Friedrich Behne wurde am 18.05.1898 in Uelzen/Biedersachsen geboren.
Nach Ausbruch des 1. Weltkrieges trat er am 21.11.1916 dem Deutschen Heer bei
und nahm an den Kämpfen, bis 1918, teil. Am 07.02.1919 wurde er aus dem
Heeresdienst entlassen.
Nach verschiedenen Reserveübungen, wird Behne am 04.11.1936 zum Leutnant der
Reserve und am 15.09.1939 zum Oberleutnant der Reserve befördert.
Nach Ende des Westfeldzuges trat er am 08.07.1940 dem Heer bei und wurde mit
Meldung vom 03.08.1940 der 3. Kompanie des Landesschützen-Bataillons 708
zugeteilt, wo er am 29.01.1941 zum Hauptmann der Reserve befördert wurde.
Mit Meldung vom 22.07.1941 wechselte er dann in den Stab des
Landesschützen-Regiments 111 und wird mit Meldung vom 21.08.1942 Chef der 2.
Kompanie des Sicherungs-Bataillons 738, wo er am 27.03.1943 zum Major der
Reserve befördert wird. Gegen Ende des Jahres 1943 übernimmt er das Kommando
über das Bataillon.
Gegen Ende Januar 1944 war das Bataillon der Kampfgruppe Klasing, bestehend
aus dem I. Bataillon des Grenadier-Regiments 446 und den
Sicherungs-Bataillonen 738 und 793, der 134. Infanterie-Division unterstellt,
als am 23.01.1944 der Gegner auf der Linie Myssloff Rog - Kobylschtschina -
Welikije Bor zum Grossangriff antrat. Die Kampfgruppe Klasing wehrte am
rechten Flügel der Division 16 Angriffe ab, die einen Durchbruch auf Bobruisk
zum Ziel hatten. Dieser Abwehrkampf wurde am 24.01.1944 im Wehrmachtsbericht
gewürdigt. Nachdem es dem Gegner dennoch gelang die weitgespannte Front des
Bataillons Behne aufzureißen, trat Behne mit zwei Gruppen Pioniere und einigen
Männern seines Stabes zum Gegenangriff gegen eine vielfache Übermacht an.
Dadurch wurde der Vorwärtsdrang des Gegners zum Stehen gebracht. Außerdem
konnte so die Vorraussetzung geschaffen werden, mittels Reserven, eine neue
Abwehrfront aufzubauen. Für diesen Einsatz wurde Major der Reserve Behne am
26.03.1944 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.
In weitere Kämpfe verwickelt, wurde Behne im Kampf schwer verwundet, woraufhin
er am 07.06.1944 im Feldlazarett 6 (L) in Vilnius verstarb. Sein Grab befindet
sich heute auf der Kriegsgräberstätte Vilnius-Vingio (Litauen).