Paul Becker wurde am 21.03.1918 in
Düren/Rheinland geboren und trat am 11.01.1940 in die 3. Batterie der schweren
Artillerie-Ersatz-Abteilung 62 in Dortmund ein und wird am 01.08.1942 in die
1. Batterie der Heeres-Flak-Lehr-Abteilung (mot.) versetzt.
Am 10.03.1942 kommt er zur 1. Batterie der Heeres-Flak-Artillerie-Abteilung
312 (mot.), die später in 10. Batterie/Artillerie-Regiment (mot.) 3 umbenannt
wird. Mit dieser Einheit schießt Becker beim Kampf um Kalatsch 28 Feindpanzer
ab und erhält dafür am 02.08.1942 das Eiserne Kreuz II. Klasse, nur 4 Tage
später verdient er sich das Eiserne Kreuz I. Klasse.
Am 20.09.1942 wird er durch einen Granatsplitter, am linken Oberarm und am
Hals schwer verwundet und verbringt so die nächsten Jahre bis zum 01.03.1945
in verschiedenen Lazaretten (Warschau, Frankfurt/Oder, Düren, Lemgo,
Sonneberg). Zwischendurch wird er am 02.11.1944 als Unteroffizier der Reserve
zur Heeres-Flak-Ersatz-Abteilung 312 versetzt.
Becker wird am 05.101.942 im Ehrenblatt des Heeres, für seine
außergewöhnlichen Taten im Kampfraum Stalingrad, genannt.
Er erhält weiterhin am 25.10.1942, als 1.277. Soldat der Wehrmacht das
Ritterkreuz als Angehöriger der 3. Infanterie-Division (mot.). Durch seine
Entschlusskraft verhinderte er mit seinem Geschütz einen Durchbruch durch eine
deutsche Riegelstellung nördlich der Stadt. Dort schießt er kurz
hintereinander 13 schwere Panzer ab. Er hatte somit insgesamt 43 sowjetische
Panzer abgeschossen. Die Auszeichnung erhielt er im Lazarett Frankfurt/Oder.
Paul Becker verstarb am 29.11.1992 in Düren.