Arnold Christian Rüdiger Joseph Maria Freiherr von Biegeleben wurde am
16.04.1883 in Hannover geboren und trat am 29.03.1901 als Fahnenjunker dem 1.
Großherzoglich Hessischen Feld-Artillerie-Regiment Nr. 25, des Großherzoglichen
Artillerie-Korps, bei. Bis 1905 gehörte er zeitweilig zur 3., 1. und 5. Batterie
und wurde am 10.02.1905 zur Feld-Artillerie-Schiessschule kommandiert, aus der
er am 31.05.1905 zurückkehrte und ab 1906 als Adjutant der II. Abteilung
Verwendung fand.
Im Jahre 1908 wird er Adjutant des Regiments und kämpft mit diesem an der
Westfront, dabei u.a. an der Maas, bei Reims, bei Verdun und an der Aisne, sowie
in Flandern, an der Somme und bei Cambrai. Während dieser Kämpfe wird er am
14.10.1914 zum Führer einer Batterie des Regiments ernannt und übernimmt am
01.02.1917 die Führung der II. Abteilung.
Nachdem er mit Kriegsende als Adjutant im Generalkommando zum VI. Reserve-Korps
wechselte, wird er am 29.03.1920 als Hauptmann zum Reiter-Regiment 6 versetzt
und am 15.06.1921 zum Eskadronschef ernannt. Diesen Posten behält er auch nach
der Umbenennung des Regiments in 6. (Preuß.) Reiter-Regiment.
Am 01.02.1925 wechselt er in den Stab der 1. Kavallerie-Division nach
Frankfurt/Oder, bzw. ab dem 01.04.1939 des 15. (Preuß.) Reiter-Regiments nach
Paderborn, wo er laut Rangliste vom 01.05.1929 bei der 6. und später bei der 4.
Eskadron geführt wird.
Am 01.10.1931 übernimmt er das Kommando über das 15. (Preuß.) Reiter-Regiment,
bzw. am 01.05.1935 über das Kavallerie-Kommando Hannover.
Nachdem er am 21.02.1936 das Kommando über die 2. Kavallerie-Brigade übernahm,
wird er am 01.04.1936 Höherer Kavallerie-Offizier 2 und am 12.10.1937 Höherer
Kavallerie-Offizier 4.
Mit Wirkung vom 01.03.1938 zum Kommandeur der 6. Infanterie-Division ernannt,
sichert er mit dieser zunächst den Westwall und nimmt dann am Westfeldzug teil.
Dort überschritt er am 09.06.1940 als erster und einzigster Verband der
Wehrmacht nachmittags die Seine bei les Andelys unterhalb von Paris und
zerschlug somit die Errichtung einer Verteidigungsstellung an diesem Fluss.
Weiterhin wurde damit das Halten von Paris unmöglich gemacht. Dafür erhielt er
am 05.08.1940 das Ritterkreuz.
Nach Feldzugende verstirbt Arnold von Biegeleben am 11.10.1940 an einem
Herzschlag in Jullouville, acht Kilometer südostwärts Granville. Er ruht heute
auf der Kriegsgräberstätte in La Cambe (Frankreich).