Artur Becker wurde am 31.12.1920 in Danzig geboren und absolvierte vom
04.04.1938 bis zum 27.03.1939 den staatlichen Danziger Arbeitsdienst. Nach
diesem trat er am 03.07.1939 dem Landespolizei-Regiment I Danzig, dem späteren
Danziger Infanterie-Regiment 1 bei, das am 15.10.1939 in Infanterie-Regiment 243
umbenannt wurde. Dort gehörte er zur 6. Kompanie.
Nach der Teilnahme am Frankreich-Feldzug kommt Becker am 14.08.1940 in die 7.
Kompanie des Schützen-Regiments 394, der 3. Panzer-Division, nachdem er am
01.07.1940 zum Unteroffizier der Reserve befördert wurde.
Als Kompanietruppführer im Feldzug gegen die Sowjetunion eingesetzt musste er
mit seinem II. Bataillon, als Flankensicherung, im Raum Lykowo/Mogilew schwere
Kämpfe durchstehen. Während dieser Kämpfe verlor die 7. Kompanie sämtliche
Offiziere, woraufhin Becker selbstständig die Führung der Kompanie übernahm und
in einem Waldgefecht, am 15.07.1941, den Gegner mit Hurra zurückwarf. Bei diesen
Kämpfen durch einen Stahlhelmdurchschlag selbst schwer verwundet, behielt er die
Führung der Kompanie und ermöglichte es dem II. Bataillon so den gegnerischen
Durchbruchsversuch abzufangen.
Nach Ende der Kämpfe ins Lazarett verlegt, erhält er am 25.08.1941 das
Ritterkreuz, welches ihm am 01.10.1941 im Reservelazarett III in Frankfurt am
Main durch Major Herbert Müller überreicht wurde.
Nach seiner Genesung kommt er mit Meldung vom 25.05.1943 in die 4. Kompanie des
Panzer-Grenadier-Ersatz- und Ausbildungs-Bataillons 3 und befindet sich vom
06.08.1944 bis zum 23.11.1944 beim 14. Fahnenjunker-Lehrgang der Panzertruppen
in Wischau bei Brünn. Bei Kriegsende ist er Scharfschützen-Lehrer in Dänemark
und gerät dort am 08.05.1945 in britische Gefangenschaft, aus der er am
04.09.1945 entlassen wird. Becker, war am 26.01.1944 zum Leutnant der Reserve
befördert worden.
Nach dem Krieg ändert er seinen Namen in Artur Becker-Neetz.