet eingesetzt wird.
Am 30.05.1940 wechselt Becker in die 1. Kompanie des
Infanterie-Ersatz-Bataillons 154 nach Oldenburg i.O., das später nach
Groningen verlegt wird. Außerdem wird er dort am 01.07.1940 zum Feldwebel der
Reserve befördert.
Ab dem 05.12.1940 in der 1. Kompanie des Infanterie-Regiments 503, wird er im
Küstenschutz an der Kanal- und Atlantikküste eingesetzt. Im März 1941 wieder
in die Heimat verlegt, wobei er bereits am 28.02.1941 zum Leutnant der Reserve
befördert wurde, beginnt auch für Becker am 22.06.1941 der Feldzug gegen die
Sowjetunion, wo er unter anderem als Spähtruppführer eingesetzt wurde und sich
bestens bewährte.
Ab September 1941 wird er als Kompanieführer verwendet und für die Nennung im
Ehrenblatt vorgeschlagen. Becker hielt Ende Januar 1941 in einem Wald- und
Sumpfgebiet, den von zwei sowjetischen Regimentern eingeschlossenen Stützpunkt
Pustynka gegen sämtliche Angriffe des Gegners. Dadurch wurde das Aufreißen
einer großen Lücke zwischen der 30. und der 290. Infanterie-Division
verhindert. Auch hatte die 290. Infanterie-Division so die Gelegenheit eine
neue Abwehrfront aufzubauen und den Einbruch zweier gegnerischer Division zu
verhindern. Statt der Nennung im Ehrenblatt, erhielt Becker am 27.01.1942 das
Ritterkreuz und wurde am 31.01.1942 zum Oberleutnant der Reserve befördert.
Ob es auch zur Überreichung der Auszeichnung kam ist leider unbekannt, denn
Karl-Heinz Becker fiel am 08.02.1942 bei Maly Kamenets, nördlich Belaja im
Raum Kursk im Kampf. Posthum wurde er am 08.12.1943 zum Hauptmann der Reserve
befördert.