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Ritterkreuzträger Rudolf Bittner
Feldwebel, Panzerjäger

Rudolf Bittner wurde am 18.12.1921 in Sachsenhausen bei Oranienburg geboren. Sein Vater war Klempner. Nachdem er beim Reichsarbeitsdienst als Obertruppführer Dienst tat, wechselte er Ende August 1939 zur 2.Kompanie der Panzerabwehrabteilung 561, die  in Berlin-Dahlem neu aufgestellt wurde. Die Abteilung, später in Panzerjäger-Abteilung umbenannt, war als Heerestruppe vorgesehen.
Im Sommer 1941 tat sich Bittner erstmals als Richtschütze während den Kämpfen im Raum Wydra und Rshew hervor. Dies unter dem damaligen Kompaniechef Oberleutnant Werner Hofer, dem späteren letzten Kommandeur der Panzerjäger-Abteilung 561.
Am 06.08.1942 gelang im als Richtschütze einer 7,5-cm-Pak der Abschuss von 7 schweren russischen Panzer während eines Panzerangriffes auf den Brückenkopf Subzow.
Am 09.09.1942 gelang es dem Gegner bei Uwarowo mit starken Kräften in die vorderste Linie einzubrechen, um den Einbruch zu einem Durchbruch erweitern zu können. Durch den Einsatz von Infanterie und fünf schweren Panzern des Typs KW 1 zum Flankenschutz brachte er einen deutschen Gegenstoß zum Stehen. Bittner schoss als Richtschütze der Geschützbedienung Unteroffizier Brill vier der Panzer in Brand und beschädigte den fünften Panzer derart, das dieser abdrehen musste. Damit war die Flanke des Gegners offen und wurde Ziel eines weiteren deutschen, diesmal erfolgreichen Gegenstoßes werden. Der Durchbruch des Gegners wurde so verhindert und außerdem konnte eine beherrschende Höhe zurückerobert werden. Dafür wird er zum Ritterkreuz eingereicht, das ihm am 28.11.1942 als Gefreiten und zweiten Träger der Abteilung aus der hand des Kommandeurs Hauptmann Schlausener verliehen wurde. Das besondere an seiner Tat war, das Bittner zuvor aus eigenem Entschluss einen Stellungswechsel durchgeführt hatte, um besseres Schussfeld zu haben.
Nach der Verleihung erhielt er zusammen mit dem zweiten Ritterkreuzträger Richard Rambow Sonderurlaub nach Berlin, um zu Propaganda-Zwecken Dr. Goebbels vorgestellt zu werden und der Öffentlichkeit als soldatisches Vorbild zu dienen. Für diesen besuch sorgte der ehemalige Kommandeur der Abteilung und nunmehrige Verbindungsoffizier des OKH zum Propagandaministerium Major Balzer. Auch wurde er dort zum Unteroffizier befördert.
Nach seiner späteren Beförderung zum Feldwebel, erhielt er das Kommando über einen „Marder“-Panzerjägerzug.
Nach Beginn der Großoffensive der Sowjets vom 12.01.1945 aus dem Baranow-Brückenkopf, wird Bittner seit dem 20.01.1945 vermisst. Sein damaliger Kommandeur und ehemaliger Kompaniechef berichtet über Bittners letzte Sichtung. Hofe hatte Bittner zuvor zum Tross versetzt, damit sich dieser dort ein wenig ausruhen konnte und in einem großen Waldgebiet bei Kreuzburg/Oberschlesien lag. Nachdem der Gegner zum Grossangriff überging wurde die Abteilung am 20.01.1945 in Kreuzburg eingeschlossen, während der Gegner weiter auf die Oder bei Breslau vorstieß. Bittner hörte den näher kommenden Gefechtslärm, wollte aber ohne die ausdrückliche Genehmigung des Kommandeurs den Tross nicht über die Oder verlegen. Da auch keine Funkverbindung vorhanden war, machte sich Bittner mit einem Kettenkrad auf eine Erkundungsfahrt auf, mit der Hoffnung nach Kreuzburg durchzudringen. Der Kradfahrer berichtete später, das Bittner vor sich Truppen vermutete, liess anhalten und pirschte sich allein vor. Davon kam er jedoch nicht mehr zurück.
Rudolf Bittner wurde wahrscheinlich nur 23 Jahre alt.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Gefreiter ??? Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes

28.11.1942

Unteroffizier ??? Eisernes Kreuz II. Klasse ???
Feldwebel ??? Eisernes Kreuz I. Klasse ???

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