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Ritterkreuzträger Oskar Blümm
Generalleutnant

Oskar Blümm wurde am 26.06.1884 in Zwiesel im Kreis Regen geboren und trat am 22.09.1905 als Fahnenjunker des Kgl. Bay. Infanterie-Regiment "Großherzog Friedrich Franz IV. von Mecklenburg-Schwerin" bei und wechselte am 11.09.19106 in das Kgl. Bayr. 5. Infanterie-Regiment "Großherzog Ernst Ludwig von Hessen".
Mit Beginn des 1. Weltkriegs übernimmt Blümm am 03.08.1914 den Posten des Adjutanten des I. Bataillons des Bayr. Reserve-Infanterie-Regiments 4 und kommt mit diesem an der Westfront zum Einsatz, wo er am 04.09.1914 den Posten des Adjutanten des Regiments übernimmt.
Vom 02.10. bis zum 07.10.1916 zur Besonderen Verwendung zum AOK Süd kommandiert und an der Ostfront im Einsatz, ist er ab dem 31.07.1917 stellvertretender Adjutant der 3. Bayr. Reserve-Infanterie-Brigade und ab dem 31.12.1917 Adjutant der 22. bayr. Infanterie-Brigade.
Am 28.01.1918 wird er mit Wirkung vom 05. bis zum 09.02.1918 zu einem Ausbildungskursus an die Nachrichtenschule Bukarest kommandiert. Danach zur Brigade zurückgekehrt erkrankt er dort am 16.11.1918 und kommt bis zum 18.12.1918 in das Städt. Krankenhaus Barmen und danach  bis zum 15.02.1919 in das Ordenslazarett Bamberg, um dann wieder zur 5. bayr. Infanterie-Brigade zurückzukehren.
Ab dem 06.03.1919 im Freiwilligen-Bataillon "Thielmann" und später im Freiwilligen-Bataillon "Wanka" übernimmt er dort den Posten eines Kompanie-Führers. Mit gleichem Posten wechselt er am 20.04.1919 zum Freikorps "Bamberg" und ist ab dem 23.05.1919 Führer der 2. Kompanie des Reichswehr-Infanterie-Regiments 46.
Vom 11.05.1920 bis zum 13.07.1920 bei der Lehrbrigade Döberitz, wird Blümm infolge der Umformierung zum 150.000 Mann-Heer mit seiner Kompanie des II. Bataillon des 46. Infanterie-Regiments versetzt.
Mit der Umformierung in ein 100.000 Mann-Heer übernimmt Blümm am 01.01.1921 die Führung der 10. Kompanie des Infanterie-Regiments 21 und nimmt als solcher vom 18.09. bis zum 15.10.1924 an einem MG-Lehrgang auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr teil. Im gleichen Jahr wechselt er kurzzeitig zur 7. Kompanie, kehrt aber kurz darauf wieder zur 10. Kompanie zurück.
Ab dem 01.02.1926 Hauptmann beim Stabe des III. Bataillons, nimmt er vom 08.06. bis zum 20.06.1927 an einer Wehrkreis-Übungsreise teil und wird mit Wirkung vom 01.10.1927 in die T2-Abteilung des Reichswehr-Ministeriums versetzt. Dort vom 06.10. bis zum 22.10.1931 zu einem Lehrgang für Stabs-Offiziere kommandiert, sowie vom 03.10. bis zum 18.10.1933 zu einem Schiess-Lehrgang für schwere Waffen nach Döberitz, übernimmt Blümm am  01.11.1933 das Kommando über das III. Bataillon des Regiments. Bereits am 01.10.1934 ist er Kommandeur des Infanterie-Regiments Bayreuth, dass am 15.10.1935 in Infanterie-Regiment 42 umbenannt wird.
Ab dem 10.11.1938 Infanterie-Kommandeur 7, übernimmt er im Zuge der Allgemeinen Mobilmachung am 26.08.1939 das Kommando über die 57. Infanterie-Division. Mit dieser nimmt er am Polen- und Ost-Feldzug teil, wo er zwischenzeitlich im September 1941 in ein Lazarett eingeliefert wird. Mit seiner Division nahm er die wichtige und hart verteidigte Stadt Poltawa und besetzte dabei die wichtige Worsla-Brücke auf der Strasse Poltawa-Charkov. Es gelang der 57. Infanterie-Division einen kleinen Brückenkopf zu bilden, was für die Gesamtlage von entscheidender Bedeutung war. Dem Feind wurde es damit verwehrt starke Kräfte über Poltawa in Richtung Charkov vorzuziehen. Dafür er hielt Blümm als Kommandeur der 57. Infanterie-Division und Generalleutnant am 23.11.1941 das Ritterkreuz.
Dann mit Wirkung vom 12.01.1942 in die Führer-Reserve versetzt, übernimmt er mit Wirkung vom 10.04.1942 erneut das Kommando über die 57. Infanterie-Division, um mit Wirkung vom 10.10.1942 erneut in die Reserve versetzt zu werden. Dort wird er mit Wirkung vom 01.11.1942 mit dem Kommando der Division Nr. 407 betraut. In der Ausübung seines Kommandos meldet er sich am 01.04.1945 krank und gerät so am 26.04.1945 in Gefangenschaft.
Oskar Blümm verstarb am 12.12.1951 in Ursberg in Schwaben.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Fahnenjunker 22.09.1905 Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 23.11.1941
Fahnenjunker-Gefreiter 21.11.1905 Eisernes Kreuz II. Klasse - 1. WK 28.09.1914
Fahnenjunker-Unteroffizier 21.12.1905 Eisernes Kreuz I. Klasse - 1. WK 14.03.1916
Fähnrich 30.04.1906 mit Patent Nr. 3 Eisernes Kreuz II. Klasse 24.09.1939
Leutnant 08.03.1907 mit Patent Nr. 43 Eisernes Kreuz I. Klasse 06.10.1939
Oberleutnant 18.08.1914 Hessische Tapferkeitsmedaille 03.10.1914
Hauptmann 27.09.1916 m. Wirk. v. 08.11.1916 mit Patent Nr. 1 Bayr. Militär-Verdienst-Orden 4. Klasse mit Krone und Schwertern 22.02.1917
Hauptmann 01.02.1922 erh. neues RDA v. 18.08.1915(4) Ehrenkreuz für Frontkämpfer 15.02.1935
Major 01.04.1928 RDA 5 Dienstauszeichnung I. Klasse 02.10.1936
Oberstleutnant 01.02.1933 RDA 10 Medaille zur Erinnerung an den 13.03.1938 ???
Oberst 01.02.1935 RDA 4 Medaille zur Erinnerung an den 01.10.1938 ???
Generalmajor 31.03.1938 m. Wirk. v. 01.04.1938 (RDA v. 01.04.1938(7)) Medaille Winterschlacht im Osten ???
Generalleutnant 20.04.1940 m. Wirk. v. 01.04.1940 (RDA v. 01.04.1940(10))

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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