Startseite - Kontakt - Forum - Gästebuch - Buchhinweis - Geschichte des EK - Impressum

__________________________
Die Biographien unterliegen dem Urheberrecht.
Jegliche Weiterverbreitung ohne Zustimmung des Autors ist untersagt

669. Eichenlaubträger Klaus von Bismarck
Oberstleutnant der Reserve, Grenadiere

Klaus Hans Herbert von Bismarck wurde am 06.03.1912 in Jarchlin im Kreis Naugard in Pommern geboren und trat 1934 als Freiwilliger dem Infanterie-Regiment 4 in Kolberg bei, wurde im Herbst 1934 Reserve-Offizier-Anwärter. In der Folge besuchte er die Kriegsschule in Dresden und wird im Januar 1939, als Adjutant des II. Bataillons aus der Wehrmacht entlassen.
Am 01.08.1939 trat er als Reserve-Offizier wieder der Wehrmacht bei und übernimmt laut Meldung vom 18.09.1939 den Posten des Adjutanten des II. (Jäger)-Bataillons seines Regiments, mit dem er am Polen-Feldzug teilnimmt.
Nach Ende der Kämpfe wird er mit Meldung vom 10.10.1939 zum Adjutanten des Regiments ernannt und kommt bereits am 01.11.1939 in den Stab des I. Bataillons.
Nach dem Frankreich-Feldzug und dem Beginn des Feldzuges im Osten, ist er laut Meldung vom 11.07.1941 Chef der 7. Kompanie und wechselt mit Meldung vom 04.08.1941 in das III. Bataillon und bereits mit Meldung vom 15.10.1941 zurück in das II. (Jäger)-Bataillon, wo er zunächst die Führung und später das Kommando übernimmt. Als Führer des Regiments ist er entscheidend bei der Eroberung des wichtigen Knotenpunkts Demjansk beteiligt und verhindert in den darauf folgenden Tagen, durch Angriffe bei Arkadowo, den Ausbruch des eingeschlossenen Gegners. Dafür wird er am 31.12.1941 als Oberleutnant der Reserve und Führer des II. (Jäger)-Bataillons des Infanterie-Regiments 4, mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.
Am 05.12.1942 zum Grenadier-Ersatz-Bataillon 4 nach Kolberg versetzt und dort bis zum 31.08.1943 UK gestellt, übernimmt von Bismarck am 01.09.1944 die Führung des Grenadier-Regiments 4. Mit diesem während der 2. Kurlandschlacht in schweren Abwehrkämpfen gegen 6 gegnerische Division stehend, hält von Bismarck durch persönlichen Einsatz die Front seines Regiments und geht dabei mit der Regiments-Reserve dreimal zum Gegenangriff über. Durch das Halten des Regiments wurden so die Vorraussetzungen geschaffen die Lage wieder herzustellen. Dafür wird er am 26.11.1944 mit dem 669. Eichenlaub zum Ritterkreuz ausgezeichnet und war bereits am 24.11.1944 im Wehrmachtsbericht namentlich genannt worden.
Am 13.12.1944 zum Deutschen Kreuz in Gold eingereicht, wird dieser Vorschlag jedoch bereits am 14.12.19044 abgelehnt.
Im Frühjahr 1945 wird er verwundet und gelangt per Schiff von Kurland in die Heimat, wo er im April den Stab Bismarck im Elbabschnitt unter Generalmajor Heyser, im Abschnitt Dannenberg-Dömitz, übernimmt. Dem schließt sich in Schleswig-Holstein die Gefangenschaft an.
Nach dem Krieg engagiert er sich in der Jugendarbeit und übernimmt von 1950 bis 1971 den Posten des Intendanten des WDR. Dem schließt sich die Präsidentschaft des weltweiten Goethe-Instituts an. In der Nachkriegszeit setzte er sich stark für den Zusammenschluss der ehemaligen Divisionsangehörigen der 32. Infanterie-Division ein, distanziert sich später jedoch in seinem Buch "Aufbruch aus Pommern" von der Gemeinschaft.
Klaus von Bismarck verstarb am 22.05.1997 in München.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Leutnant der Reserve 20.04.1936 m. Wirk. v. 01.04.1936 (RDA v. 01.04.1936 (3)) 669. Eichenlaub zum Ritterkreuz 26.11.1944
Oberleutnant der Reserve 30.09.1939 -360- m. Wirk. v. 01.04.1939 (RDA v. 01.01.1939 (639)) Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 31.12.1944
Hauptmann der Reserve 17.09.1942 m. Wirk. v. 01.10.1942 (RDA v. 01.10.1942 (621)), erh. später neues RDA v. 01.10.1940 (324) Eisernes Kreuz II. Klasse 09.10.1939
Major der Reserve 13.01.1943 -50- m. Wirk. v. 01.12.1942 (RDA v. 01.12.1942) Eisernes Kreuz I. Klasse 18.06.1940
Oberstleutnant der Reserve 15.12.1944 -5220- m. Wirk. v. 01.11.1944 (RDA v. 09.11.1944 (25)) Medaille Winterschlacht im Osten 15.07.1942
Großes Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland 03.10.1973

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

Nedstat Basic - Free web site statistics

Buchhinweise: