Rudolf Behr wurde am 31.12.1916 in Ebensfeld/Oberfranken
geboren und legte am Humanistischen Gymnasium Bamberg sein Reifezeugnis ab.
Am 06.04.1936 trat er als Fahnenjunker dem Panzer-Regiment 4 bei, wo er laut
Meldung vom 10.11.1938, als Leutnant (seit dem 01.01.1938), zur 5. Kompanie
gehörte.
Mit seiner Kompanie nimmt er am Polen- sowie Frankreich-Feldzug teil und wird am
01.06.1940 zum Oberleutnant befördert. Als solcher wird er am 01.12.1940
Zugführer und später Kompaniechef in der III. Abteilung des Panzer-Regiments
201. Im Rahmen der 23. Panzer-Division an den schweren Kämpfen zwischen Kaukasus
und Don im Winter 1942/43 beteiligt, tritt Behr am 14.01.1943 mit allen
einsatzbereiten Panzern des Regiments gegen die Ostspitze des Kosinka-Sees an.
Auf der Strasse bei Br. Lissizkich werden vier, mit Schützen besetze, LKW`s
zusammengeschossen, ein 7,62-cm-Pak überrollt und ein Pkw zum Halten gebracht.
In diesem befand sich ein hoher Ordonnanz-Offizier der gegnerischen 28. Armee.
Dieser hatte einen Operationsbefehl der 28. Armee dabei.
Am 19.01.1943 tritt die Panzer-Abteilung Behr gegen 06.00 Uhr erneut an, nimmt
Kassenowka, zerschlägt dort ein gesamtes Regiment, sowie ein Bataillon, nimmt
150 Gefangene und erbeutet mehrere Geschütze und zahlreiche Waffen. Aus der
Gegend Wostotschnaja kommend, säubert die Abteilung die Ssolenaja-Schlucht,
macht kehrt und stößt bei Perwomajski auf weitere feindliche Ansammlungen. Gegen
13.30 Uhr wird Manytschkaja erreicht, das südliche Manytsch-Ufer freigekämpft
und die 302. Schützen-Division zerschlagen. Die nächsten zwei Tage hält Behr mit
nur 10 Panzern den Gegner davon ab, den Manytsch zu überschreiten und so den
weiter südlich stehenden eigenen Verbänden in die Flanke zu fallen.
Selbstständig zerschlug Behr dabei die angreifenden Verbände fast gänzlich und
verhinderte die Einnahme einer wichtigen Höhe. Für diesen Einsatz wird Behr am
25.01.1943 als Hauptmann und Kompaniechef in der III. Abteilung des
Panzer-Regiments 201 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.
Kurze Zeit später übernahm er das Kommando über die I. Abteilung des Regiments
und fällt als solcher am 23.07.1943 bei Krimskaja, im Gebiet Krasnodar, bei
einem Gegenangriff im Raum Ssaur-Mogilskij durch einen Pakvolltreffer. Noch am
gleichen Tag wird er mit Wirkung vom 01.07.1943 zum Major befördert.