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Ritterkreuzträger Bruno Bieler
General der Infanterie

Bruno Richard Karl Bieler wurde am 18.06.1888 in Gumbinnen in Ostpreußen geboren und trat zunächst dem Kadetten-Korps bei. Am 14.03.1907 trat er so als char. Fähnrich dem Füsilier-Regiment 33 bei und besucht 1907 die Kriegsschule in Anklam.
Zu seinem Regiment zurückgekehrt über nimmt er dort, im Ostpreuß. Füsilier-Regiment "Graf Roon" Nr. 33, vom 01.10.1912 bis zum 20.12.1914 den Posten eines Bataillons-Adjutanten und Gerichts-Offiziers. An der Ostfront im Einsatz wird Bieler am 21.12.1914 Regimentsadjutant und am 31.07.1916 zum Generalkommando des I. Armee-Korps kommandiert. Dorthin erfolgte dann auch am 05.08.1916 die Versetzung als Ordonnanz-Offizier.
Vom 04.12. bis zum 09.12.1916 zum 6. Lehrgang an die Heeresgasschutzschule kommandiert. Zwischenzeitlich war er am 07.12.1916 in der Stellung eines Ordonnanz-Offiziers des Generalkommandos I, unter Belassung seiner bisherigen Uniform in eine Generalstabsstelle des General-Kommandos des XXV. Reserve-Korps versetzt worden. Weiterhin erfolgte dann am 06.03.1917 die Versetzung in eine Generalstabsstelle der 5. Kavallerie-Division, sowie am 16.06.1917 der 87. Infanterie-Division.
Vom 10.07.1917 wird er als Kompanie-Führer zum Infanterie-Regiment 345 kommandiert und vom 10.08.1917 als Batterie-Führer zum Feld-Artillerie-Regiment 87. Dem schloss sich am 25.08.1917 die Kommandierung zur 77. Reserve-Division und am 01.09.1917 als Ia in den Unterabschnitt Nowo an.
Am 07.12.1917 in eine Generalstabsstelle im Stab des Oberbefehlshabers Ost versetzt, nimmt Bieler vom 10.01. bis zum 08.02.1918 am 6. Generalstabs-Lehrgang in Sedan teil und wird am 27.02.1918 unter Beibelassung seiner Dienststellung beim Oberbefehlshaber Ost in den Generalstab der Armee versetzt. Am 20.04.1918 jedoch wird er wiederum unter Weitergewährung der Feldbesoldung zu den Offizieren der Armee versetzt und dem Chef der Generalstabes des Heeres zur besonderen Verwendung zugeteilt.
Am 12.05.1918 erfolgte dann erneut die Versetzung in den Generalstab der Armee, unter Überweisung in den Stab des Chefs des Generalstabes. Mit Wirkung vom 01.02.1919 in den Großen Generalstab versetzt, wird Bieler mit Wirkung vom 01.10.1919 zum Reichswehr-Ministerium kommandiert und am 24.11.1919, mit Wirkung vom 01.10.1919, dorthin, als Hilfs-Offizier, versetzt.
Dann mit Wirkung zum 01.10.1920 in den Generalstab des Gruppen-Kommandos I unter Abkommandierung zum Reichswehr-Ministerium kommandiert, wird er mit Wirkung vom 15.04.1921 der Kommandierung zur Dienstleistung beim Reichswehr-Ministerium enthoben und verbleibt zunächst im Truppenamt des Reichswehr-Ministeriums.
Mit Wirkung vom 10.09.1921 erfolgte dann die Versetzung ins Reichswehr-Ministerium und die planmäßige Einreihung in eine Referentenstelle. Dort unternimmt er vom 30.09. bis zum 16.10.1921 eine Übungsreise in Ostpreußen unter Leitung des Chefs der Ausbildungs-Abteilung im Reichswehr-Ministerium.
Mit Wirkung vom 01.03.1922 in den Generalstab des Gruppen-Kommandos 1 versetzt, scheidet er Ende Februar 1922 aus der planmäßigen Referentenstelle aus, wird aber mit Wirkung vom 01.04.1922 wieder ins Reichswehr-Ministerium versetzt.
Mit Wirkung vom 01.10.1923 wird er zum Chef der 3. Kompanie des 7. (Preuß.) Infanterie-Regiments ernannt und mit Wirkung vom 01.04.1927 in den Stab der 3. Division versetzt, wo er vom 02.05. bis zum 14.05.1927 an einer Wehrkreis-Übungsreise teilnimmt.
Mit Wirkung vom 01.10.1927 erfolgte die Versetzung in den Stab des Infanterie-Führers III, sowie mit Wirkung vom 01.04.1928 die Rückversetzung in den Stab der 3. Division.
Vom 10.05. bis zum 24.05.1928 nimmt er an einer Wehrkreis-Übungsreise im Raum Stralsund-Demmin teil und erhält mit Wirkung vom 01.10.1929 die Versetzung in die T1-Abteilung des Reichswehr-Ministeriums, unter gleichzeitiger Kommandierung zur Marine-Leitung. Weiterhin erfolgte mit Wirkung vom 01.10.1932 die Versetzung in den Stab des Infanterie-Führers I.
Ab dem 01.10.1933 in der Wehr-Gau-Leitung Allenstein, übernimmt Bieler am 15.10.1935 das Kommando über das Infanterie-Regiments 55 in Würzburg und wird am 12.10.1937 zum Chef des Generalstabes des II. Armee-Korps ernannt, mit dem er am Polen-Feldzug teilnimmt.
Mit Wirkung vom 29.09.1939 zum Kommandeur der 73. Infanterie-Division ernannt, nimmt er mit dieser am West- und Balkan-Feldzug teil, sowie am Einmarsch in die Sowjetunion. Nachdem sich der bereits überholte Gegner am 12.08.1941 im Raum Nemerlejeff erneut zum Widerstand sammelte, leitete Bieler, mit seinem Gefechtsstand unmittelbar in der Nähe, die Kämpfe gegen diese Feindtruppen und vernichtete durch überlegene Führung und kühnen Entschlüssen den Gegner bis zum 14.08.1941. Dafür erhielt er als Generalleutnant und Kommandeur der 73. Infanterie-Division am 26.10.1941 das Ritterkreuz.
Am 07.11.1941 mit Wirkung vom 29.10.1941 mit der Führung des XXXXII. Armee-Korps beauftragt, setzt sich der Oberbefehlshaber der 11. Arme für einen kurzen Erholungsurlaub Bielers ein, der durch Generalleutnant Graf Sponeck vertreten wird.
Mit Wirkung vom 01.01.1942 bis zum 27.10.1942 übernimmt Bieler den Posten des Kommandierenden Generals des VI. Armee-Korps. Zwischendurch begibt er sich vom 09.04. bis zum 14.05.1942 auf eine Reise nach Bad Nauheim, währenddessen er durch  Generalmajor Weiss, Kommandeur der 26. Infanterie-Division, vertreten wird. In dieser Reise erkrankt kommt er ab dem 15.04.1942 ins Kur-Lazarett Bad Nauheim und wird vom 16.05. bis zum 26.05.1942 dem Wehrkreis-Kommando II in Stettin zur Wiederherstellung der Gesundheit unterstellt.
Mit Wirkung vom 01.11.1942 in die Führer-Reserve versetzt, wird er mit Wirkung vom 16.11.1942 Kommandierender General des LXXXVI. Armee-Korps. Von dort kommt er für den Zeitraum 04.02. bis zum 09.06.1943 ins Lazarett Baden-Baden, dann Freiburg und später Bühlerhöhe. Möglich erscheint zu jener Zeit am 01.05.1943 die Ernennung zum Militärbefehlshaber Nord in Frankreich. Darüber existieren jedoch keine amtlichen Dokumente.
Nach der Kommandierung in den Stab des XI. Generalkommandos, am 09.08.1943, wird er mit Wirkung vom 15.08.1943 zum stellvertretenden Kommandierenden General und Befehlshaber im Wehrkreis XI ernannt und wird dann mit Wirkung vom 09.08.1943 in den Stab des stellvertretenden General-Kommandos des XI. Armee-Korps kommandiert.
Vom 15.08. bis zum 04.09.1944 im Lazarett in Bad Pyrmont, bestimmt am 17.10.1944 der Reichsführer-SS H. Himmler, das der Befehlshaber im Wehrkreis XI, Bruno Bieler, in der nächsten Zeit ersetzt werden soll. Als Nachfolger wird der General der Infanterie Lichel vorgeschlagen. Somit erfolgte mit Wirkung vom 01.12.1944 die Versetzung in die Reserve, wo für ihn ab dem 04.02.1945 keine weitere Verwendung mehr vorgesehen wurde. Mit Wirkung vom 30.04.1945 erfolgte, unter Verleihung des Rechts zum Tragen der bisherigen Uniform, die Entlassung aus dem aktiven Wehrdienst.
Bruno Bieler verstarb am 22.03.1966 in Dorfmark in Niedersachsen.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

char. Fähnrich 14.03.1907 Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 26.10.1941
Fähnrich 18.11.1907 m. Patent v. 18.11.1907 Eisernes Kreuz II. Klasse - 1. WK 17.09.1914
Leutnant 18.08.1908 m. Patent v. 18.08.1908 D2d Eisernes Kreuz I. Klasse - 1. WK 15.12.1914
Oberleutnant 25.02.1915 -I1097- m. Patent v. 25.02.1915 D16d Eisernes Kreuz II. Klasse 12.09.1939
Hauptmann 28.11.1917 -I2001- m. Patent v. 28.11.1917 A Eisernes Kreuz I. Klasse 30.09.1939
Hauptmann 01.02.1922 -134- neues Rw-RAD v. 28.11.1917 (2) Deutsches Kreuz in Gold 20.11.1942
Major 01.04.1929 -10- m. Wirk. v. 01.04.1929 (RDA v. 01.02.1928 (27a)) Dienstauszeichnung I. Klasse 02.10.1936
Oberstleutnant 01.10.1932 -1800- m. Wirk. v. 01.10.1932 (RDA v. 01.10.1932 (19)) Hamburger Hanseatenkreuz 23.02.1918
Oberst 01.10.1924 -2700- m. Wirk. v. 01.10.1934 (RDA v. 01.10.1934 (7)) Bayr. Militär-Verdienstorden 4. Klasse mit Schwertern 20.04.1918
Generalmajor 28.02.1938 -1200- m. Wirk. v. 01.03.1938 (RDA v. 01.03.1938 (8)) Preuß. Verdienstkreuz für Kriegshilfe 04.11.1919
Generalleutnant 29.02.1940 -1500- m. Wirk. v. 01.03.1940 (RDA v. 01.03.1940 (2)) Schlesischen Bewährungsabzeichen II. Stufe 01.09.1921
General der Infanterie 17.12.1941 -6340- m. Wirk. v. 01.10.1941 (RDA v. 01.10.1941 (1d)) Schlesischen Bewährungsabzeichen I. Stufe 30.09.1921
Ehrenkreuz für Frontkämpfer 14.01.1935
Medaille Winterschlacht im Osten 15.07.1942
Krimschild 23.08.1942
Komturkreuz II. Klasse des Kgl. Schwedischen Schwertordens 22.04.1938

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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