Edmund Blaurock wurde am 12.10.1899 in
Nürnberg geboren und trat am 27.03.1917 als Kriegsfreiwilliger dem
Rekruten-Depot I des Bayerischen
8. Feld-Artillerie-Regiment "Prinz Heinrich von Preußen" bei. Bereits
am 11.10.1917 wurde er zum Fahnenjunker-Gefreiten befördert und kam am
15.03.1918 unter Beförderung zum Fahnenjunker-Unteroffizier zu seinem Regiment
an die Front.
Zwischenzeitlich zum Fähnrich und zum Leutnant befördert wurde er am
11.08.1918 an beiden Oberschenkeln und am linken Schulterblatt schwer verwundet und verbrachte die Zeit bis zu seiner Entlassung
im Hospital in Kortrik.
Am 02.01.1919 wird er zum Ersatz-Bataillon des 8. Feld-Artillerie-Regiments
versetzt und erlebt hier das Kriegsende.
Die Zeit vom 16.04.1919 bis zum 29.05.1919 verbringt er beim Freikorps "Epp"
und nimmt somit an der Niederschlagung der Münchener Räteherrschaft teil. Das
Freikorps stand unter dem Kommando des hochdekorierten Oberst Franz Xaver
Ritter von Epp. In diesen Kämpfen wird er am 02.05.1919 leicht am rechten
großen Zeh verwundet.
Vom 01.06.1919 bis zum 01.10.1919 dient er bei der Volkswehr-Batterie "Hirschauer"
und wird dann ins Reichswehr-Artillerie-Regiment 24 versetzt. Es folgte darauf
die Versetzung in die 2. Eskadron der Fahr-Abteilung 7, wo er bis zum 01.11.1922 weilte.
Zwischendurch nahm er an einem Lehrgang an der Sport-Schule Wünsdorf teil
(15.01.1921 - 15.06.1921). Bis zum 01.10.1924 diente er im
Divisions-Sanitäts-Bataillon 7. Zwischenzeitlich nahm er, vom 01.10.1923 an,
an einem Lehrgang an der Artillerie-Schule in Jüterbog, teil. Mit Ende des
Lehrgang wird er zum Artillerie-Regiment 7 versetzt und erhält dort am
31.07.1925 die Beförderung zum Oberleutnant. Am 01.03.1928 kommt er in den
Stab des III. Bataillons und wird am 01.10.1928 zur 8. Batterie des Regiments
versetzt und wird gleichzeitig als Lehrer an die Artillerie-Schule nach
Hannover kommandiert. Darauf kommt er zur 7. Batterie und am 01.10.1931 in den
Stab des Gruppen-Kommandos 2 und in den Stab der 6. Division, wo er am
01.06.1933 zum Hauptmann befördert wurde.
Als Spezialoffizier beim Chef des Armeekommandos wird er am 01.10.1933 an die
Kriegsakademie kommandiert.
Am 01.05.1934 kommt er in die Ausbildungs-Abteilung des
Verteidigungsministeriums, welches am 21.Mai 1935 in Reichs-Kriegs-Ministerium
umbenannt wurde.
Vom 01.07.1935 bis zum 12.10.1937 befindet er sich in der Abteilung 4 des
Generalstabs und wird am 01.10.1936 zum Major befördert.
Am 12.10.1937 wird er Chef der 2. Batterie beim Artillerie-Regiment 27 und mit
Wirkung vom
15.06.1938 Ia im Stab der 8. Division, mit der er am Polen- und
Frankreichfeldzug teilnahm. In dieser Zeit wurde er am 01.06.1939 zum
Oberstleutnant befördert. Danach wird er bis zum 06.03.1941 in die
Führer-Reserve des OKH versetzt und dann am 06.03.1941 Ia der 9. Armee, welche
als Teil der Heeresgruppe Mitte am Russlandfeldzug teilnahm. Hier erhält er
die Beförderung zum Obersten am 01.02.1942.
Am 24.04.1942 wird er Chef des Generalstabes des XXXXIII. Armeekorps an der
Ostfront und ab dem 10.01.1943 gleichzeitig mit der Führung der 267.
Infanterie-Division, bis zum 15.01.1943, beauftragt. Vom 15.07.1943 bis zum
15.08.1943 wird er ebenfalls mit der Führung der 205. Infanterie-Division
beauftragt.
Am 01.11.1943 wird er Chef des Generalstabes des XXVIII. Armee-Korps und am
10.02.1944 Chef des Generalstabes der Armeegruppe "Frießner". Ab dem
01.03.1944 gehörte er dann erneut zur Führerreserve des OKH. Während dieser
Zeit nimmt er vom 17.04.1944 bis zum 02.05.1944 an einem
Regiments-Kommandeur-Lehrgang teil und erhält dann das Kommando über das
Grenadier-Regiment 320 der
212. Infanterie-Division an der Ostfront. Bereits am 08.07.1944 kommt er
wieder zur Führerreserve. Sein Regiment war am 28.06.1944 im Rahmen der 3.
Panzer-Armee im Raum Witebsk im Einsatz und verhinderte bei Lepel die völlige
Abschnürung der Armee. Auf dem Rückzug der Armee bewies er am 03.07.1944 bei
Parjonew erneut äußerste Führungskunst und erzielte einen Abwehrerfolg gegen
überlegene Feindkräfte, wofür er am 27.07.1944 als Oberst und Kommandeur des
Grenadier-Regiments 380 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet wurde.
Am 15.07.1944 übernimmt er die Führung der Korps-Abteilung "D" und wird
am 01.10.1944 Kommandeur der 56. Infanterie-Division. Als Führer einer
Korpsgruppe des Fallschirm-Panzer-Korps "Hermann Göring" hielt Blaurock
mit seiner 56., der 1. Infanterie-Division und der 549.
Volks-Grenadier-Division Ende Januar 1945 der 4. Armee den Rücken frei, als
diese einen Durchbruchsversuch nach Westen in Richtung Elbing unternahm. Dafür
wurde er am 19.02.1945 mit dem 746. Eichenlaub zum Ritterkreuz ausgezeichnet.
Mit Abgabe dieses Postens
am 25.03.1945 wird er in die Führer-Reserve versetzt und erhält am 03.04.1945
das Kommando über die Infanterie-Division "Ulrich von Hutten" Hier
erfolgte noch am 01.04.1945 die Beförderung zum Generalleutnant. Nach erneuter
Versetzung zur Reserve am 13.04. übernimmt er am 19.04.1945 das Kommando über
die
5. Jäger-Division bis er am 03.05.1945 in britische Gefangenschaft gerät,
aus der er am 17.05.1948 entlassen wird.
Edmund Blaurock verstarb am 25.01.1966 in Nürnberg.