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Ritterkreuzträger Otto Bierlin
Major, Füsiliere

      
Otto Bierlin wurde am 13.03.1915 in Ittlingen im Kreis Heidelberg geboren und
trat am 01.04.1933 der 5. Schwadron des Reiter-Regiments 18 bei, die am
01.10.1934 in 3. Schwadron umbenannt wurde.
Nach der Versetzung in den Stab der I. Abteilung, am 01.02.1937, wird er vom
26.08.1939 bis zum 15.07.1940 Ordonnanz-Offizier im Stab der
Aufklärungs-Abteilung 25, mit der er am Westfeldzug teilnahm. Ab dem 01.04.1940
war zeitgleich auch Zugführer in der Reiter-Schwadron der Abteilung und wurde am
31.05.1940 zum Offizier gewählt.
Am 16.07.1940 als Zugführer in die Reiter-Schwadron versetzt, kommt Bierlin am
13.11.1940 in die Aufklärungs-Abteilung 125 und übernimmt dort den Posten eines
Zugführers in der Reiter-Schwadron, mit der er ab dem 23.06.1941 am Ostfeldzug
teilnimmt und am 09.12.1941 die Führung der Schwadron übernimmt. Mit dem
01.05.1942 ist er dann Chef der Schwadron deren Abteilung zeitweise in
Radfahr-Abteilung 125 umbenannt wurde. Dabei übernimmt er vom 01.09. bis zum
27.10.1942 die Führung einer Kampfgruppe der Abteilung, bis er durch einen
Lungenschuss schwer verwundet und ins Lazarett verlegt wird. Dabei etatmäßig der
Radfahr-Ersatz-Abteilung 18 zugeteilt, besucht er vom 12.04. bis zum 08.05.1943
einen Abteilungs-Führer-Lehrgang an der Abteilungs-Führer-Schule der
Panzertruppen in Paris und wird dann am 30.06.1943 in die Führer-Reserve
versetzt.
Am 30.07.1943 wird er mit dem Aufbau und der Führung der Aufklärungs-Abteilung
335 beauftragt, deren Kommando er mit Wirkung vom 15.08.1943 übernimmt.
Am 29.08.1943 bei Taranowka erneut schwer verwundet, als er einen Durchschuss
durch den linken Mittelfuss, unter Zertrümmerung sämtlicher Mittelfussknochen,
erleidet, kommt er ins Lazarett und wird erneut etatmäßig der
Radfahr-Ersatz-Abteilung 18 unterstellt. Wieder genesen wird er am 25.02.1944,
mit Wirkung vom 10.01.1944, in die Führer-Reserve versetzt und vom 01.06. bis
zum 10.07.1944 zur Aufklärungs-Ersatz-Abteilung 1 kommandiert.
Danach mit Wirkung vom 10.07.1944 mit dem Kommando über das
Divisions-Füsilier-Bataillon (AA) 35 beauftragt. In der Ausübung seines
Kommandos wird er am 25.08.1944 durch einen Granatsplitter im linken
Oberschenkel, am 14.0.1944 durch einen Granatsplitter in der linken Wange und am
30.10.1944 erneut durch einen Granatsplitter im linken Oberschenkel verwundet,
kann aber bei der Truppe versorgt werden. In den Beurteilungen seiner
Vorgesetzten loben ihn diese für die bisher bestandenen Gefechte und höchste
persönliche Tapferkeit. Besonders zeichnete er sich aus, während die 35.
Infanterie-Division im Herbst 1944 am unteren Narew vor dem russischen
Brückenkopf Pultusk lag. Dabei gelang es ihm sämtliche Angriffe des Gegners zu
unterbinden. Dafür erhielt er am 26.11.1944 das Ritterkreuz als Rittmeister und
Kommandeur des Divisions-Füsilier-Bataillons (AA) 35.
Am 04.03.1945 erneut, diesmal schwer verwundet, erliegt er am 06.03.1945 dieser
Verwundung auf dem Hauptverbandsplatz Lamenstein im Kreis Danzig, 20 Kilometer
nordwestlich Dirschau, seinen Verletzungen.
Am 08.03.1945 geht noch ein Fernspruch in der Division ein, der besagt, dass
Major Bierlin mit Wirkung vom 10.03.1945 in die Führer-Reserve des OKH zu
versetzen sei, unter gleichzeitiger Kommandierung zum Stab der Heeresgruppe
Weichsel, Abteilung IIa, zwecks Ausbildung für den 20. Lehrgang für Höhere
Adjutanten. Zeitpunkt der Versetzung war für den 10.04.1945 angesetzt. Dieser
Befehl wird aufgrund des Todes Bierlins am 30.03.1945 aufgehoben.
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Beförderungen |
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Auszeichnungen |
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Gefreiter |
01.10.1934 |
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Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes |
26.11.1944 |
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Unteroffizier |
01.11.1935 |
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Eisernes Kreuz II. Klasse |
18.05.1940 |
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Wachtmeister |
01.07.1938 |
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Eisernes Kreuz I. Klasse |
18.06.1940 |
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Oberwachtmeister |
01.10.1939 |
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Dienstauszeichnung IV. Klasse |
01.04.1937 |
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Offiziers-Anwärter |
21.05.1940 ernannt |
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Deutsches Kreuz in Gold |
29.11.1942 |
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Leutnant |
21.08.1940 -5340 m. Wirk. v. 01.06.1940 (RDA v. 01.10.1939 (221)) |
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Allgemeines Sturmabzeichen |
14.12.1941 |
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Oberleutnant |
16.03.1942 -1710- m. Wirk. v. 01.04.1942 (RDA v. 01.04.1942 (2401c)) |
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Medaille Winterschlacht im Osten |
05.09.1942 |
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Oberleutnant |
01.10.1942 zu den aktiven Truppenoffizieren des Friedensheeres überführt
(RDA v. 01.04.1942 (2401)) |
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Nahkampfspange in Bronze |
13.09.1944 |
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Rittmeister |
30.04.1943 -2910- m. Wirk. v. 01.04.1943 (RDA v. 01.04.1943 (140)) bzw.
Hauptmann |
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Verwundeten-Abzeichen in Gold |
03.11.1944 |
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Major |
15.01.1945 -202- m. Wirk. v. 01.11.1944 (RDA v. 09.11.1944 (142)) |
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EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

Buchhinweise:
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