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Ritterkreuzträger Karl Bieg
Major, Grenadiere

      
Karl Bieg wurde am 13.09.1909 in Hessental in Württemberg geboren und trat am
01.09.1930 als Schütze der 8. (MG) Kompanie des 13. (Württ.) Infanterie-Regiment
in Ludwigsburg bei, wo er am 01.10.1930 in die 16. Kompanie und am 01.04.1931
zurück in die 8. Kompanie versetzt wurde.
Von 1932 bis 1933 besuchte Brieg die Unteroffiziersschule in Schwäbisch-Gmünd
und wurde nach seiner Rückkehr zum Regiment, am 01.10.1934 in die 12. Kompanie
des nunmehrigen Infanterie-Regiments Ludwigsburg versetzt. Von dort erfolgte am
01.06.1935 die Versetzung in die 14. (PzAbw.) Kompanie des Regiments, das nun
die Nummer 13 erhalten hatte.
Am 12.10.1937 in die 4. (PzAbw.) Kompanie des MG-Bataillons 11 nach Lahr/Baden
versetzt, kommt Bieg am 10.01.1939 in die 16. (Erg.-Pz.Abw.) Kompanie des
Infanterie-Regiments 75 nach Donaueschingen und übernimmt dort den Posten des
Abteilungsleiters für die Rekruten-Ausbildung.
Im Zuge der Allgemeinen Mobilmachung wird er am 26.08.1939 in die 14. (PzAbw.)
Kompanie des Infanterie-Regiments 460 versetzt und übernimmt dort den Posten
eines Zug-, bzw. später den des Kompanieführers.
In der Sicherung des Westwalls eingesetzt, erfolgte dort am am 14.03.1940 die
Wahl zum Offizier durch das Offizierskorps des I. Bataillons und die daran
anschließende Teilnahme am Feldzug gegen Frankreich.
Nach Ende der Kämpfe wird er am 21.09.1940 zum Ordonnanz-Offizier im Stab des
Infanterie-Regiments 460 ernannt und übernimmt ab dem 26.09.1940 die Aufgaben
des Gepäcktrossführers, sowie die des Ib-Sachbearbeiters beim Regiment.
Ab 22.06.1941 im Feldzug gegen die Sowjetunion im Einsatz, erfolgte am
11.08.1941 die Ernennung zum Führer der 14. Kompanie des Regiments, als welcher
er am 16.11.1941 verwundet wurde. Daraufhin ins Lazarett verlegt, gehörte er
zunächst der 14. Kompanie des Infanterie-Ersatz-Regiments 260 an und wird
dann am 15.01.1942 dem Infanterie-Ersatz-Bataillon 260 unterstellt, bzw. der 13.
Kompanie des Infanterie-Regiments 358.
Möglicherweise mittlerweile verwundet, ist Bieg ab dem 31.08.1942 bei der 2.
Genesenden-Kompanie des Infanterie-Ersatz-Bataillons 347 zu finden und wird vom
25.09. bis zum 20.07.1943 als Angehöriger der
Infanterie-Panzer-Jäger-Ersatz-Kompanie 35 zur Wehrmacht-Kommandantur auf dem
Truppenübungsplatz Oberhofen kommandiert, wo er den Posten des
Ausbildungsleiters für die Ostausbildung übernimmt.
Mit Wirkung vom 20.07.1943 in der Führer-Reserve des Wehrkreises V, wird er
gleichzeitig als Bataillonsführer zur 355. Infanterie-Division versetzt, wo er
am 06.08.1943 die Führung des II. Bataillons des Grenadier-Regiments 868
übernimmt.
Südlich Charkow mit seinem Bataillon im Einsatz schlägt Bieg an 15
aufeinanderfolgenden Großkampftagen sämtliche Angriffe des Gegners ab. Dabei
wird er am 22.08.1943 bei Dudkowka schwer verwundet, bleibt jedoch bei seinen
Kameraden. Während dieser Kämpfe wurde das Bataillon von der Seite und auch von
hinten angegriffen. Daraufhin schlug sich die Truppe durch den feindlichen
Einschließungsring durch, bezog eine neue Riegelstellung und wehrte erneut alle
feindlichen Angriffe ab. Dafür erhielt Bieg am 7.09.1943 als Hauptmann und
Führer des II. Bataillons des Grenadier-Regiments 868 das Ritterkreuz.
Am 03.09.1943 zum Kommandeur des II. Bataillons und am 05.09.1943 des I.
Bataillons ernannt, erhält er am 11.11.1943 Urlaub und wird dort in das
Reserve-Lazarett Heidenheim eingeliefert. Bis zum 22.02.1944 im Lazarett, kommt
Bieg am 23.02.1944 in das Grenadier-Ersatz- und Ausbildungs-Bataillon 195 nach
Konstanz und wird am 16.06.1944 mit Wirkung vom 20.06.1944 in die Führer-Reserve
versetzt.
Am 01.08.1944, mit Wirkung vom 01.07.1944, mit dem Posten des Kommandeurs des
Divisions-Füsilier-Bataillons 331 beauftragt und als solcher am 26.08.1944
verwundet, übernimmt er am 11.11.1944 das Kommando über das Grenadier-Regiment
745 der 712. Infanterie-Division.
Als Führer der Regiments-Kampfgruppe Bieg des LXXXVIII. Armee-Korps, wird er am
15.01.1945 in die Reserve versetzt, wobei er sich zu diesem Zeitpunkt bereits
auf Genesungsurlaub im Wehrkreis V aufhielt. Gleichzeitig erfolgte eine
Kommandierung zum 21. Regimentsführer-Lehrgang nach Döberitz, wo er am
17.02.1945 eintraf.
Ab dem 25.03.1945 muss er sich dann im Stab des Bataillons Baehlkow beim
LXXXVIII. Armee-Korps aufgehalten haben und übernimmt dann am 04.04.1945 das
Kommando über das Grenadier-Regiments 1 "Theodor Körner" der 3.
RAD-Infanterie-Division "Theodor Körner". Als solcher gerät er dann am
10.05.1945 zunächst in amerikanische und dann in britische Gefangenschaft, aus
der er am 19.08.1945 entlassen wird.
Karl Bieg verstarb am 12.10.1993 in Weingarten/Baden.
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Beförderungen |
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Auszeichnungen |
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Oberschütze |
01.09.1932 |
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Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes |
17.09.1943 |
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Unteroffiziers-Anwärter |
01.04.1934 ernannt |
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Eisernes Kreuz II. Klasse |
17.06.1940 |
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Gefreiter |
01.07.1934 |
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Eisernes Kreuz I. Klasse |
02.09.1941 |
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Unteroffizier |
01.10.1934 |
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Dienstauszeichnung IV. Klasse |
02.10.1936 |
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Feldwebel |
01.11.1936 |
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Deutsches Schutzwallehrenzeichen |
15.03.1940 |
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Oberfeldwebel |
01.12.1938 |
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Infanterie-Sturmabzeichen in Silber |
11.11.1941 |
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Offiziers-Anwärter |
01.03.1940 ernannt |
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Medaille Winterschlacht im Osten |
31.08.1942 |
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Leutnant |
29.04.1940 - 2700 - m.- Wirk. v. 01.03.1940 (RDA v. 01.03.1936 (20)) |
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Verwundetenabzeichen in Silber |
25.09.1944 |
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Oberleutnant |
17.01.1941 - 160 - m. Wirk. v. 01.11.1940 (RDA v. 01.10.1938 (783)) |
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Nahkampfspange II. Stufe in Silber |
07.10.1944 |
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Hauptmann |
15.02.1942 - 1000 - m. Wirk. v. 01.20.1942 (RDA v. 01.02.1942
(952c)) |
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Hauptmann |
01.10.1942 zu den akt. Truppen-Offizieren des Friedensstandes m. RDA v.
01.02.1942 (952) |
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Major |
20.05.1944 - 260 - m. Wirk. v. 01.03.1944 (RDA v. 01.03.1944 (6e)) |
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EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

Buchhinweise:
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