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Ritterkreuzträger Julius von Bernuth
Generalmajor

Eisernes Kreuz I. Klasse am 25.09.1941Eisernes Kreuz II. Klasse am 28.06.1940

Julius Hans Camillo Friedrich Leo Ludwig von Bernuth wurde am 12.08.1897 in Metz in Lothringen geboren, besuchte die Kadettenanstalt Karlsruhe und dann die Haupt-Kadettenanstalt Berlin-Lichterfelde, um dann am 10.08.1914 als Fahnenjunker dem 1. Großherzoglich-Hess. Leibgarde-Infanterie-Regiment Nr. 115 beizutreten. Am 27.08.1914 erfolgte die Überweisung zum Regiment ins Feld, wo er am 08.10.1914 zum Leutnant ohne Patent befördert wurde.
Am 27.11.1914 zum Feld-Bataillon 7 versetzt, kommt von Bernuth am 03.02.1915 in das Reserve-Infanterie-Regiment 254 und von dort am 18.03.1915 zum Infanterie-Regiment 115. Ab dem 05.06.1915 in der Ersatz-Brigade 49, kommt er am 28.02.1917 zunächst in das Infanterie-Regiment 365 und kehrt dann am 13.12.1918 wieder zum Infanterie-Regiment 115 zurück.
Mit Ende des Krieges tritt er am 04.03.1919 dem hessischen Freikorps-Infanterie-Regiment 115 bei und kommt am 01.10.1919 in das Reichswehr-Schützen-Regiment 35, bzw. am 01.06.1920 in das Reichswehr-Infanterie-Regiment 22.
Am 01.01.1921 erfolgte die Versetzung in die 16. Kompanie des 15. Infanterie-Regiment, wo er am 01.04.1925 zum Oberleutnant befördert wurde.
Vom 01.03.1926 bis zum 29.08.1931 an der Infanterieschule, kommt er am 01.10.1928 gleichzeitig in den Stab der 7. Division bzw. ab dem 01.10.1930 bei der 6. Division, wo er eine Führergehilfen-Ausbildung erhalt und am 01.04.1931 zum Hauptmann befördert wird. Als Lehrer and er Infanterieschule München erhält er am 10. Jahrestag des Marsches auf die Feldherrnhalle den Blutorden.
Am 29.08.1931 kommt er in den Stab des Infanterieführers II und von dort am 07.03.1932 ins Reichwehr-Ministerium (T 4). Am 01.10.1934 wird er zum Chef einer Kompanie im Infanterie-Regiment München ernannt und ist ab dem 15.10.1935 Chef der 2. Kompanie im Gebirgsjäger-Regiment 100, wo er am 01.01.1936 zum Major befördert wird.
Von Bernuth wechselt dann am 07.03.1936 als Ia in den Stab der 17. Infanterie-Division und wird am 01.08.1937 zum Taktiklehrer an der Kriegsakademie bestimmt, wo er am, 01.01.1939 zum Oberstleutnant im Generalstab befördert wird.
Vom 10.08.1939 bis zum 15.10.1939 Ia und O 1 im Panzerverband Ostpreußen, auch Panzer-Division Kempf genannt, übernimmt er am 15.03.1940 den Posten des Chefs des Generalstabes des XV. Armee-Korps (mot.). In Abwesenheit des Kommandierenden Generals Hermann Hoth übernahm von Bernuth am 22.05.1940 die nötige Abwehr des Versuches über Cambrai und Arras in Richtung Bapaume durchzubrechen und beeinflusste so durch sein Eingreifen den Kriegsfluss entscheidend. Am 05.08.1940 erhielt er dafür das Ritterkreuz.
Nach Ende der Kampfhandlungen im Westen wird er am 26.10.1940 zum Chef der 4. (Ausbildungs-) Abteilung im Generalstab des Heeres ernannt und ist ab Juni 1941 Verbindungsoffizier des OKH zur Heeresgruppe Süd und wird zwischendurch am 01.12.1940 zum Oberst i.G. befördert.
Ab dem 10.01.1942 Chef des Stabes der 4. Armee und dort am 01.04.1942 zum Generalmajor befördert, startete er am 12.07.1942 gegen 15.30 Uhr vom Armee-Hauptquartier zu einem Flug zum XXXX. Armee-Korps. Nach der späteren Untersuchung wurde zunächst festgestellt, daß der zu überfliegende Raum feindfrei gewesen sein muss. Da von Bernuth bis zum nächsten Tag nicht von diesem Flug zurückkehrte befürchtete man Schlimmeres und sandte Suchtrupps aus. Am 14.07.1942 fand der Ib der 79. Infanterie-Division bei Ssochkranaja den abgestürzten Fieseler Storch und in dessen Nähe die Leiche von Bernuths und des Piloten Oberfeldwebel Linke. Anscheinend war das Flugzeug durch Erdbeschuss zum Landen gezwungen und beide Insassen durch Kopfschuss umgebracht worden. Beide Soldaten wurden am 16.07.1942 auf dem Friedhof Frolowskij beigesetzt.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Leutnant 08.10.1914   Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 05.08.1940
Oberleutnant 01.04.1925   Eisernes Kreuz II. Klasse - 1. WK ?
Hauptmann 01.04.1931   Eisernes Kreuz I. Klasse - 1. WK ?
Major 01.01.1936   Spange zum Eisernen Kreuz II. Klasse ?
Oberstleutnant i.G. 01.01.1939   Spange zum Eisernen Kreuz I. Klasse ?
Oberst i.G. 01.12.1940   Kriegsverdienstkreuz 2. Klasse mit Schwertern ?
Generalmajor 01.04.1942   Verwundetenabzeichen in Schwarz - 1. WK ?
      Großherzoglich-Hessische Tapferkeitsmedaille ?
      Ehrenkreuz für Frontkämpfer ?
      Dienstauszeichnung Heer I. Klasse ?
      Medaille für Erinnerung an den 13.03.1938 ?
      Medaille für Erinnerung an den 01.10.1938 ?
      Blutorden ?

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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