Josef Beckmann wurde am 04.05.1920 in der Bergbaugemeinde Buer
im Kreis Recklinghausen (Buer ist heute ein Stadtteil von Gelsenkirchen)
geboren und am 01.10.1940 zur
1.Kompanie des Infanterie-Ersatz-Bataillons 412 in Bonn eingezogen, wo er seine soldatische
Grundausbildung erhielt.
Am 24.11.1940 zur 10. Kompanie des Infanterie-Regiments 39 versetzt, nahm er
mit dieser am Russland-Feldzug teil und wurde am 01.10.1941 zum Gefreiten
befördert.
Vom 01.04.1942 bis zum 14.08.1942 in der 1. Verfügungs-Kompanie des
Infanterie-Ersatz-Bataillons 39, wird er am 15.08.1942 zur 3. Kompanie des
Infanterie-Ersatz-Bataillons 39 nach Düsseldorf versetzt, von dort dann in ein
Genesenden-Marsch-Bataillon der 26. Infanterie-Division und kam schließlich
mit Meldung vom 16.11.1943 in den Stab des III. Bataillons des nunmehrigen
Füsilier-Regiments 39, wo er seit dem 01.10.1943 als Unteroffizier, seinen Dienst versah.
Am 19.08.1943 vernichtete Beckmann, westlich Orel bei Butschok, nachdem er
selbstständig seine Lauerstellung verließ, unter dem Feuerschutz des Gefreiten
Josef Löhr, innerhalb von drei Stunden, mit Minen, nacheinander einen T-34,
einen Mark II, einen weiteren Panzer und einen KW I.
Dafür erhielt er neben seinem 4 Panzervernichtungsabzeichen, am 20.08.1943 das
Eiserne Kreuz I. Klasse und wurde zum Ritterkreuz eingereicht. Dieses erhielt
er am 07.09.1943, als 12. Soldat der 26. Infanterie-Division. Beckmann hatte
durch seinen Einsatz den Beginn der Abriegelung eines gegnerischen Einbruches
eingeleitet und so die Grundlage für einen späteren, erfolgreich verlaufenen,
Gegenangriff geschaffen. Leider fiel sein Begleiter Löhr im Nahkampf gegen
einen weiteren Panzer. Beckmann sagte dazu, das er das Ritterkreuz auch für
ihn trüge.
Am 21.01.1944 in die Stabskompanie des Regiments versetzt, gerät er am
24.07.1944 bei Lublin in russische
Kriegsgefangenschaft. Sie sollte für 5 Jahre dauern.
Am 04.11.1949 wurde er entlassen und kehrte nach Gelsenkirchen zurück.
Josef Beckmann ist am 06.12.2001 im Alter von 81 Jahren in Breidenbach
verstorben.