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Ritterkreuzträger Otto Bittorf
Oberleutnant, Panzergrenadiere

   
Otto Bittorf wurde am 13.07.1917 in
Rodenberg Kreis Eisenach geboren und trat am 01.11.1938 in die 3. Kompanie des
Infanterieregiments 15 (mot.) in Kassel ein, mit der er dann am Polen- und
Frankreich-Feldzug teilnahm.
Nach Beginn des Feldzuges gegen die Sowjetunion wurde Bittorf mit Meldung vom
28.07.1941 zum Infanterie-Ersatz-Bataillon (mot.) 15 versetzt und kehrte mit
Meldung vom 17.09.1942 wieder in die 3. Kompanie seines Regiments zurück.
Nach einer mgl. Verwundung wird er mit Meldung von Januar 1943 von der
4. (MG) Kompanie des Grenadier-Ausbildungs-Bataillons (mot.) 15 in die 1.
Genesenden-Kompanie des Grenadier-Ersatz- und Ausbildungs-Bataillons (mot.) 15
versetzt und kommt dann am 08.03.1943 in die Ausbildungs-Kompanie des
Bataillons.
Nach einem ROB-Lehrgang kehrt er im März 1943 zur Stammkompanie des
Ersatz-Bataillons (mot.) 15 zurück und kommt im November 1943 zum
Grenadier-Ersatz- und Ausbildungs-Bataillon (mot.) 16 nach Rheine. Nach dem
Besuch des 3. Offizier-Lehrgangs, erfolgte mit Meldung vom 26.11.1943 die
Versetzung in die 6. Kompanie des Grenadier-Regiments (mot.) 156.
Nachdem er mit Meldung vom 22.01.1944 in die 6. Kompanie des
Panzergrenadier-Ersatz-Regiments 156 versetzt wurde, übernimmt er ab September
1944 den Posten eines Zugführers in der 5. Kompanie des
Panzergrenadier-Regiments 4, um kurze Zeit später die Führung der Kompanie zu
übernehmen.
Am 05.10.1944 gegen 10.00 Uhr trat der Gegner nach schwerem Artilleriefeuer
aus seinen Brückenkopfstellungen südlich Rozan/Polen mit mehreren Division zum
Angriff nach Nordwesten an. Dabei lag das II. Bataillon des
Panzergrenadier-Regiments 4 im Schwerpunkt des Angriffes zwischen Mapierki bis
zum Narew. Nur dieser Raum erlaube es dem Gegner mit Panzerunterstützung
anzugreifen. Die Hauptlast des Kampfes fiel auf die am rechten Flügel
eingesetzte Kompanie Bittorf. Nachdem jedoch der rechte Nachbar nachgab und
der Gegner einen Einbruch erzielen konnte, stand der Gegner auch im Rücken der
5. Kompanie. Trotzt hartnäckiger Gegenwehr drang der Feind in die Stellungen
der Kompanie ein, die durch den Ausfall von 32 Mannschaften und sämtlicher
Zug- und Gruppenführer geschwächt wurde. Bittorf kannte jedoch die
entscheidende Position seiner Kompanie für den gesamten Bataillonsabschnitt
und fasste den Entschluss, trotz der schweren Verluste, zum Gegenangriff
überzugehen. An der Spitze seiner verbliebenen 30 Mann eroberten die Soldaten
in schweren Nahkämpfen ihre alten Stellung zurück. Weiterhin fasste er den
weiteren Entschluss die Bedrohung im Rücken der Kompanie anzugehen, was
schlussendlich erfolgreich durchgeführt wurde. Die Schwäche der Kompanie
konnte den ständigen Anstürmen des Gegners kaum standhalten und so entschloss
sich Bittorf den Gegner durch laufende Gegenangriffe in Schach zu halten.
Obwohl mittlerweile auch der linke Nachbar nachgab und die Kompanie nunmehr
abgeschnitten war, hielt die Kompanie bis Mitternacht aus und ermöglichte so
dem Bataillon die Bereinigung der Einbrüche und die Herstellung der alten HKL.
Damit verhinderte Bittorf einen Durchbruch des Gegners auf die Rollbahn
Rozan-Mackheim. Dafür wurde er zum Ritterkreuz vorgeschlagen, wobei der
Regimentskommandeur Oberst Quentin Bittorf als den schneidigsten und
tapfersten Kommandeur des Regiments bezeichnete.
Nachdem er am 10.10.1944 verwundet und ab dem 12.10. bei der 1. Kompanie der
San-Kompanie 57 behandelt wurde, erhielt Bittorf als Leutnant und Führer der
5. Kompanie am 18.11.1944 das Ritterkreuz.
Nach Verlegung in das Reserve-Lazarett Iglau, wird ihm dort am 25.01.1945 das
Ritterkreuz überreicht. Nach Ausheilung der Verwundung, wird er am 27.03.1945
von der 1. Kompanie des Panzergrenadier-Ausbildungs-Bataillons 4 zum Führer
der Alarmeinheit "Bittorf" ernannt und kann sich schließlich mit
Kriegsende einer Gefangennahme entziehen.
Nach dem Krieg trat Bittorf am 12.07.1956 in die Bundeswehr ein wo er nach
verschiedensten Kompanie-Chef- und Stabsverwendungen im 30.09.1970 in den
Ruhestand verabschiedet wurde. Sein letzter Dienstgrad war Major.
Otto Bittorf starb am 15. Januar 1999 in Eberhardzell.
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Beförderungen |
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Auszeichnungen |
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Gefreiter |
00.00.1939 |
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Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes |
18.11.1944 |
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Obergefreiter |
00.00.1939 |
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Eisernes Kreuz II. Klasse |
20.08.1940 |
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Unteroffizier |
28.06.1941 (laut Meldung - Eigenangabe |
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Eisernes Kreuz I. Klasse |
08.07.1941 |
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Fähnrich |
00.00.1943 |
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Nahkampfspange in Bronze |
??? |
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Leutnant |
26.10.1943 -7511- m. Wirk. v. 01.10.1943 (RDA v. 01.10.1943 (787)) |
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Nahkampfspange in Silber |
00.00.1943 |
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Oberleutnant |
15.01.1945 -202- m. Wirk. v. 01.11.1944 (RDA v. 09.11.1944 (228)) |
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Oberleutnant (Bw) |
02.07.1956 m. Wirk. v. 01.07.1956 und Urkunde v. 27.11.1956 |
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Hauptmann (Bw) |
19.01.1957 m. Wirk. v. 01.01.1957 und Urkunde v. 19.01.1957 |
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Major (Bw) |
??? |
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EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

Buchhinweise:
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