Ritterkreuzträger
Georg Bittlingmaier
Hauptmann der Reserve, Infanterie






Johann Georg Bittlingmaier, der spätere
Reichsbahninspektor, wurde am 13.03.1904 in Uhingen im kreis Göppingen geboren
und gehörte vom 02.06.1921 bis zum 01.06.1933 zur 5. Kompanie des 13.
Infanterie-Regiments in Ludwigsburg, wo er als Feldwebel aus dem Heeresdienst
entlassen wurde. Es gibt Hinweise darauf, das er danach zur Wachtruppe nach
Berlin kommandiert wurde, um am 01.10.1934 der 9. Kompanie des
Infanterie-Regiments Tübingen zugeteilt zu werden, die am 15.10.1935 in 1.
Kompanie des Infanterie-Regiments 56 umbenannt wurde. Zwischenzeitlich war er
beid er Reichsbahndirektion Hamburg tätig.
Am 15.05.1939 in die 6. Kompanie des Infanterie-Regiments 69 nach
Hamburg-Wandsbek versetzt, kommt Bittlingmaier am 18.12.1939 in die 2.
Kompanie des Infanterie-Regiments 391 und übernimmt am 01.02.1940 die Führung
des Infanterie-Pionier-Zuges des Regiments, mit dem er am Dänemark- und
Frankreich-Feldzug teilnahm.
Infolge des Ausfalls des Bataillonsführers, übernimmt Bittlingmaier am
17.04.1942 die Führung des I. Bataillons des Infanterie-Regiments 391. Dabei
kommt das Bataillon beim Sturm auf die Sapunhöhen, im Vorfeld der Festung
Sewastopol, am 29.06.1942, zum Einsatz. Mit Hurra griff das Bataillon an,
wobei Bittlingmaier als erster dt. Soldat auf diesen wichtigen Höhen stand. Er
riss das Bataillon weiter voran, nahm den Hauptbunker und die nebengeordneten
Bunkerwerke, bis er beim Angriff auf den letzten Kampfstand an der Strasse
Alupka-Sewastopol durch einen Gewehrschuss schwer verwundet wurde. Sofort
ärztlich versorgt verstarb er dennoch am 30.06.1942 (nach anderen Quellen am
29.06.1942) bei Warmutka. Bereits vor seinem Tod zum Ritterkreuz eingereicht,
wird ihm dieses, als Oberleutnant der Reserve und Führer des I. Bataillons des
Infanterie-Regiments 391, posthum am 25.07.1942 verliehen. Weiterhin wird er
zum Hauptmann der Reserve befördert.
Er hinterließ seine Witwe und einen 18 jährigen Sohn, der ebenfalls als
Kriegsfreiwilliger im Regiment seines Vaters am Sturm auf Sewastopol teilnahm.