Xaver Beilhack wurde am 23.05.1921 in Hundham bei Miesbach in Bayern geboren
und trat am 10.01.1940 der 1. Kompanie des Infanterie-Ersatz-Regiments 19 bei.
Laut Meldung vom 15.03.1940 und vom 13.05.1942 gehörte er dann zum
Infanterie-Regiment 19, wo er am 11.12.1941 zum Unteroffizier und am 26.10.1943
zum Leutnant der Reserve befördert wurde.
Ab dem 13.11.1943 gehörte er der 1. Stamm-Kompanie des
Grenadier-Ersatz-Bataillons 19 in München an und wird am 27.08.1944 in die 9.
Kompanie des Grenadier-Regiments 19 versetzt, das am 31.08.1944 den
Traditionsnamen "List" erhält.
Am 12.10.1944 setzte der sowjetische Gegner südlich Gnoijno-nördlich Pultusk,
gegen 09.30 Uhr, mit 10 bis 12 Sturm- und Schlauchbooten über den Narew und
brachen in die deutschen Linien ein. Leutnant der Reserve Beilhack raffte sofort
die nächsten 5 Mann zusammen und ging zum Gegenangriff über. Im blitzschnellem
Gegenstoß warf er 30 Gegner zurück. Etwa 100 weitere gegnerische Soldaten wurden
durch Beilhack ebenfalls bekämpft, wobei bis auf 10 Sowjets, die das andere Ufer
erreichten, sämtliche Soldaten umkamen. Durch Beilhacks Einsatz konnte die
Bataillonsreserve an einer weiteren Einbruchsstelle verwendet werden. Ein
weiterer Angriff, ca. eine halbe Stunde später, wurde durch Beilhack, selbst am
MG, noch auf dem Wasser zerschlagen. Die Abwehr dieser Angriffe erfolgten im
schwersten Granatwerferfeuer, weiterhin ging Beilhack durch eine vorangegangene
Verwundung am Stock. Dafür erhielt er am 05.11.1944 als 12. Soldat seines
Regiments das Ritterkreuz. Allerdings wurde er bei der Ritterkreuztat selbst
schwer verwundet und ins Lazarett verlegt. Am 15.11.1944 traf er im
Reserve-Lazarett IV in Hinrichshof/Dresden ein und wurde dort am 30.11.1944 zum
Oberleutnant der Reserve befördert.
Wieder genesen, gilt er seit den Kämpfen im Raum Friedeberg/Neumark, seit dem
24.01.1945 als vermisst.