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689. Eichenlaubträger Heinrich Baron von Behr
Generalmajor

Eisernes Kreuz I. Klasse am 24.06.1940Eisernes Kreuz II. Klasse am 20.04.1940Allgemeines Sturmabzeichen am Nahkampfspange ??? am

                                                                  Baltenkreuz am

                                                                   Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland am 19.09.1962

Heinrich Alexander Ferdinand Baron von Behr wurde am 26.06.1902 in Roennen im Kreis Talsen/Kurland geboren und trat am 07.01.1919 als Freiwilliger der Eisernen-Division und der Baltischen Landwehr bei, wo er zur II. Abteilung des Reiter-Regiments Libau gehörte.
Nach dem Beginn der Berufsausbildung zum Ingenieur, am 07.01.1920, trat er am 01.04.1922 als Freiwilliger dem 16. Reiter-Regiment in Langensalza bei, wo er am 14.10.1925 zum Fähnrich ernannt wurde. Unter gleichzeitiger Beförderung zum Leutnant, kommt von Behr am 01.12.1926 in das 6. (Preuß.) Reiter-Regiments nach Pasewalk, wo er am 01.04.1929 Führer des Regiments-Nachrichtenzug wird. Als solcher erhält er am 01.02.1931 die Beförderung zum Oberleutnant.
Ab dem 01.08.1933 Zugführer in der Nachrichten-Schwadron des Regiments, wird ihm am 01.10.1934 der Posten des Adjutanten beim Höheren Nachrichten-Offizier in der Inspektion der Kavallerie übertragen, wo er am 01.06.1935 zum Rittmeister befördert wird. Von dort wird er am 15.10.1935 als Chef der 2. Kompanie zur Nachrichten-Abteilung 39 nach Potsdam versetzt.
Am 01.04.1937 ist er Trainer für Modernen Fünfkampf und Lehrgangsleiter an der Heeressportschule in Wünsdorf, bis er am 03.09.1939 zum Chef der 2. Kompanie der Panzer-Nachrichten-Ersatz-Abteilung 81 ernannt wird. Von dort wird ihm am 24.09.1939 mit dem Kommando über die Nachrichten-Abteilung 198 übertragen , wo er am 01.10.1939 zum Major befördert wird.
Kurz vor Beginn des Westfeldzuges wird von Behr Kommandeur der Panzer-Nachrichten-Abteilung 39, mit der er an den Kämpfen in Frankreich und anschließend in Russland teilnimmt. Dort übernimmt er am 15.09.1941 den Posten des Kommandanten von Lochwitza, im Bereich der Heeresgruppe Mitte.
Ab dem 20.10.1941 Kommandeur der Panzer-Korps-Nachrichten-Abteilung 424, wird von Behr am 16.12.1941 in die Führer-Reserve versetzt, um am 15.01.1942 das Kommando über die Panzer-Korps-Nachrichten-Abteilung 475 des Deutschen Afrikakorps zu übernehmen, wo er am 01.03.1942 zum Oberstleutnant befördert wird. Am 13.11.1942 wird er zum stellvertretenden Armee-Nachrichtenführer der Panzerarmee Afrika ernannt.
Nach Deutschland versetzt und ab dem 30.11.1942 in der Führer-Reserve, erhält er eine Schulung zum Kommandeur eines Panzer-Grenadier-Regiments. Danach erfolgte am 01.03.1943 die Versetzung an die Panzertruppenschule Wünsdorf und am 27.05.1943 eine Kommandierung zur 26. Panzer-Division, wo er zum Regimentskommandeur eingearbeitet werden sollte. Mit Ende der Einarbeitung übernimmt er am 01.07.1943 das Kommando über das Grenadier-Regiment (mot.) 200. Das Regiment trat am 27.01.1944, verstärkt durch das I./GR 134, unter Hauptmann Arnulf Abele,  gegen die nördlich Cassino/Italien, eingebrochenen Franzosen zurückzuschlagen und die entstandene Lücke zu schließen. Gegen Abend war der Colle Abate und die Höhe 862 besetzt und die Lücke zur 44. Infanterie-Division geschlossen. Damit war ein entscheidender Durchbruch verhindert worden. Baron von Behr erhielt dafür, zuvor am 01.02.1944 zum Oberst befördert, am 23.02.1944 das Ritterkreuz.
Mitte Mai 1944 errang von Behr mit seinem Regiment bei Abwehrkämpfen in Norditalien einen bedeutenden Abwehrerfolg. Weiterhin zerschlug er Ende September 1944 sämtliche Angriffe des Gegners auf die Ortschaft Savignano am Rubikon. Als es dem Gegner gelang, mit Panzerunterstützung, einen Einbruch zu erzielen, ging von Behr mit Teilen seines Stabes persönlich zum Gegenangriff über und warf den britischen Gegner von einer beherrschenden Höhe. Dafür erhielt er als Oberst und Kommandeur des Panzer-Grenadier-Regiments 200 und als Führer der 90. Panzer-Grenadier-Division, am 09.01.1945 das Eichenlaub. Von Behr war bereits am 27.12.1944 mit der Führung der Division beauftragt worden. Unter gleichzeitiger Beförderung zum Generalmajor übernimmt er dann am 25.03.1945 auch das Kommando über die Division. So geriet er am 28.04.1945 in Gefangenschaft, aus der er am 29.08.1947 entlassen wurde.
Von Behr trat am 03.09.1956 der Bundeswehr bei und wurde als Brigadegeneral mit der Aufstellung der 5. Panzer-Division beauftragt. Deren Kommando übernimmt er am 01.10.1956 und wird am 01.07.1957 zum Generalmajor befördert.
Ab dem 01.12.1959 Stellvertretender Kommandierender General und Kommandeur der Korpstruppen des I. Korps in Münster, wird von Behr am 30.09.1962 in den Ruhestand verabschiedet.
Heinrich Baron von Behr verstarb am 14.08.1983 in Bonn am Rhein.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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