Ritterkreuzträger
Franz Begemann
Oberleutnant der Reserve, Panzertruppe



Franz Begemann wurde am 21.04.1919 in Bentrop, im Landkreis Hamm/Westfalen
geboren und trat am 03.11.1937 dem Heer bei.
Viel ist über seine Zeit beim Heer nicht bekannt. So wird er am 20.04.1941 zum
Leutnant der Reserve befördert und ist mit Meldung vom 20.11.1943 Führer der 1.
Kompanie der Panzer-Abteilung 21. Im Rahmen der 20. Panzer-Division, wurde die
Abteilung ab dem 19.11.1943 zur Verteidigung Gorodoks, südlich Newel,
eingesetzt. Am 20.11. drang eine Stoßtruppe der Panzer-Abteilung 21 in die
Südspitze des sogenannten "Munitionswald" ein, wo sich ein in Feindeshand
geratenes großes dt. Munitionslager befand und hielt sich dort. Damit schuf die
Gruppe die Vorraussetzungen für ein weiteres Vorgehen der beiden
Grenadier-Regimenter am 21.11. Zusammen mit einer Kompanie der Anteilung, trat
am 23.11.1943 das III. Bataillon des Grenadier-Regiments 7 zum Gegenangriff an.
Die Ortschaft Schtscherbaki und zahlreiche Beute gelangten in dt. Hand. Außerdem
erbeutete die Panzer-Abteilung 21, 12 fahrbereite T-34 Panzer.
Während der Eroberung der Höhe 196,6 am 28.11, sowie bei der Verteidigung der
Höhe 197,4 schoss die Abteilung 7 Panzer ab und vernichtete 3 7,62-Pak, 7
mittlere Pak und weitere Waffen vielseitigster Art. Während dieser Kämpfe
zeichnete sich Begemann durch persönliche Tapferkeit und Entschlusskraft aus,
wofür er am 19.12.1943 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet wurde.
Am 17.02.1944 wird er unter Beförderung zum Oberleutnant der Reserve zum Chef
der 1. Kompanie ernannt und am 10.05.1944 an die Panzertruppenschule I nach
Krampnitz kommandiert. Wieder an der Front wird Begemann bei den Kämpfen bei
Asseredok im Raum Bobruisk am 29.06.1944 als vermisst gemeldet. Die Kompanie
Begemann war zuvor am 24.06. bei Tscherebomirka eingesetzt und eroberte am
25.06. die Ortschaften Sabolotje und Kowtschizy zurück. Danach erfolgte die
Verlegung zum Kampf um Bobruisk.
Am 06.10.1944 ging noch ein Vorschlag zur posthumen Verleihung des Eichenlaubes
beim Heerespersonalamt ein, der aber am 13.10.1944 zurückgestellt wurde.