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621. Eichenlaubträger Wilhelm Bleckwenn
Konteradmiral

       
Wilhelm Hermann Bleckwenn wurde am 21.10.1906 in Berge im Kreis Bersenbrück
im Bezirk Osnabrück geboren und trat am 16.04.1925 als Polizeianwärter der
Polizei-Schule Hildesheim bei, um am 01.04.1926 zur Schutzpolizei Wesermünde
versetzt zu werden.
Nach der Teilnahme am 14. Offiziers-Anwärter-Lehrgang in Spandau und
Potsdam-Eiche vom 20.09.1929 bis zum 18.09.1930, besteht er im September 1930
seine Offiziersprüfung und nimmt vom 20.09. bis 30.11.1932 an einem
Schiesslehrer-Kursus und einer Panzerwagen-Ausbildung an der Schule für Technik
und Verkehr in Berlin teil.
Am 01.10.1934 wechselt er als MG-Offizier in den Stab der Landespolizeigruppe
Hannover, wo er später u.a. den Posten eines Zugführers in der 2.
Landes-Polizei-Hundertschaft Hannover übernimmt.
Im Zuge des Besuches eines Kurses an der Heeresgasschutzschule in Berlin, trat
Bleckwenn am 20.05.1935 der Wehrmacht bei und wird am 17.07.1935 mit Wirkung vom
01.08.1935 in das Rechtsverhältnis eines Soldaten überführt. Daraufhin vom
23.09. bis zum 12.10.1935 zu einem Lehrgang für MG-Zugführer an die
Infanterie-Schule Döberitz kommandiert, ist er ab dem 15.10.1935
Kompanie-Offizier der 3. Kompanie des MG-Bataillons 1. Von dort wechselt er am
17.10.1937 als Chef der 2. Kompanie zum MG-Bataillon 10 und besucht vom 10.07.
bis zum 10.08.1938 einen Offiziers-Lehrgang an der Kriegsschule in Dresden.
Ab dem 10.11.1938 Chef der 2. Kompanie im MG-Bataillon 14, bzw. ab dem
04.01.1940 des I. Bataillons im Grenz-Infanterie-Regiment 127, ist er an der
Sicherung des Westwalls im Einsatz und kommt an der Westfront zum Kampfeinsatz.
Am 22.11.1940 übernimmt er dann das Kommando über das III. Bataillon des
Infanterie-Regiments 690, das aus dem I. Bataillon des
Grenz-Infanterie-Regiments 127 hervorging. Von dort wechselt er am 26.03.1941 in
die Führer-Reserve und wird als Offiziers-Ausbilder im
Infanterie-Ersatz-Bataillon 63 in Ingolstadt eingesetzt.
Im Zuge der Kämpfe im Osten übernimmt Bleckwenn am 20.08.1941 das III. Bataillon
des Infanterie-Regiments 256 im Raum Bobruisk, woraufhin er am 31.08. mit
Wirkung vom 15.08.1941 von der Führer-Reserve, als Bataillons-Kommandeur zur
112. Infanterie-Division versetzt wird. Dort am 09.09.1941 verwundet und zur
Genesung in das Infanterie-Ersatz-Bataillon 256 versetzt, kommt er vom 31.10.
bis 03.11.1941 in die Führer-Reserve der Heeresgruppe Mitte und übernimmt am
04.11.1941 das Kommando über das III. Bataillon des Infanterie-Regiments 467,
bzw. am 27.11.1941 des I. Bataillons des Regiments.
Am 18.02.1942 übernimmt er mit Wirkung vom 31.01.1942 die Führung des
Infanterie-Regiments 487, dessen Führung der bereits seit dem 18.01.1942
übernommen hatte, wobei er am 30.09.1942 mit Wirkung vom 01.08.1942 auch das
Kommando über das spätere Grenadier-Regiment 487 übernimmt.
Nachdem am 21.02.1944 der sowjetische Grossangriff die HKL der 31.
Infanterie-Division zwischen Dnjepr-Knie und Koromka erfasste, kam es dabei zu
tiefen Einbrüchen. Bleckwenn unterstütze mit seinem Regiment die schwer in
Bedrängnis geratene Nachbardivision nach besten Kräften und trug so wesentlich
dazu bei, daß diese an der Grenze der 4. und 9. Armee liegende Division nicht
zerschlagen wurde. Dafür wird er am 29.02.1944 durch die 31. Infanterie-Division
zum Ritterkreuz vorgeschlagen, das ihm dann am 06.04.1944 als Oberst und
Kommandeur des Grenadier-Regiments 487 verliehen wurde. Im Zuge der sowjetischen
Großoffensive im Sommer 1944, die zur Zerschlagung der Heeresgruppe Mitte
führte, schlugen sich die Reste der Grenadier-Regimenter 532, 487 und des
Artillerie-Regiments 31 nach 44 Tagen wieder zu den eigenen Linien durch. Unter
den Versprengten befanden sich die Oberste Jüttner, Bleckwenn und Oberstleutnant
Schmidtmann. Dabei überquerte Bleckwenn in der Nacht vom 04. auf den 05.08.1944
die reißende Memel südlich Drushkiniki. Bleckwenn erhält dafür am 18.10.1944 als
Oberst und Kommandeur des Grenadier-Regiments 4387 das Eichenlaub zum
Ritterkreuz.
Bleckwenn wird mit Wirkung vom 14.08.1944 in die Führer-Reserve versetzt und zum
Kampfkommandanten von Trier ernannt, wofür es jedoch keinen offiziellen Nachweis
gibt. Danach mit Wirkung vom 19.10. bis zum 15.11.1944 zum 15.
Divisions-Führer-Lehrgang nach Hirschberg kommandiert und dann mit Wirkung vom
15.11.1944 mit der Führung der 708. Volks-Grenadier-Division beauftragt, kommt
Bleckwenn mit Wirkung vom 21.02.1945 wieder in die Führer-Reserve und wird am
22.02.1945 mit Wirkung vom 21.02.1945 zur Heeresgruppe Weichsel kommandiert,
unter Verwendung als Inspekteur der Infanterie bei der 1. Marine-Division. Dabei
übernimmt er am 28.02.1945 dann die Führung der 1. Marine-Schützen-Division. Im
Zuge dieses Kommandos tritt er mit Wirkung vom 28.02.1945 aus dem Befehlsbereich
des Heeres aus und mit Wirkung vom 01.03.1945 dem Befehlsbereich des
Oberkommandos der Kriegsmarine bei.
So gerät er am 04.05.1945 in britische Gefangenschaft, aus der er im Juli 1947
entlassen wird. Allerdings schließt sich bis zum 25.10.1947 die französische
Gefangenschaft an. Dort wird er versehentlich als Kriegsverbrecher behandelt und
nach mehrfacher Entschuldigung schließlich dann doch entlassen.
Wilhelm Bleckwenn verstarb am 10.05.1989 in Saarbrücken.
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Beförderungen |
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Auszeichnungen |
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Unterwachtmeister |
01.10.1925 |
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Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes |
18.10.1944 |
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Polizei-Wachtmeister |
01.01.1927 |
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Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes |
06.04.1944 |
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Polizei-Oberwachtmeister |
01.06.1930 |
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Eisernes Kreuz II. Klasse |
21.05.1940 |
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Polizei-Offiziers-Anwärter |
11.08.1932 ernannt |
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Eisernes Kreuz I. Klasse |
01.07.1940 |
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Polizei-Leutnant |
21.03.1933 m. Wirk. v. 01.04.1933 |
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Deutsches Kreuz in Gold |
14.04.1942 |
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Polizei-Oberleutnant |
18.07.1934 m. Wirk. v. 01.07.1934 |
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Dienstauszeichnung IV. Klasse |
02.10.1936 |
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Oberleutnant |
15.10.1935 -81- erh. RDA v. 01.05.1933 (18t1t) |
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Ehrensäbel für Schiessen mit Gewehr |
26.11.1937 |
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Hauptmann |
02.10.1936 -5000- m. Wirk. v. 01.10.1936 (RDA v. 01.10.1936(93) |
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Schutzwall-Ehrenzeichen |
20.03.1940 |
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Major |
15.10.1941 -5150- m. Wirk. v. 01.09.1941 (RDA v. 01.09.1941(23a) |
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Infanterie-Sturmabzeichen in Silber |
01.07.1940 |
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Oberstleutnant |
30.09.1942 -6810- m. Wirk. v. 01.08.1942, unter Vorbeh. der Festsetz,
des RDA |
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Verwundetenabzeichen in Schwarz |
10.09.1941 |
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Oberstleutnant |
16.11.1942 -7940- erh. RDA v. 01.11.1942(67) |
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Verwundetenabzeichen in Silber |
20.08.1943 |
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Oberst |
08.11.1943 -7210- m. Wirk. v. 01.09.1943 (RDA v. 01.09.1943(40e) |
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Medaille Winterschlacht im Osten |
20.08.1942 |
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Generalmajor |
08.02.1945 m. Wirk. v. 30.01.1945 (RDA v. 30.01.1945 unter Vorbeh. der
Ordnungsnr. zum RDA) |
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EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

Buchhinweise:
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