Fritz Wilhelm Johann Below wurde am 18.03.1909 in Eberswalde geboren und
trat am 01.04.1927 als Offiziers-Anwärter an die Polizeischule Treptow, wo er
am 01.11.1927 zum Polizei-Wachtmeister befördert wurde.
Am 01.04.1928 in die 1. Hundertschaft der Schutzpolizei Stettin versetzt,
nimmt er vom 16.04.1931 bis zum 15.08.1931 an einem Oberwachtmeister-Lehrgang
an der Polizeischule Treptow, vom 17.01.1934 bis zum 21.03.1934 am 21.
Offiziers-Anwärter-Lehrgang an der Polizeischule für Leibesübungen in Spandau
und vom 20.04.1934 bis zum 21.12.1934 am 21. Offiziers-Anwärter-Lehrgang an
der Höheren Polizeischule Potsdam-Eiche teil. Weiterhin erhält er vom
21.12.1934 bis zum 31.01.1935 eine Aisbildung im Kraftfahrwesen an der
Technischen Landespolizeischule, sowie vom 01.02.1935 bis zum 28.02.1935 eine
Offiziers-Reitausbildung an der Landespolizei-Reitschule Potsdam. Dem schließt
sich vom 01.03.1935 bis zum 23.03.1935 eine Ausbildung im Nachrichtenwesen an
der Technischen Landespolizeischule an.
Derart intensiv ausgebildet übernimmt Below am 02.04.1935 den Posten eines
Zugführers in der 4. Hundertschaft der Landespolizei Stettin und wird mit
Wirkung zum 01.08.1935 in das Rechtsverhältnis eines Soldaten überführt und am
01.09.1935 zum Oberleutnant der Landespolizei befördert.
Im Zuge des Übertritts zur Wehrmacht erhält er am 15.10.1935 den Rang eines
Oberleutnants und wird mit gleichem Datum Kompanie-Offizier in der 8. Kompanie
des Infanterie-Regiments 4. Von dort am 01.04.1936 zur 14. (Panzerjäger)
Kompanie des Regiments versetzt, wird er am 24.05.1938 zur Hochschulprüfung
zugelassen und mit Wirkung vom 03.11.1938 zu den Offizieren zur Verfügung des
Oberbefehlshabers des Heeres versetzt als Studierender an der Technischen
Universität. Am 18.10.1938 erfolgte dann die Versetzung an die Technische
Universität. Außerdem erhält er am 10.11.1938 das Recht zum Tragen der Uniform
des Infanterie-Regiments 4. Zwischenzeitlich war er am 28.02.1938 zum
Hauptmann befördert worden.
Am 28.08.1939 in die Führer-Reserve versetzt und vom 26.08. bis zum 30.11.1939
im Heereswaffenamt als Studierender zum Hochschuloffizier.
Mit Wirkung vom 01.12.1939 wird er als Ib in den Stab der 163.
Infanterie-Division versetzt und übernimmt am 21.01.1940 als Chef die 13.
Kompanie des Infanterie-Regiments 324, mit der er am Feldzug in Norwegen
teilnimmt.
Mit Wirkung vom 24.09.1940 kommt Below wieder in die Führer-Reserve, um an der
Technischen Hochschule zu studieren und zum Hochschuloffizier ausgebildet zu
werden.
Am 01.04.1941 wird er in die Entgiftungs-Abteilung 105 versetzt und dann mit
Wirkung vom 14.05.1941 in das Infanterie-Lehr-Regiment versetzt, dem späteren
Infanterie-Regiment (mot.) 900. Nach Wiederaufstellung des Regiments als
Lehr-Brigade (mot.) 900 wird er dorthin als Ib kommandiert.
Mit Wirkung vom 15.10.1941 kehrt er zu den Offizieren z.V. ObdH/Technische
Hochschule zurück und im Stab der Lehr-Brigade (mot.) 900 weiterverwendet
unter gleichzeitiger Kommandierung an die Panzertruppenschule Wünsdorf, um
sein Hochschulstudium weiterzuführen. In dieser Zeit wird er am 18.01.1942 zum
Major befördert.
Am 19.06.1943 erfolgte die Versetzung zur 371. Infanterie-Division, zur
Verwendung als Kommandeur des II. Bataillons des Grenadier-Regiments 671. Von
dort erfolgte mit Wirkung vom 12.04.1943 die Kommandierung ins OKH zum
Befehlshaber der Heeres-Rüstung und Befehlshabers des Ersatz-Heeres, ins
dortige Wa Prüf 1.
Mit Wirkung vom 20.02.1944 übernimmt er vertretungsweise die Führung des
Grenadier-Regiments 669 und erhält am 20.05.1944 mit Wirkung vom 01.05.1944
das Kommando über das Regiment, unter gleichzeitiger Beförderung zum
Oberstleutnant.
Nach den schweren Abwehrkämpfen der 371. Infanterie-Division an der Strypa im
Raum Bucacz, ging die Division über Zlota Lipa auf die Linie Gnila-Lipa
zurück. Dort kam es im Juli 1944 zu harten Kämpfen, bei denen sich
Oberstleutnant Below im besonderen Maße auszeichnete, als am 29./30.07.1944
der Gegner in die Absetzbewegungen der Division stiess. Durch Belows Einsatz
gelang es der Division eine neue Linie ohne Verlust an Menschen und Gerät zu
erreichen, wobei der Gegner schwerste Verluste erleiden musste. Dafür erhielt
Below am 21.09.1944 das Ritterkreuz, das ihm durch den Generalleutnant Niehoff
überreicht wurde.
Am 01.11.1944 in der Führer-Reserve unter gleichzeitiger Kommandierung zum OKH
beim Befehlshaber der Heeres-Rüstung und Befehlshabers des Ersatz-Heeres, in
den dortigen Stab Wa Prüf, wo er mit Wirkung vom 01.02.1945 zum Gruppenleiter
des Wa Prüf 1 ernannt wurde.
Dr. Ing. Fritz Below verstarb am 30.08.1959 aufgrund eines Unfalls.