Paul Behr wurde am 09.05.1910 in Osnabrück
geboren und begann am 02.01.1936 seine aktive Wehrpflicht.
Im Zuge der Mobilmachung kommt Behr am 26.08.1939 in die 8. Kompanie des
Infanterie-Regiments 236, wo er am 20.12.1939 zum Leutnant der Reserve
befördert wurde.
Mit seinem Regiment zunächst bis Januar 1940 an der Eifel eingesetzt, nimmt es
von April an am Norwegen-Feldzug teil, wo es im Rahmen der 69.
Infanterie-Division bis November 1942 verbleibt. Zwischenzeitlich war er am
05.03.1942 zum Oberleutnant der Reserve befördert worden.
Im Dezember 1^942 verlegt die Division in den Raum Leningrad und später Newel,
wo Behr am 31.03.1944 zum Hauptmann der Reserve befördert wird.
Am 06.08.1944 in das I. Bataillon des Grenadier-Regiments 78 versetzt, wird
Behr am 17.09.1944 der neuaufgestellten 26. Volks-Grenadier-Division
zugeteilt, wo er zum Chef der 13. Kompanie des Füsilier-Regiments 39 ernannt
wird. In der Nacht zum 22.01.1945 bezog die Division Stellungen am Ostufer des
Clerf im nördlichen Teil Luxemburgs. Dabei bestand das Füsilier-Regiment 39
nur noch aus der "schweren Feuergruppe 39", bestehend aus 6 schweren, 8
mittleren Granatwerfern und 8 sMG, unter dem befehl des Regimentskommandeurs.
Diese hielt die Front zwischen Hupperdange und Grindhausen. Vom 23.01. bis zum
25.01. zeichnete sich Behr während eines schwierigen Unternehmens gegen
überlegene Feindkräfte im Raum Lausdorn, mit den Höhen 495 und 517, im
besonderen Maße aus. Für seinen persönlichen Einsatz wird Behr zum Ritterkreuz
vorgeschlagen. Das dem Vorschlag stattgegeben wurde, erfuhr Behr erst 29 jahre
später.
Am 01.02.1945 bei den Kämpfen südlich des Remagener Brückenkopfes zum 6. Mal
verwundet und ins Lazarett Paderborn verlegt, geriet er, mittlerweile
ausgebombt, in amerikanische Gefangenschaft, aus der er im Mai 1945
entlassen wurde.
Paul Behr starb am 11.12.1990 in Haltern/Westfalen.