Anton Berg wurde am 28.10.1907 in Durmersheim/Baden geboren und trat am
01.05.1926, als Schütze, der 14. Kompanie des 14. (Badischen)
Infanterie-Regiments bei, wo er am 01.05.1928 zum Oberschützen befördert wurde.
Vom 01.10. 1928 bis zum 30.09.1929 als Spielmann verwendet, wird er am
01.05.1930, in der 14. Kompanie zum Gefreiten befördert.
Dann schließen sich zahlreiche Lehrgänge an. So Ende Mai bis Mitte Juni 1931 ein
Geräte-Lehrgang in Ludwigsburg, Anfang September 1931 ein Gasschutz-Lehrgang
beim III. Bataillon, sowie auch Ende September. Es folgt Anfang Dezember 1931
ein Feldkochkurs beim III. Bataillon, dann am 01.02.1932 die Beförderung zum
Unteroffizier und von Juni bis September 1932 die Stellung als Gasschutz- und
Geräte-Unteroffizier. Vom 01.10.1932 bis zum 01.10.1934 Gasschutz-Unteroffizier,
wird er unter gleichzeitiger Beförderung zum Feldwebel, am 01.10.1934 in das
Infanterie-Regiment Konstanz versetzt.
Er erhält dann vom 24.07.1935 bis zum 07.08.1935 eine Pionier-Ausbildung beim
II. Bataillon des Infanterie-Regiments 14 und kommt am 15.10.1935 in das
Infanterie-Regiment 75, wo er vom 04.01.1936 bis zum 20.01.1936 auf einen
Ski-Kurs kommandiert wird, dem sich Ende Dezember 1937 ein zweiter anschließt.
Am 15.07.1938 erfolgte aufgrund des Ablaufs der freiwilligen Dienstverpflichtung
die Entlassung aus der 5. Kompanie des Infanterie-Regiments 75. Doch bereits am
18.10.1938 erfolgte die Offizierswahl durch das II. Bataillon und am 17.03.1939
die Beförderung zum Leutnant der Reserve.
Am 01.09.1939 trat Berg der Wehrmacht bei und gehörte als Stützpunktkommandant
zum Landwehr-Infanterie-Regiment 40, das später in Infanterie-Regiment 335
umbenannt wurde, wo er dann als Zugführer bzw. stellvertretender Kompanieführer
Verwendung fand.
Am 11.01.1940 wird er zum Ordonnanz-Offizier im Stab des Regiments ernannt und
ab dem 26.06.1940 als Hauptmann beim Regimentsstab verwendet. Als solcher
erfolgte am 06.07.1940 die Beförderung zum Oberleutnant der Reserve.
Vom 12.09. bis zum 26.10.1940 auf Kriegswirtschaftsurlaub, ist er nach seiner
Rückkehr Ordonnanz-Offizier des Regiments und vom 01.11.1940 bis zum 27.01.1941
Leiter der Unteroffiziers-Lehrgänge des Regiments.
Am 05.02.1941 Zugführer in der 10. Kompanie, erhält er vom 10.03. bis zum
31.03.1941 eine Kommandierung zum Kompanie-Führer-Lehrgang an der
Kompanie-Führer-Schule Tours. Dem folgte vom 23.06.1941 bis zum 19.07.1941 die
Leitung zweier Ausbildungskurse am leichten Grantwerfer und ab dem 12.10.1941
das Kommando über die 1. Kompanie des Regiments.
Am 06.02.1942 kommt das Regiment an die Ostfront, wo Berg am 20.02.1942
verwundet wird und sich bis zum 07.05.1942 im Lazarett aufhält. Am 08.05.1942 in
die Führer-Reserve der 5. leichten Division versetzt, wird er am 29.05.1942 Chef
der 1. Kompanie und am 15.06.1942 Chef der 5. Kompanie des Infanterie-Regiments
335
Am 25.11.1942 zum Führer des II. Bataillons ernannt und am 18.12.1942 zum
Hauptmann der Reservebefördert, tritt Berg am 31,12,1942 in ein aktives
Dienstverhältnis über.
Als Hauptmann wird er dann am 04.01.1943 verwundet und kommt bis zum 31.05.1943
ins Lazarett. Ab dem 01.06.1943 im Grenadier-Ersatz- und Ausbildungs-Bataillon
335, wird er dort Führer einer Marschkompanie und ist Hauptmann beim Stabe.
Vom 02.07.1943 bis zum 17.07.1943 nimmt er an einem Lehrgang für Offiziere an
der Heeresgasschutzschule Celle teil und wird am 31.08.1943 in die
Führer-Reserve der Heeresgruppe Mitte versetzt. Dort wird er dann am 12.09.1943
zum Führer des I. Bataillons seines alten Regiments ernannt und übernimmt am
01.05.1944 das Bataillonskommando.
Am 20.05.1944 wird er Kommandeur des II. Bataillons des Grenadier-Regiments 358
und als solcher am 20.06.1944 zum Major befördert. Ab dem 19.07.1944
zwischenzeitlich Führer des Grenadier-Regiments 358, übernimmt er ab dem
27.09.1944 wieder das I. Bataillon des Regiments. Nachdem das Regiment am
15.09.1944 einen neuen Kampfabschnitt im Raum Bauske, genauer gesagt um Vecmuiza
nördlich Birsen, besetzte, kam es dort zu schweren Kämpfen. Dabei wurde die
Division am Stellungsdreieck Bahnhof Misa eingeschlossen. Dennoch gelang es Berg
durch außergewöhnliche Tapferkeit den Gegner an einem Durchbruch nach Riga zu
hindern. Für diesen Erfolg wurde die 205. Infanterie-Division im
Wehrmachtsbericht erwähnt und Berg erhielt am 16.10.1944 das Ritterkreuz.
Vom 03.01. bis zum 16.02.1944 nimmt Berg am 15. Bataillons-Führer-Lehrgang an
der Heeresschule für Bataillons/Abteilungs-Führer in Antwerpen, Lehrgruppe B, 7.
Infanterie-Lehr-Abteilung, teil und wird am 18.10.1944 zum Führer des
Grenadier-Regiments 358 ernannt.
Nach der Versetzung in die Reserve, am 25.10.1944, übernimmt er laut Meldung vom
04.12.1944 wieder das Kommando über das I. Bataillon und wird dann mit Wirkung
vom 10.12.1944 mit der stellvertretenden Führung des Grenadier-Regiments 358
beauftragt. Am 04.03.1945 übernimmt er dann mit Wirkung vom 10.12.1944 wieder
die Führung des Regiments und wird am 26.03.1945 zum Eichenlaub eingereicht, daß
ihm jedoch nicht verleihen wurde.
Mit Kriegsende 1945, Oberstleutnant, geriet Berg in Gefangenschaft und erst 1950
erfolgte die Entlassung.
Anton Berg verstarb am 17.01.1984 in seiner Geburtsstadt Durmersheim.