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Ritterkreuzträger Rolf Bering
Major, Artillerie

        
Rolf Bering wurde am 20.06.1912 in Bochum geboren und trat
am 05.04.1934 der 2. Batterie des 6. (Preuß.) Artillerie-Regiments in Münster
bei. Unter Ernennung zum Fahnenjunker-Gefreiten, wird Bering am 01.10.1934 in
die 7. Batterie versetzt und wird am 14.01.1935 zum Fähnrichs-Lehrgang an die
Kriegsschule München kommandiert.
Dem schloss sich vom 02.11.1935 bis zum 12.02.1936 eine Kommandierung zum
Waffen-Lehrgang für Oberfähnriche der Artillerie nach Jüterbog an. So kommt er
am 13.02.1936 in die 3. Batterie des Artillerie-Regiments 16, bzw. am 26.02.1936
in die 4. Batterie nach Hamm in Westfalen, wo er am 20.04.1936 zum Leutnant
befördert wird.
Vom 10.06. bis zum 04.07.1937 nimmt er an einem Fahr- und Geräte-Lehrgang an der
Kavallerieschule Hannover teil und kommt am 12.10. als Führer des Stabes der
III. Abteilung zurück zum Artillerie-Regiment 16.
Ab 01.04.1938 Chef der 8. Batterie in Soest und am 31.03.1939 zum Oberleutnant
befördert, nimmt er am Frankreich-Feldzug teil und wird am 01.08.1940 Chef der
2. Batterie des Artillerie-Regiments 76. Als solcher wird er während des
Russland-Feldzuges, am 20.07.1941, verwundet und nach seiner Genesung, sowie
Beförderung zum Hauptmann am 15.02.1942, am 02.11.1942 an die Schule für
Schnelle Truppen nach Jüterbog kommandiert. Dem schließt sich vom 16.11. bis zum
12.12.1942 eine Kommandierung zur Abteilungsführerschule für Schnelle Truppen
beim OB West in Paris an. Bering wurde bereits am 28.08.1941 zum Ritterkreuz
vorgeschlagen, nachdem er sich als Bataillonsführer der infanteristisch
eingesetzten teile des Regiments hervorgetan hatte. Anstatt des Ritterkreuzes
erhielt er jedoch das Deutsche Kreuz in Gold.
So ausgebildet übernimmt er am 27.12.1942 den Posten des Verbindungs-Offiziers
beim Regiments-Stab und des Führers der II. Abteilung des nunmehrigen
Panzer-Artillerie-Regiments 76.
Für die Dauer der Erkrankung des Abteilungs-Kommandeur übernimmt Bering am
15.02.1943 die Führung der II. Abteilung und wird am 03.03.1943 zum Führer der
I. (SF) Abteilung des Regiments, bzw. am 01.04.1943 zum Kommandeur ernannt.
Außerdem erfolgte dort am 08.10.1943 die Beförderung zum Major. Für die
Verteidigung der Ortschaft Woludrinzy, westlich von Proskurow, wird Bering im
Ehrenblatt des Heeres genannt. Durch das Halten des Ortes wurde die Strasse
Proskurow-Kamenez-Podolsk offen gehalten.
Als solcher wechselt er am 24.05.1944 als Inspektionschef an die Schule für
Fahnenjunker der Artillerie in Mourmelon-Suippes und Großborn, bzw. ab dem
23.06.1944 an der Fahnenjunkerschule Suipppes. Diese Schule bildete dann das
Fähnrichs-Regiment 1 der Schule für Fahnenjunker der Artillerie der Division "Märkisch
Friedland" und Bering übernimmt am 22.01.1945 die Führung. Mit seinem
Regiment kommt er bei Schneidemühl zum Einsatz und wurde im westlichen Vorfeld
der Ortschaft im Rücken angegriffen. Mit Teilen des ihm unterstellten
Alarm-Bataillons 94 (Köslin) brachte er am 29.01.1945 den russischen Vormarsch
zum Stehen. Dafür wurde er am 11.03.1945 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.
Bering wird dann mit Wirkung vom 05.03.1945 mit der Führung der
Panzer-Haubitzen-Ersatz-und Ausbildungs-Abteilung 201 in Horchowitz beauftragt
und fungiert vom 08.05. bis zum 10.05.1945 als Parlamentär bei Wlassow. Dort
gerät er dann in tschechische Gefangenschaft und am 14.05.1945 im Lager Pilsen
in amerikanische Gefangenschaft überstellt, aus der er am 22.05.1945 entlassen
wird. Erst im Jahre 1955 erfuhr er von der Verleihung des Ritterkreuzes.
Rolf Bering verstarb am 02.08.1993 in Wuppertal.
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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