Ritterkreuzträger
Franz Xaver Betz
Feldwebel, Infanterie







Franz Betz wurde am 28.10.1917 in Grafenwiesen im kreis
Kötzting im Bayerischen Wald geboren.
Nach dem Dienst in der RAD-Abteilung 7/305 in Kempten vom 01.11.1937 bis zum
28.03.1938 tritt er am 18.11.1938 der 7. Kompanie des Infanterie-Regiments 41
in Amberg bei.
Nach der Teilnahme am Einmarsch in Böhmen und Mähren, nimmt er am Polen und
Frankreich-Feldzug teil.
Er besucht dann vom 13.12.1939 bis zum 21.12.1939 einen
Unteroffiziers-Lehrgang und absolviert dann vom 02.09.1940 bis zum 21.09.1940
eine Unterführer-Ausbildung.
Mit Beginn des Russland-Feldzuges wird er am 15.07.1941 durch ein
Infanteriegeschoss am Oberschenkel verletzt und gehört ab dem 16.07.1941 zur
Genesenden-Kompanie des Infanterie-Ersatz-Bataillons 41 in Amberg.
Nach der Versetzung zur 1. Kompanie des Ersatz-Regiments kommt er am
03.10.1941 zurück zu seiner Frontkompanie des nunmehrigen Infanterie-Regiments
(mot.) 41. Dort erkrankt er am 18.12.1941 und kommt wieder zum
Infanterie-Ersatz-Bataillon (mot.) 41.
Am 18.06.1942 erfolgte die Versetzung nach Amberg zur 2. Kompanie des
Feld-Ersatz-Bataillons 10/6. Von dort kommt er am 01.07.1942 wieder zu seiner
7. Kompanie an die Front.
Während am 22.08.1942 das Regiment in schweren Abwehrkämpfen im Frontbogen
Rshew stand, gehen 7 gegnerische Panzerkampfwagen gegen die Front der 7.
Kompanie bei Weckschino vor. Der Zugführer Unteroffizier Betz geht gegen 5 der
Panzer mit Wurfminen vor und vernichtet diese im Nahkampf. Während der
Ausschaltung des 5. wird er erneut am Oberschenkel verwundet und geht dennoch
den 6. Panzer an. Trotz Vernichtung auch des 6. Panzer wird Betz so schwer
verwundet, dass er kurz darauf an seinen Verwundungen stirbt.
Für diese außergewöhnlich, tapfere Tat wird Franz Xaver Betz am 30.08.1942 als
Zugführer in der 7. Kompanie des Infanterie-Regiments (mot.) 41 posthum mit dem
Ritterkreuz ausgezeichnet. Weiterhin wird ihm der Dienstgrad eines
Feldwebels verliehen.
Das Ritterkreuz wird seinem Schwiegervater am 05.09.1942 durch einen
Oberstleutnant des Wehrbezirkskommandos Straubing überreicht.