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Ritterkreuzträger Lothar Freiherr von Bischoffshausen
Oberst, Panzergrenadiere

       
   
Lothar William Mordian Freiherr von Bischoffshausen wurde am
20.02.1897 in Witzenhausen an der Werra in Hessen-Nassau geboren und trat am
28.09.1914, als Fahnenjunker, der Ersatz-Eskadron des 1. (Brandenburgischen)
Dragoner-Regiments Nr. 2 in Schwedt an der Oder bei. Nach seiner
Grundausbildung erfolgte am 16.01.1915 die Versetzung zum Regiment ins Feld,
dort am 07.07.1915 erkrankt und bis zum 04.08.1915 im Lazarett, wo er
zwischendurch beurlaubt wurde, kehrt er zum Regiment zurück. Nach Kämpfen in
Russland und Rumänien, sowie nach der Verlegung an die Westfront, wird von
Bischoffshausen vom 08.04. bis zum 23.04.1917 zum Wirtschafts-Kommando nach
Westfalen kommandiert und nimmt dann vom 16.07. bis zum 28.07.1917 am 17.
Lehrgang für Stosstrupps an der Unterführerschule in Saarburg teil. Dem
schloss sich dann vom 10.12. bis zum 15.12.1917 der 1. Lehrgang der
Heeresgasschutzschule A.A.A. an.
Mit Wirkung vom 18.01.1918 zur Abteilung Bülow kommandiert, kehrt er mit
Wirkung vom 22.04.1918 zum Regiment zurück und übernimmt dort vom 01.05. bis
zum 13.05., sowie vom 04.09. bis zum 12.09.1918 die stellvertretende Führung
der 3. Eskadron. Am 12.08.1918 bei Gouzeaucourt leicht verwundet, kommt er bis
zum 15.09.1918 in das Kriegs-Lazarett 10 nach Le Cateau. Ab dem 17.09.1918 im
Reserve-Lazarett III in Düsseldorf, wird er am 04.10.1918 der Ersatz-Eskadron
des Dragoner-Regiments 2 zugeteilt, wo er am 11.10.1918 an Grippe erkrankt.
Deswegen vom 18.10. bis zum 14.11.1918 nach Silberkopf beurlaubt und dann
durch den Soldatenrat bis auf weiteres beurlaubt, kehrt er am 05.01.1919 zum
Regiment zurück und trat am 01.02.1919 der Freiwilligen-Eskadron "von
Czettritz" des Regiments bei. Mit dieser Eskadron trat von Bischoffshausen
zum Freikorps "York" über und nahm an den Kämpfen in Kurland teil. Die
Eskadron wurde dann am 09.10.1919 in das Reichswehr-Kavallerie-Regiment 15
eingegliedert und von Bischoffshausen am 09.04.1920 in Folge der
Heeresverminderung aus dem Heeresdienst nach Ratibor entlassen.
Nach seinem Abschied am 15.05.1920 kommt er am nächsten Tag zur
Reichswehr-Brigade 9, noch am gleichen Tag ins Reichswehr-Infanterie-Regiment
17 versetzt und dort der 7. Kompanie zugeteilt.
Am 28.05.1920 stellen die Unteroffiziere und Mannschaften der 2. Eskadron des
Reiter-Regiments 6 einen Bittgesuch zur Anstellung von Bischoffshausens in der
Eskadron.
Nachdem er am 11.06.1920 die Erlaubnis zum Tragen der Uniform des 1.
Brandenburgischen Dragoner-Regiments 2 erhält und am 30.09.1920 erneut seinen
Abschied nimmt, erhält er am 18.11.1920 Char. als Oberleutnant und trat dann
dem Freikorps "Hülsen" bei und wird dann mit Wirkung vom 01.11.1922 als
Leutnant im 6. (Preuß.) Reiter-Regiment in Pasewalk angestellt. Von dort für
den Zeitraum 15.10. 1923 bis 31.08.1924 an die Kavallerie-Schule kommandiert,
wird er nach seiner Rückkehr zum Regiment in den Stab versetzt und dort mit
den Aufgaben eines Ordonnanz- und Fürsorge-Offiziers beauftragt. Am 01.01.1928
seines Postens als Fürsorge-Offizier enthoben, wird er am 01.10.1928 zum
Regiments-Adjutanten ernannt und bekommt 1930 eine Wehrkreisprüfung.
Am 01.10.1932 zum Chef der A-Eskadron ernannt, ist er ab dem 01.10.1934
Adjutant des Kommandeurs Marienburg und übernimmt am 15.10.1935 den Posten des
Adjutanten der 21. Division in Elbing.
Ab dem 06.10.1936 dann wieder Chef der A-Eskadron im nunmehrigen
Kavallerie-Regiment 6, wird er am 12.10.1937 zum Kommandeur der II. Abteilung
des Kavallerie-Regiments 9 in Fürstenwalde an der Spree ernannt. Von dort
kommt er mit Wirkung vom 01.05.1939 in den Stab der Heeresgruppe 2, dem
späteren Heeresgruppen-Kommando 2.
Im Zuge der Allgemeinen Mobilmachung wechselt von Bischoffshausen am
26.08.1939 in den Generalstab der Heeresgruppe C, mit der er an der Sicherung
des Westwalls beteiligt ist.
Nach der Teilnahme am Feldzug im Westen, übernimmt er am Tag des Angriffes auf
die Sowjetunion den Posten des Adjutanten der Heeresgruppe Nord und wird als
solcher mit Wirkung vom 20.01.1942 in die Führer-Reserve versetzt. Bis zur
Einarbeitung seines Nachfolgers bleibt er jedoch bei seiner bisherigen
Dienststelle kommandiert.
Am 16.02.1942 zur
22. Panzer-Division versetzt und dort zur Einarbeitung als
Kommandeur eines Schützen-Regiments vorgesehen. Noch am selben Tag erfolgte
jedoch die Versetzung zur
23. Panzer-Division und mit Wirkung vom 01.04.1942
das Kommando über das Schützen-Regiment 2, das am 08.07.1942 in
Panzergrenadier-Regiment 2 umbenannt wurde.
Im Raum Rshew übernahm von Bischoffshausen die Führung einer Kampfgruppe der
2. Panzer-Division und wehrte in seinem Abschnitt zwischen dem 05. und
12.08.1942 11 schwere Angriffe des Gegners ab. Dabei gelang es ihm vom 10. bis
zum 13.08.1942 am linken Flügel der Division sämtliche Angriffe abzuschlagen
und konnte so das Gelände im Raum Jelnja halten. Durch drei Gegenangriffe
eroberte er mit seiner schwer angeschlagenen Truppe Jelnja zurück, wobei er
neben seinen Grenadieren im vordersten Graben stand. Durch seine erfolgreiche
Führung gelang es 42 Panzer zu vernichten. Durch von Bischoffshausen konnte
ein Durchbruch des Gegners auf Karmanowa verhindert werden, wodurch diesem ein
entscheidender Schachterfolg verwehrt bleib. Von Bischoffshausen wird für
diesen Abwehrerfolg durch den stellvertretenden Divisionskommandeur zum
Ritterkreuz vorgeschlagen. Der Vorschlag wurde vom Kommandierenden General des
XXXXVI. Panzerkorps, General der Infanterie Zorn, vom Oberbefehlshaber der 9.
Armee, Generaloberst Model und vom Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Mitte,
Generalfeldmarschall von Kluge befürwortet. Damit erhielt von Bischoffshausen
am 04.10.1942 als Oberst und Kommandeur des Panzergrenadier-Regiments 2 der
2.
Panzer-Division, das Ritterkreuz.
Mit Wirkung vom 05.03.1943 in die Reserve versetzt, wird er unter
gleichzeitiger Kommandierung zum Sonderstab Panzer versetzt. Dem schloss sich
mit Wirkung vom 01.04.1943 die Versetzung als Reise-Offizier in den Stab des
Inspekteurs der Panzertruppe.
Am 01.02.1944 erfolgte die Kommandierung zur Schule für Fahnenjunker der
Panzertruppen nach Groß-Glienicke zur Einarbeitung als Kommandeur der Schule.
Bereits mit Wirkung vom 15.04.1944 erfolgte die Versetzung in die Reserve,
unter gleichzeitiger Kommandierung zum Kurz-Lehrgang für Offiziere der
Panzertruppe vom 21. bis zum 27.04.1944 beim Lehrgang für Höhere
Truppen-Führung, sowie vom 01.05. bis zum 05.06.1944 zum 11.
Divisions-Führer-Lehrgang.
Mit Wirkung vom 01.06.1944 übernimmt er das Kommando über die 4.
Kavallerie-Brigade und wird mit Wirkung vom 15.07.1944 erneut in die Reserve
versetzt, unter gleichzeitiger Kommandierung zum Inspekteur der Infanterie zur
Verwendung als Höherer-Kavallerie-Offizier.
Mit Wirkung vom 01.12.1944 zum Höheren Kavallerie-Offizier im OKH und damit
Inspekteur der Kavallerie-Ersatzeinheiten, wird er am 16.06.1945 aus dem
aktiven Heeresdienst entlassen. Über Gefangenschaft und weitere Stationen ist
nichts bekannt.
Lothar Freiherr von Bischoffshausen verstarb am 26.07.1970 in Kassel während einer
Reise. Sein Wohnort befand sich in Starnberg in Oberbayern.
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Beförderungen |
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Auszeichnungen |
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Gefreiter |
27.01.1915 (27.11.1914) |
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Eisernes Kreuz II. Klasse - 1. WK |
24.12.1915 |
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Unteroffizier |
11.03.1915 |
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Eisernes Kreuz I. Klasse - 1. WK |
25.02.1918 |
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Fähnrich |
22.03.1915 -I 569- |
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Verwundetenabzeichen in Schwarz -1. WK |
30.09.1918 |
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Leutnant |
18.08.1915 -I 709- ohne Patent |
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Baltenkreuz |
17.04.1919 |
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Leutnant |
16.04.1918 -I 2195- Patent v. 19.12.1915 |
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Ehrenkreuz für Frontkämpfer |
26.01.1935 |
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Oberleutnant |
18.11.1920 char. |
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Dienstauszeichnung II. Klasse |
02.10.1936 |
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Leutnant |
23.10.1922 -19- m. Wirk. v. 01.11.1922 (RDA v. 01.08.1917 (21)) |
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Kriegsverdienstkreuz II. Klasse mit Schwertern |
19.07.1941 |
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Oberleutnant |
31.07.1925 m. Wirk. v. 01.04.1925 (RDA v. 01.04.1925 (585)) |
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Kriegsverdienstkreuz I. Klasse mit Schwertern |
25.10.1941 |
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Rittmeister |
01.04.1933 750- m. Wirk. v. 01.04.1933 (RDA v. 01.04.1933 (80)) |
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Eisernes Kreuz II. Klasse |
14.04.1942 |
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Major |
02.10.1936 -5000- m. Wirk. v. 01.10.1936 (RDA v. 01.10.1936 (117)) |
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Eisernes Kreuz I. Klasse |
23.04.1942 |
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Major |
05.01.1939 -8550-erhält neues RDA v. 01.08.1936 (85a) |
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Panzerkampfabzeichen in Bronze |
13.07.1942 |
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Oberstleutnant |
31.12.1939 -8400- m. Wirk. v. 01.01.1940 (RDA v. 01.01.1940 (29)) |
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Medaille Winterschlacht im Osten |
24.07.1942 |
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Oberst |
15.02.1942 -1000- m. Wirk. v. 01.03.1942 (RDA v. 01.03.1942 (165)) |
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Verwundetenabzeichen in Silber |
02.10.1942 |
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Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes |
04.10.1942 |
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ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE
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