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Ritterkreuzträger Josef Beckmann
Unteroffizier, Füsiliere

Eisernes Kreuz I. Klasse am 20.08.1943Eisernes Kreuz II. Klasse am 23.10.1941Infanterie-Sturmabzeichen in silber am 18.12.1941

 

Josef Beckmann wurde am 04.05.1920 in der Bergbaugemeinde Buer im Kreis Recklinghausen (Buer ist heute ein Stadtteil von Gelsenkirchen) geboren und am 01.10.1940 zur 1.Kompanie des Infanterie-Ersatz-Bataillons 412 in Bonn eingezogen, wo er seine soldatische Grundausbildung erhielt.
Am 24.11.1940 zur 10. Kompanie des Infanterie-Regiments 39 versetzt, nahm er mit dieser am Russland-Feldzug teil und wurde am 01.10.1941 zum Gefreiten befördert.
Vom 01.04.1942 bis zum 14.08.1942 in der 1. Verfügungs-Kompanie des Infanterie-Ersatz-Bataillons 39, wird er am 15.08.1942 zur 3. Kompanie des Infanterie-Ersatz-Bataillons 39 nach Düsseldorf versetzt, von dort dann in ein Genesenden-Marsch-Bataillon der 26. Infanterie-Division und kam schließlich mit Meldung vom 16.11.1943 in den Stab des III. Bataillons des nunmehrigen Füsilier-Regiments 39, wo er seit dem 01.10.1943 als Unteroffizier, seinen Dienst versah.
Am 19.08.1943 vernichtete Beckmann, westlich Orel bei Butschok, nachdem er selbstständig seine Lauerstellung verließ, unter dem Feuerschutz des Gefreiten Josef Löhr, innerhalb von drei Stunden, mit Minen, nacheinander einen T-34, einen Mark II, einen weiteren Panzer und einen KW I.
Dafür erhielt er neben seinem 4 Panzervernichtungsabzeichen, am 20.08.1943 das Eiserne Kreuz I. Klasse und wurde zum Ritterkreuz eingereicht. Dieses erhielt er am 07.09.1943, als 12. Soldat der 26. Infanterie-Division. Beckmann hatte durch seinen Einsatz den Beginn der Abriegelung eines gegnerischen Einbruches eingeleitet und so die Grundlage für einen späteren, erfolgreich verlaufenen, Gegenangriff geschaffen. Leider fiel sein Begleiter Löhr im Nahkampf gegen einen weiteren Panzer. Beckmann sagte dazu, das er das Ritterkreuz auch für ihn trüge.
Am 21.01.1944 in die Stabskompanie des Regiments versetzt, gerät er am 24.07.1944 bei Lublin in russische Kriegsgefangenschaft. Sie sollte für 5 Jahre dauern. Am 04.11.1949 wurde er entlassen und kehrte nach Gelsenkirchen zurück.
Josef Beckmann ist am 06.12.2001 im Alter von 81 Jahren in Breidenbach verstorben.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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