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Ritterkreuzträger Willi Blumenroth
Leutnant der Reserve, Infanterie

Willi Blumenroth wurde am 19.7.1919 in Langerfeld bei Wuppertal geboren und meldete sich am 30.01.1939 als freiwilliger zum Nachrichtenzug im Stab des Artillerie-Regiments 70 in Niederlahnstein.
Am 01.04.1939 absolviert er zunächst seine Arbeitsdienstpflicht in der RAD-Abteilung 4/255 in Pfungstadt und gehört dann vom 26.08. bis zum 12.10.1939 zur 2. Kompanie des Bau-Bataillons 158.
Am 13.10.1939 wechselt er in die 1. Kompanie des Grenz-Infanterie-Ersatz-Bataillons 124 nach Koblenz, bzw. am 17.01.1940 zur 5. (MG) Kompanie des Bataillons in das Warthelager.
Am 18.02.1940 kommt Blumenroth in die 3. Kompanie des Grenz-Infanterie-Regiments 124 der 72. Infanterie-Division und besucht weiterhin einen Lehrgang bei der 14. Kompanie, bzw. eine Reitausbildung bei der 13. Kompanie des Regiments. Mit seiner Kompanie nimmt er am Westfeldzug teil und gehört nach der Umbenennung des Regiments, vom 19.09.1940, zur 3. Kompanie des Infanterie-Regiments 124, mit der er auch am Balkan-Feldzug teilnimmt.
Mit dieser Kompanie nimmt er am Ostfeldzug teil. Dabei wird am 29.09.1941 die vorgeschobene 3. Kompanie im Raum Melitopol am Asowschen Meer in Regimentsstärke angegriffen. Gegen 06.00 Uhr morgens bestand starke Gefahr das die Kompanie überrannt wird. Unteroffizier Blumenroth, in klarer Erkenntnis der bedrohlichen Lage, riss daraufhin seine Gruppe zum Gegenstoß in die linke Flanke des Gegners voran. Selbst mit einer MPi und die Gruppe mit einem MG und Gewehren bewaffnet, warf die Gruppe den Gegner nach heftigen Kämpfen, zum Teil aus dem Laufen feuernd, nach Norden und Nordosten zurück. Dadurch rettete Blumenroth nicht nur seine Kompanie, sondern sicherte so auch einen wichtigen Abwehrerfolg der gesamten Division. Dafür wird er am 23.10.1941 als Unteroffizier und Gruppenführer in der 3. Kompanie des Infanterie-Regiments 124 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.
Im Rahmen der 72. Infanterie-Division nahm Blumenroth an den Kämpfen auf der Krim teil, überwinterte vor Sewastopol und nahm im Sommer 1942 die Kämpfe um die Festung wieder auf. Dort fiel er am 17.06.1942 beim Sturm auf die Adlerhöhe ca. 22 Kilometer nördlich von Kadykowa im Kampf und wird auf dem Friedhof Bayjdary beigesetzt. Posthum erfolgte die Beförderung zum Leutnant der Reserve.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Gefreiter 19.06.1940 m. Wirk. v. 01.06.1940 Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 23.10.1941
Unteroffizier 01.08.1941 Eisernes Kreuz II. Klasse 15.06.1940
Offiziers-Anwärter 15.09.1941 ernannt Eisernes Kreuz I. Klasse 21.09.1941
Feldwebel 01.03.1942 Infanterie-Sturmabzeichen in Silber 16.08.1940
Leutnant der Reserve 30.06.1942 -1710-  m. Wirk. v. 01.06.1942 (RDA v. 01.06.1942 (5573)) p.m. Bulg. Verdienst-Medaille am Kriegsband mit Krone in Bronze 10.04.1942

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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