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Ritterkreuzträger Carl-Ludwig Blumenthal
Hauptmann, Infanterie

Carl-Ludwig Paul Max Rudolf Blumenthal wurde am 20.12.1917 in Lüneburg geboren und leistete ab April 1937 bis Herbst freiwillig den Arbeitsdienst ab, um am 04.11.1937 freiwillig der 2. Kompanie des Infanterie-Regiments 47 in Lüneburg beizutreten. Von dort wechselte er am 29.10.1938 in die 2. Schützen-Lehr-Kompanie des Infanterie-Lehr-Regiments. Dort findet er zunächst als MG-Schütze und ab dem 08.09.1939 als Gruppenführer Verwendung. Zwischendurch besuchte er vom 21.04. bis zum 24.05.1939 einen Unterführer-Lehrgang und wird am 25.10.1939 zum 8. Lehrgang an die Infanterieschule Döberitz versetzt, unter gleichzeitiger Kommandierung zum 2. Offiziers-Anwärter-Lehrgang in der VIII. Inspektion.
Am 26.01.1940 erfolgte die Versetzung in die 7. Kompanie des Infanterie-Lehr-Regiments, wo er unter anderem als Zugführer eingesetzt wird. Laut Meldung vom 14.02.1940 gehörte er als Zugführer der 5. Kompanie des Infanterie-Regiments "Großdeutschland" an, wo er am 15.03.1940 durch das Offiziers-Korps des II. Bataillons zum Offizier gewählt wird. Am 24.04.1940 erfolgte die Versetzung in die 7. Kompanie, wobei andere Dokumente die 3. Kompanie nennen. Blumenthal nimmt so dann am Frankreich-Feldzug teil, wo er insgesamt viermal verwundet wird und schliesslich vom 04.07. bis zum 12.09.1940 im Lazarett Heidelberg liegt.
Wieder genesen gehörte er als Rekrutenoffizier dem Infanterie-Ersatz-Bataillon (m) 99, dem späteren Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments "Großdeutschland". Von dort wird er, nachdem er zwischenzeitlich aufgrund seiner Verwundung vom 02.07.1940 ins Lazarett Hohenlychen gebracht wurde, ins Regiment versetzt, mit dem er am Russland-Feldzug teilnimmt und im Oktober 1941 durch Erfrierungen an beiden Beinen abermals verwundet wird. Wieder genesen, kommt er von der 1. Kompanie des Ersatz-Bataillons am 06.02.1942 in das Feld-Ersatz-Bataillon des Regiments und von dort am 20.02.1942 in das II. Bataillon des Regiments. Nach der Umbenennung des Regiments am 20.04.1942 in Infanterie-Regiment "Großdeutschland" 1 übernimmt er dort den Posten des Chefs der 6. Kompanie. Als solcher erfriert er sich am 06.03.1942 erneut beide Füsse, wird aber nach Behandlung am 28.06.1942 zum Führer der 7. Kompanie ernannt, wobei er am 03.09.1942 den Chefposten übernimmt. Im Sommer 1942 an der Südfront im Einsatz, fasste Blumenthal zusammen mit fünf weiteren Kameraden am 04.07.1942 den selbständigen Entschluss die wichtige Don-Brücke bei Woronesh in Besitz zu nehmen. In zähen Kämpfen gelang es dem kleinen Trupp die Brücke gegen 24.00 Uhr endgültig zu sichern. Die Inbesitznahme der Brücke war somit entscheidend für den Fortgang der Operationen nicht nur der Division, sondern auch der gesamten Südfront mit Ziel Stalingrad. Für seinen wichtigen persönlichen Einsatz erhielt Blumenthal am 18.09.1942, als Oberleutnant der Reserve und Chef der 7. Kompanie des Infanterie-Regiments "Großdeutschland" 1 das Ritterkreuz. Anlässlich der Verleihung des Ritterkreuzes, erließ der Regimentskommandeur Oberst Köhler am 09.10.1942 einen entsprechenden Tagesbefehl, der die Tat Blumenthals besonders herausstellte.
Vom 10.09. bis zum 09.12.1942 erkrankt, wird er dann vom 27.07 bis zum 04.08.1943 zu einem Kompanie-Führer-Lehrgang an der Panzertruppenschule bergen kommandiert, wo er mehrere Taktische Lehrgänge besucht. So kehrt er am 12.10.1943 als Kompanie-Chef zum II. Bataillon des Grenadier-Regiments "Großdeutschland" zurück, wo er sich am 17.10.1943 erneut Erfriedrungen an beiden Füssen zuzieht. Infolge dieser Erfrierungen wird er, als Kompanie-Chef, am 31.01.1944 in das I. Bataillon des Grenadier-Ersatz-Regiments "Großdeutschland" versetzt und am 31.07.1944, mit Wirkung vom 01.06.1944 in das aktive Offiziers-Korps übernommen.
Kurz vor Kriegsende erfolgte am 16.02.1945 die Versetzung in das Feld-Wach-Regiment "Großdeutschland", wo er das Kriegsende erlebt.
Nach Ende des Krieges trat Blumenthal 1956 der Bundeswehr bei und erhält zunächst ein Kommando bei der Nato in Paris, ist dann Taktiklehrer an der Heeres-Offiziers-Schule in Hamburg-Wandsbeck, wird daraufhin zum stellvertretenden Kommandeur des Panzer-Grenadier-Lehr-Bataillons ernannt, ist vom 01.11.1961 bis zum 31.03.1966 Kommandeur des Panzer-Grenadier-Bataillons 73 in der Röttiger-Kaserne in Hamburg-Neugraben. Blumenthal übernimmt dann am 01.04.1966 das Kommando über das Wach-Bataillon der Bundeswehr in Bonn-Siegburg, das er am 30.09.1970 wieder abgibt. Seine weitere Verwendung  ist unbekannt. Jedoch wird er am 31.03.1974 in den Ruhestand verabschiedet.
Carl-Ludwig Blumenthal verstarb am 09.03.1989 in Troisdorf bei Bonn.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Gefreiter 01.10.1938 Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes

18.09.1942

Reserve-Offiziers-Anwärter 01.06.1939 ernannt Eisernes Kreuz II. Klasse 13.06.1940
Unteroffizier ROA 01.08.1939 Eisernes Kreuz I. Klasse 13.06.1941
Feldwebel ROA 01.01.1940 Verwundetenabzeichen in Schwarz ????
Leutnant der Reserve 24.04.1940 -900- mit Wirk. v. 01.04.1940 (RDA v. 01.04.1940 (1713)) Verwundetenabzeichen in Silber 22.07.1940
Oberleutnant der Reserve 15.05.1942 -1´240- m. Wirk. v. 01.04.1942 (RDA v. 01.04.1942 (4677) Infanterie-Sturmabzeichen in Silber 27.10.1940
Oberleutnant der Reserve 24.10.1942 -2720- erh. neues RDA v. 01.04.1941 (274) Medaille Winterschlacht im Osten 08.09.1942
Oberleutnant 31.07.1944 -4111- im Heer angestellt m. Wirk. v. 01.06.1944 (RDA v. 01.04.1944 (55)
Hauptmann 31.07.1944 -4111- m. Wirk. v. 01.06.1944 (RDA v. 01.06.1944 (24))
Hauptmann 20.09.1944 -1202- erh. neues RDA v. 01.05.1944 (3)
Major (Bw) ???
Oberstleutnant (Bw) ???

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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