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Ritterkreuzträger Karl-Erich Berg
Hauptmann, Sturmartillerie

    
Karl-Erich Berg wurde am 30.05.1919 in Bonn am Rhein geboren und kam am
02.11.1937 als Fahnenjunker zum Artillerie-Regiment 16.
Dann vom 15.11.1938 bis zum 14.08.1939 auf der Kriegsschule in Dresden,
schließt sich am 15.08.1939 die Versetzung zur Beobachtungs-Abteilung 6 nach
Lemgo an, nachdem er am 01.08.1939 zum Leutnant befördert worden war. Von dort
am 12.02.1940 zur Beobachtungs-Ersatz-Abteilung 6 versetzt, übernimmt er dort
später den Posten des Nachrichten-Offiziers bzw. eines Batterie-Führers.
Nach der Teilnahme am Frankreich-Feldzug, wird er am 26.01.1942 Hörsaalleiter
beim Lehrstab B an der Artillerieschule II in Jüterbog und besucht am
26.01.1943 einen Lehrgang für Sturmgeschütze in Jüterbog bzw. bei der
Sturmgeschütz-Ersatz- und Ausbildungs-Abteilung 200 in Schweinfurt. Noch Mitte
Oktober, am 15.10.1941, erhielt Berg die Beförderung zum Oberleutnant.
Mit Ende der Ausbildung übernimmt Berg am 10.06.1943 den Posten des Chefs der
2. Batterie der Sturmgeschütz-Abteilung 191 und wird am 20.03.1944 zum
Oberleutnant befördert. Mit seiner Batterie hatte Berg im Zeitraum zwischen
dem 01.11. und dem 23.11.1943 erheblichen Anteil an der Abwehr schwerer
Feindangriffe an der Perekopfront. Dafür sprach ihm der Oberbefehlshaber der
17. Armee, Jaenecke, seine besondere Anerkennung aus.
Mitte Januar 1944 wurde die 2. Batterie zur Unterstützung der 98.
Infanterie-Division bei Kertsch eingesetzt. Durch die unübersichtliche Lage
bei Nacht, erkannte man erst nach 20 Minuten das man mitten in einer
sowjetischen Infanteriekolonne mitfuhr. Berg entschloss sich zum Angriff,
vernichtete den Gegner und ging zum Gegenangriff über, da er wusste das den
eigenen verbänden kaum mehr Möglichkeiten bestanden, Reserven
zusammenzustellen. Innerhalb weniger Minuten konnten 5 Panzer und ein
gegnerisches Sturmgeschütz vernichtet und der Angriff zum Stehen gebracht
werden. Daraufhin unterstellte sich Berg eine rumänische Reservekompanie und
eroberte die alte Hauptkampflinie zurück. Dann stiess er dem Gegner mit seiner
Batterie nach. An diesem Tag schoss die 2. Batterie ihren 55. Panzer ab, wobei
Berg selbst 12 abschießen konnte.
Für diesen Einsatz wird Berg am 06.04.1944 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet,
das ihm am 21.04.1944 in Sewastopol durch den Generaloberst Jaenecke
überreicht wurde.
Am 07.09.1944 besuchte er dann einen Lehrgang für Abteilungs-Führer an der
Sturmgeschützschule Burg. Dem dann am 20.11.1944 die Ernennung zum Führer der
Sturmgeschütz-Brigade 191 folgt. Als solcher gerät er am 08.05.1945 in
amerikanische Gefangenschaft, aus der er am 28.06.1945 entlassen wird.
Karl-Erich Berg verstarb am 10.06.2001 in Hamburg.
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

Buchhinweise:
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