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Ritterkreuzträger Johann Biehl
Oberfeldwebel, Grenadiere

Johann Biehl wurde am 29.01.1917 in Philippsheim im Kreis Trier geboren und trat am 14.11.1938 der 1. Kompanie des Grenz-Infanterie-Regiments 124 in Trier bei und erhielt dort eine Ausbildung zum Granatwerferschützen.
Am 01.10.1939 Granatwerfer-Truppführer in seiner Kompanie nimmt er an der Sicherung des Westwalls teil und am folgenden Feldzug im Westen.
Nach Ende der Kämpfe zum Gruppenführer in der 2. Kompanie des nunmehrigen Infanterie-Regiments 124 ernannt, kommt er im Rahmen der Lehrtruppe nach Rumänien und nimmt von dort aus am Feldzug im Osten teil, wo er am 01.11.1941 zum Zugführer ernannt wird.
Biehl nahm im Rahmen der 72. Infanterie-Division an den Kämpfen auf der Krim und um die Festung Sewastopol teil. Dort wurde er mit seinem Zug gegen die rechte Fortgruppe eingesetzt. Dabei führte er seinen Zug schwungvoll durch starkes Artilleriefeuer vom kleinen T.P. herunter und wieder dem Steilhang zum Fort hinauf. Rechtzeitig mit den letzten Granaten des eigenen Feuerschlags stand er vor den gegnerischen Bunkern und setzte einen nach dem anderen ausser Gefecht. Aufgrund der schweren Kämpfe um jeden Meter im Vorfeld der Festung Sewastopol ist der Angriff des Zuges Biehl besonders hoch einzuschätzen, wofür er am 30.07.1942 als Feldwebel und Zugführer mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet wurde.
Zuvor war er am 18.06.1942 verwundet und ins Lazarett verlegt worden, wo er diese hohe Auszeichnung entgegennahm.
Laut Meldung vom 14.09.1942 befand er sich als Ausbilder bei der 2. Genesenden-Kompanie des Infanterie-Ersatz-Bataillons 124 und wird mit Meldung vom 27.11.1942 in die 1. Stamm-Kompanie des Grenadier-Ersatz-Bataillons 124 versetzt.
Mit Meldung vom 28.11.1942 befindet er sich dann in der 2. Kompanie des Bataillons in Trier und wird am 29.10.1943 der Genesenden-Kompanie des Grenadier-Ersatz- und Ausbildungs-Bataillons 124 zugeteilt. Ab September 1943 wird er zur Werbung für das Heer beim stellvertretenden Generalkommando des XII. Armee-Korps eingesetzt, wo er nach eigenen Angaben bis zum Kriegsende eingesetzt wurde. Nach einer Meldung vom 20.01.1944 befand er sich aber noch bei der 2. Kompanie des Grenadier-Regiments 124. Eine genaue Klärung ist bisher nicht möglich.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Gefreiter 01.10.1939   Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 30.07.1942
Unteroffizier 01.11.1940   Eisernes Kreuz II. Klasse 11.08.1941
Feldwebel 01.11.1941 Eisernes Kreuz I. Klasse 11.10.1941
Oberfeldwebel 01.02.1944 Infanterie-Sturmabzeichen in Silber 18.07.1940
Mannhaftigkeit und Treue mit Schwertern III. Klasse (rum. Orden) 11.08.1941
Medaille Winterschlacht im Osten 01.01.1942
Verwundeten-Abzeichen in Schwarz 19.02.1942
Krimschild 10.06.1943
Rumänische Erinnerungsmedaille 10.06.1943

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