Rudolf Becker wurde am 07.01.1923 in Königsborn bei Magdeburg geboren und
trat am 25.10.1940 als Rekrut der 1. Kompanie des Infanterie-Ersatz-Bataillons
(mot.) 66 bei. Am 02.05.1941 zum Gruppenführer in der 3. Kompanie des
Schützen-Regiments 66 avanciert, das noch bis 28.05.1941 als
Lehr-Infanterie-Regiment (mot.) 66 in Rumänien zur Lehrtruppe gehörte, nimmt er
ab dem 22.06.1941 am Krieg gegen die Sowjetunion teil. Dort wird er bereits am
09.07.1941 verwundet und wird ins Lazarett überführt. Becker wird dann nach
seiner genesung stellvertretender Gruppenführer in der Genesenden-Kompanie des
Schützen-Ersatz-Bataillons 66. Dort wird er dann am 07.12.1941 zum Gruppenführer
und später Zugführer in der 1. Kompanie ernannt.
Nach der Teilnahme am 9. Offiziers-Anwärter-Lehrgang, ab dem 25.02.1942, wird
Becker am 30.05.1942 zum Leutnant befördert und ab dem 01.06.1942 als
Rekruten-Offizier und Zugführer in seinem Bataillon verwendet.
Nach der Versetzung in die Führer-Reserve der Heeresgruppe A, am 02.07.1942,
wird er am 02.09.1942 zum Ordonnanz-Offizier beim Kommandant des Rückwärtigen
Armeegebiets 531 und am 02.10.1942 zum Adjutanten der Feldkommandantur 679
ernannt.
Am 04.11.1942 wechselt er als Ordonnanz-Offizier zum I. Bataillon des
Panzer-Grenadier-Regiments 66, wo er am 03.12.1942 zum Zugführer in der 3.
Kompanie bestimmt wird. Ab dem 26.01.1943 Zugführer in der 1. Kompanie,
übernimmt er ab dem 30.08.1943 zunächst die Führung und dann das Kommando über
diese Kompanie und wird am 08.12.1943 zum Oberleutnant befördert. Als Chef
dieser Kompanie wird er am 02.12.1943 zum Ritterkreuz eingereicht, was jedoch
abgelehnt wurde.
Bei den Kämpfen zum Entsatz des Tscherkassy-Kessels bewies Becker erneut
besondere Tapferkeit und wurde, nachdem er am 20.01.1944 verwundet wurde, am
23.02.1944 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.
Am 27.08.1944 erhielt er im Führerhauptquartier die Goldene Nahkampfspange und
kam dann wieder zurück zu seiner Kompanie, wo er am 13.10.1944 4 Kilometer
nordwestlich Püspökladany/Ungarn im Kampf fiel. Tragischerweise lag bereits eine
neue Versetzung mit Wirkung zum 25.10.1944 zur Ausbildungs-Lehr-Abteilung für
Panzer-Grenadiere nach Weimar vor, die nun jedoch aufgehoben wurde. Posthum wird
Rudolf Becker zum Hauptmann befördert.