Heinz Günter Beutler wurde am 23.12.1915 in Stettin
geboren und besuchte von 1921 bis 1929 die Volksschule und dann bis 1933 die
Fachschule für das Baugewerbe.
Beutler trat dann anschliessend am 01.04.1933 der 1. Schwadron des
Reiter-Regiments 4 als Berufsoffizier bis voraussichtlich zum 01.12.1942 bei.
Am 15.10.1935 erfolgte die Versetzung in die 1. Kompanie des Panzer-Regiments
6, bzw. am 12.101937 in die 2. Kompanie des Panzer-Regiments 10. Im Zuge der
Allgemeinen Mobilmachung kommt Beutler am 26.08.1939 in die leichte
Panzer-Ersatz-Kompanie 10 und von dort am 20.10.1939, nach dem Polen-Feldzug,
als Zugführer in die 5. Kompanie des Panzer-Regiments 10. Mit dieser nimmt er
am West- und Balkan-Feldzug, sowie am Feldzug gegen die Sowjetunion teil. Dort
am 16.05.1942 in die 9. Kompanie des Panzer-Regiments 2 versetzt und am
04.08.1942 zum Offiziersanwärter ernannt, wird er am 18.09.1942 durch einen
Granatsplitter am Kopf und am rechten Unterschenkel verwundet, kann aber bei
der Truppe verbleiben.
Am 23.09.1942 erfolgte durch das Offizierskorps des Panzer-Regiments 2 die
Wahl zum Offizier. Doch fünf Tage später wird er erneut durch einen
Granatsplitter verwundet.
Am 09.12.1942 zum Leutnant befördert, wird Beutler am 15.03.1943 zur 4.
Kompanie des Regiments versetzt und wird dort am 10.10.1943 durch einen
Granatsplitter leicht am Kopf, dem linken Unterarm und an der Hüfte verwundet.
Am 12.10.1943 ins Lazarett verlegt, kommt Beutler ab dem 29.11. zunächst ins
Reservelazarett III nach Litzmannstadt und dann bis zum 08.04.1944 in das
Reservelazarett Görnau.
Wieder genesen kommt er als Zugführer am 17.02.1944 zur
Panzer-Ersatz-Abteilung 1 und von dort am 21.03.1944 als Führer der 3.
Panther-Kompanie zum Panzer-Regiment 2. Am 21.06.1944 wird er dann zum Chef
der Kompanie ernannt, der er bis zum Kriegsende bleibt.
Nachdem Mitte Januar 1945 die Weichselfront zusammenbrach, fasste die 16.
Panzer-Division den selbstständigen Entschluss in den Brückenkopf Morawica
durchzubrechen und anschliessend Zarna-Nida mit Front nach Süden zu halten.
Die gepanzerte Gruppe kämpfte sich aus Richtung Szezcno nach Westen zurück und
trat zusammen mit dem SPW-Bataillon II./Panzer-Grenadier-Regiment 64, mit über
50 Panzern zum Durchbruch auf den Brückenkopf an. Beutler übernahm zusammen
mit der Kompanie Werner die Spitze und erreichte die Linie der 16.
Panzer-Division. Der Brückenkopf wurde gehalten bis sich die Reste der 17.
Panzer-Division und des Panzer-Grenadier-Regiment 79 nach Morawica
durchgeschlagen hatten. So gelang in der Nacht zum 15.01.1945 die Vereinigung
beider Kampfgruppen.
Oberleutnant Beutler zeichnete sich dabei durch persönliche Tapferkeit im
Besonderen aus und war so mit verantwortlich das das XXIV. Panzer-Korps im
wandernden Kessel der Durchbruch nach Westen schaffte. Beutler erhielt dafür
am 14.02.1945 das Ritterkreuz.