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Ritterkreuzträger Eugen Heinrich Bleyer
Generalleutnant

Eugen Heinrich Bleyer wurde am 20.11.1896 in Mainz geboren und trat am 13.08.1914 als Fahnenjunker dem E-Bataillon des 3. Großherzoglich Hessischen Infanterie-Leibregiments Großherzogin Nr. 117 bei und wurde nach einer kurzen Ausbildung am 08.10.1914 zum Infanterie-Regiment 117 ins Feld versetzt. Dort wird er vom 30.11.1914 bis zum 15.02.1915 zu einem Fahnenjunker-Kursus nach Döberitz kommandiert und nach seiner Rückkehr zum Regiment, am 20.05.1915 in das Infanterie-Regiment 186 versetzt, wo er am 13.06.1915 leicht verwundet wird, aber bei der Truppe verbleiben kann.
Nach einer weiteren schweren Verwundung am 07.10.1915 durch eine Handgranate an beiden Beinen, wird er am 12.02.1916 in das E-Bataillon des Infanterie-Regiments 186 versetzt und kehrt dann nach seiner vollständigen Ausheilung am 18.03.1916 zum Regiment ins Feld zurück, wo er am 27.07.1916 zum Adjutanten des III. Bataillons ernannt wird. Als solcher am 15.02.1918 am Oberschenkel verwundet, bzw. am 26.07.1918 am Kopf, kommt Bleyer am 03.11.1918 wieder in das E-Bataillon des Infanterie-Regiments 186 und von dort aus, nach der Genesung, am 05.04.1919 zum Infanterie-Regiment 117, wo er vom 07.04. bis zum 15.09.1919 den Posten des Gerichts-Offiziers übernimmt.
Am 16.09.1919 zunächst zum Adjutanten des Regiments ernannt, übernimmt er dann die Führung einer Kompanie im Hessischen Freikorps in Hachenburg, Limburg, Weilburg und Wetzlar.
Ab dem 11.11.1919 dann Führer der 2. (MG) Kompanie im Reichswehr-Infanterie-Regiment 36 und vom 01.01. bis zum 04.02.1920 zu einem MG-Kursus an die Infanterieschule Wünsdorf kommandiert, ist Bleyer vom 10.05. bis zum 31.05.1920 Ordonnanz-Offizier in seinem Regiment und wird dann am 01.06.1920 in das Reichswehr-Schützen-Regiment 22 versetzt. Von dort aus wird er mit Wirkung vom 01.10.1920 in das Infanterie-Regiment 14 nach Marburg, Weimar und dann Kassel versetzt, wo er ab dem 01.01.1921 zum A-Bataillon gehört.
Ab dem 05.12.1921 schließen sich verschiedene Lehrgänge an. Darunter ein Sport-Lehrgang innerhalb des Regiments, eine Ausbildung zum Sportlehrer in Wünsdorf, ein Pionier-Lehrgang des Regiments in Giessen und ein Waffenschullehrgang in Dresden. Weiterhin erhält er vom 21.02. bis zum 25.02.1927 eine Wehrkreisprüfung.
Am 01.01.1928 wird er in die 12. (MG) Kompanie des Infanterie-Regiments 15 versetzt, erhält vom 21.05. bis zum 30.06.1928 einen Fahr- und Geräte-Lehrgang bei der 5. Fahr-Abteilung und legt dann vom 11.03. bis zum 14.03.1930 seine Wehrkreisprüfung ab.
Mit Wirkung vom 01.10.1930 in die 13. (MG) Kompanie des 1. (Preuß.) Infanterie-Regiments versetz, wird er dort am 12.09.1930 zum Chef der 6. Kompanie ernannt und gehört laut Stellenbesetzung vom 01.10.1934 zum III. Bataillon des Infanterie-Regiments Königsberg.
Am 15.10.1935 Chef der 4. Schwadron des Radfahr-Bataillons 1, wird Bleyer am 06.10.1936 in den Stab der 29. Division versetzt. Von dort wechselt er dann am 10.11.1938 als Adjutant zum Standort-Kommandanten von Erfurt und wird im Zuge der Allgemeinen Mobilmachung am 26.08.1939 zum Kommandeur des III. Bataillons des Infanterie-Regiments 335 ernannt, wobei er vor dem 03.12.1939 für 14 Tage die Führung des Infanterie-Regiments 367 übernommen hatte.
Ab dem 16.02.1940 zunächst Kommandeur des II. Bataillons des Infanterie-Regiments 630, bzw. ab dem 15.03.1940 des I. Bataillons des Infanterie-Regiments 36 am Westwall, nimmt er mit diesem am Feldzug im Westen teil und bewährte sich dort mit seinem Bataillon aufs Beste.
Mit Wirkung vom 17.03.1941 übernimmt Bleyer dann das Kommando über das Infanterie-Regiment 379, mit dem er an der Ostfront in Lappland zum Einsatz kommt. Dabei greift er in die Kämpfe am Keinuvaara in der Schlacht bei Salla und bei den späteren Umfassungsschlachten Kulantoinvaara, Alakurtti und Lyssaja Gora entscheidend ein, wofür er am 14.12.1941 als Oberstleutnant und Kommandeur seines Regiments mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet wurde.
Im Frühjahr 1943 mit der Führung der 169. Infanterie-Division betraut, wird er vom 03.05. bis zum 29.05.1943 zum 4. Divisions-Führer-Lehrgang kommandiert, nachdem er zuvor in die Führer-Reserve versetzt wurde. Dort wird er am 10.08.1943 zum Sonderstab A beim Chef der Generalstabes des Heeres kommandiert, um am 01.10.1943 die Führung der 258. Infanterie-Division zu übernehmen, wobei er am 01.12.1943 auch das Kommando übertragen bekommt.
Am 15.02.1944 im Wehrmachtsbericht genannt, wird er mit Wirkung vom 05.09.1944 wieder in die Reserve versetzt und am 01.10.1944 mit dem Kommando über die 181. Infanterie-Division beauftragt. Dabei gerät er am 15.05.1945 im Raum Celje (Cilli) in jugoslawische Gefangenschaft. Dort wird er im Dezember 1949 aufgrund erpresster Geständnisse zum Tode verurteilt, aber im Juni 1950 zu 18 Jahre Kerker begnadigt. Am 22.05.1952 erfolgte dann die Entlassung aus der Gefangenschaft im Lager Hersfeld.
Nach dem Krieg gründete er 1954 den Landesverband Hessen des Deutschen Sozialwerks e.V. und übernimmt zugleich den Landesvorsitz. Von 1962 bis 1965 ist Bleyer stellvertretender Bundesvorsitzender des Deutschen Sozialwerks e.V. und zugleich Präsident des Deutschen Soldatenbundes Kyffhäuser e.V.. Weiterhin übernimmt er zusammen mit dem Präsidenten der Heimkehrer Deutschlands den Posten des Präsidenten des Deutschen Kameradenwerkes -Wiesbaden- dem Sozialwerk des Kyffhäuserbundes und des Verbandes der Heimkehrer. Damit machte er sich um die ehemaligen Kriegsteilnehmer und deren Angehörigen verdient und erhielt dafür auf Vorschlag des hessischen Ministerpräsidenten das Bundesverdienstkreuz I. Klasse.
Eugen Heinrich Bleyer verstarb am 18.03.91979 in Bad Tölz.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Unteroffizier 27.01.1915 Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 14.12.1941
Fähnrich 01.03.1915 -I1309- m. Patent vom 01.03.1915 Eisernes Kreuz II. Klasse 27.01.1940
Leutnant 08.05.1915 -I929- vorl. ohne Patent Eisernes Kreuz I. Klasse 16.06.1940
Leutnant 16.04.1918 -I119- erh. Patent v. 22.05.1914 Eisernes Kreuz II. Klasse - 1. WK 05.10.1915
Leutnant 01.07.1922 -490- erh. RDA v. 01.09.1915(238) Eisernes Kreuz I. Klasse - 1. WK 13.08.1916
Oberleutnant 31.07.1925 -490- m. Wirk. v. 01.04.1925 (RDA v. 01.04.1925(200)) Hessische Tapferkeitsmedaille 17.10.1915
Hauptmann 01.02.1931 -300- m. Wirk. v. 01.02.1931 (RDA v. 01.02.1931(34)) Hessisches Kriegs-Ehrenkreuz in Eisen 22.08.1917
Major 18.01.1936 -300- m. Wirk. v. 01.01.1936 (RDA v. 01.01.1936(36)) Verwundetenabzeichen in Gold -1. WK 28.06.1918
Oberstleutnant 30.01.1939 -400- m. Wirk. v. 01.02.1939 (RDA v. 01.02.1939(32)) Ehrenkreuz für Frontkämpfer 15.01.1935
Oberst 13.12.1941 -6400- m. Wirk. v. 01.01.1942 (RDA v. 01.01.1942(52)) Medaille Winterschlacht im Osten 22.08.1942
Generalmajor 08.12.1943 -7710- m. Wirk. v. 01.12.1943 (RDA v. 01.12.1943(25)) Dienstauszeichnung II. Klasse 02.10.1936
Generalleutnant 20.07.1944 -210- m. Wirk. v. 01.06.1944 (RDA v. 01.06.1944(12)) Bundesverdienstkreuz 1. Klasse 17.08.1967

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