Otto Benzin wurde am 23.11.1910 in Pritzwalk
in der Ostprignitz im Bezirk Potsdam geboren.
Am 30.03.1929 tritt er der Wehrmacht bei. Nachdem er zum Leutnant der Reserve
und am 01.10.1938 zum Oberleutnant der Reserve befördert wurde, kommt er am
15.07.1941, am 01.03.1941 zum Hauptmann der Reserve befördert, als Chef zur 9.
Kompanie des Infanterie-Regiments 89, der 12. Infanterie-Division, wo er am
01.03.1942 ins aktive Offizierskorps überführt wird.
Nachdem am 18.10.1941 die verstärkte 9. Kompanie den Ort Karnowschtschina
angriff, erreichte sie überraschend schnell den südlichen Dorfrand. Die
unerwartet stark ausgebaute Abwehr am Westrand des Dorfes konnte so in harten
Nahkämpfen von rückwärts genommen werden. Dabei wurden 17 Bunker erstürmt.
Gegnerische Verstärkungen konnten durch den SMG-Halbzug erfasst und im
Nahkampf vernichtet werden. Durch diese Kampferfolge konnte der naheliegende
in Nossowitzy liegende Gegner ebenfalls von hinten erfasst und vernichtet
werden. So war durch den Oberleutnant im Raum Demjansk ein wichtiger
Teilerfolg erzielt worden, wofür er am 31.12.1941 als Oberleutnant der Reserve
und Chef der 9. Kompanie des Infanterie-Regiments 89 der 12.
Infanterie-Division (II. Armee-Korps; 16. Armee, Heeresgruppe Nord) das
Ritterkreuz erhielt.
Am 01.02.1943 zum Major befördert erhielt er am 01.02.1944 das Kommando über
das II. Bataillon seines Regiments. Nachdem der Kommandeur des Regiments,
Oberst Steinmüller auf einen Lehrgang kommandiert war, übernahm am 27.05.1944
Major Benzin, jetzt als aktiver Offizier, die Führung des Regiments.
Bei den Kämpfen im Raum Witebsk verhindert das unter seiner Führung stehende
Regiment am 09. und 10.02.1944 den Durchbruch der eigenen Front. Damit
begünstigte er den Verlauf der 2. Winterschlacht von Witebsk. Dafür erhält er
am 22.02.1944 als Major und Führer des Grenadier-Regiments 89 das Eichenlaub
zum Ritterkreuz.
Am 08.06.1944 wird Benzin mit der Führung des Grenadier-Regiments 531
beauftragt. In der Ausübung dieses Kommandos fällt Benzin am 29.06.1944
während des Übergangs seines Regiments über die Woltschankabrücke, 7 km
nordwestlich Bobruisk, laut Meldung des Kommandeurs des Grenadier-Regiments
532, Oberst Jüttner, vom 16.08.1944.
Laut Fernschreiben des Armeeoberkommandos an das Heeres-Personal-Amt, ist Otto
Benzin am 03.07.1944 gefallen, was durch Zeugenaussagen begründet werden
konnte. Laut Meldung des OKH wird jedoch auch der 29.06.1944 als Todesdatum
festgehalten.
Posthum wird Otto Benzin am 01.02.1945 zum Oberstleutnant befördert.