Johann Bloch wurde am 07.07.1915 in Schlechtenwegen bei Herbstein in Hessen
geboren und gehörte vom 05.04.1934 bis zum 12.10.1935 zum Infanterie-Regiment
Ludwigsburg.
Nach Ende seiner Dienstzeit ins Zivilleben entlassen, wird er am 26.08.1939
wieder eingezogen und der 5. Kompanie des Infanterie-Regiments 116 zugeteilt,
mit der er am Westfeldzug teilnimmt.
Mit Ende der Kämpfe in Frankreich kommt Bloch am 13.08.1940 in die 1. Kompanie
des Landesschützen-Bataillons 640, die er am 30.10.1941 in Richtung
Landesschützen-Ersatz-Bataillon 9 in Mühlhausen/Thüringen verliess. Von dort
wird er in die 1. Kompanie des Infanterie-Ersatz-Bataillons 106 versetzt, um mit
Meldung vom 05.01.1942 der 6. Kompanie des Infanterie-Regiments an der Ostfront
zugeteilt zu werden. Mit Meldung vom 05.02.1942 befindet er sich dann in der 1.
Kompanie, wo er am 31.01.1943 bei Ssinjawino verwundet wird. Nach der Ausheilung
der Verwundung dem Grenadier-Ersatz-Bataillon 44 unterstellt und wieder zum
Regiment zurückgekehrt, kommt Bloch am 09.09.1943 nach einer weiteren Verwundung
in die 5. Kompanie des Marsch-Bataillons 11 des Stablack-Süd 7 und mit Meldung
vom 17.09.1943 wieder in seine 1. Kompanie. Dort wird er am 05.02.1944 wieder
verwundet, wobei er bereits im Februar 1944 wieder in die 1. Kompanie
zurückkehrt. Gerade rechtzeitig um den Beginn der 5. Kurlandschlacht am
15.02.1945 zu erleben. Das Grenadier-Regiment 44 befand sich zu jener Zeit in
Frontnähe hinter dem Vartaja-Abschnitt nördlich Preekuln. Bereits am Vormittag
des 15.02.1945 ging die wichtige Höhe 103,5 verloren und das Grenadier-Regiment
44 erhielt den Auftrag diese Höhe im Gegenangriff zurückzuerobern.
Die 1. Kompanie unter dem Oberleutnant Werner Heyduck und seinem
Kompanie-Trupp-Führer Johann Bloch stürmte durch knietiefen Schnee die wichtige
Höhe und stießen noch weiter über diese hinaus in den angrenzenden,
feindbesetzten Wald. Nachdem sich die Kompanie dann auf die Höhe zurückzog,
hielt sie die Höhe gegen mehrere Gegenangriffe mit vielfacher Übermacht. Da
Bloch dabei einen wesentlichen Anteil hatte, erhielt er als Oberfeldwebel und
Kompanie-Trupp-Führer der 1. Kompanie, nach seinem Kompaniechef, am 14.04.1945
das Ritterkreuz.
Kurz vor Kriegsende verwundet und am 08.05.1945 vom Kriegslazarett Skade, wo er
ihm das Ritterkreuz ausgehändigt wurde, nach Libau in das dortige
Marine-Lazarett verlegt, geriet er dort am 09.05.1945 in sowjetische
Gefangenschaft. Diese führte ihn über Grottingen, Nilldowo, Welikije Luki I nach
Ostaschkow am Seliger See, wo er am 24.07.1948 in die Heimat entlassen wurde.
Dort wird er dann am 26.07.1948 im Übergangslager Petersburg bei Erfurt
registriert.