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741. Eichenlaubträger Günther Blumentritt
General der Infanterie

    
   
Günther Alois Friedrich Blumentritt wurde am 10.02.1892 in München geboren
und trat am 29.05.1911 als Fahnenjunker der 3. Kompanie des 3. Thüring.
Infanterie-Regiments Nr. 71 bei. Von dort wird er vom 05.01. bis zum 28.09.1912
an die Kriegsschule Danzig kommandiert. Zum Regiment zurückgekehrt, wird er dort
am 19.11.1912 in die 5. Kompanie versetzt und kommt mit dieser mit Beginn des 1.
Weltkriegs zunächst an der Westfront im Raum Namur zum Einsatz.
Am 04.12.1914 zum Adjutant des II. Bataillons ernannt, erlebt er sämtliche
Kämpfe des Regiments an der West- und Ostfront, bis er am 01.10.1918 zum
Adjutanten des gesamten Regiments ernannt wird. Kurze Zeit später verwundet,
wird er am 17.08.1918 vom Lazarett dem Ersatz-Bataillon des Regiments zugewiesen
und kehrt dann am 02.09.1918 ins Feld zurück. Dort übernimmt er drei Tage später
den Posten des Adjutanten der 205. Infanterie-Brigade bzw. ab dem 23.12.1918 der
76. Infanterie-Brigade. Doch bereits am 08.01.1919 kehrt er als Adjutant zu
seinem alten Regiment zurück. Dort übernimmt er dann am 20.02.1919 die Führung
der 9. Kompanie. Blumentritt wechselt dann am 11.03.1919 als Führer der 3.
Kompanie zum Freikorps Thüringen und trat am 18.03.1919 zum
Hessisch-Thüring.-Waldeckschen Freikorps über, unter vorläufiger Ernennung zum
Adjutanten, bzw. wird am 23.03.1919 zum Kompanie-Führer im Freikorps ernannt.
Am 01.10.1919 in das Reichswehr-Schützen-Regiment 22 versetzt, wird er am
01.11.1919 als Kompanie-Führer im Reichswehr-Jäger-Bataillon 11 eingesetzt. Von
dort aus wird er am 16.05.1920, mit Wirkung zum 01.06.1920, in das
Reichswehr-Schützen-Regiment 21 versetzt, dem späteren
Reichswehr-Infanterie-Regiment 21. Daraufhin mit Wirkung vom 01.10.1920 zum
Kompanie-Führer im Infanterie-Regiment 15 ernannt, wird Blumentritt mit Wirkung
vom 01.01.1921 als Hilfs-Offizier zum Wehrkreis V kommandiert und ab dem
01.01.1921 dem Infanterie-Regiment 15 wirtschaftlich zugeteilt.
Vom 07.06. bis zum 28.09.1921zur Frontausbildung zur III. (leichten) Abteilung
des Artillerie-Regiments 5 kommandiert, wird er am 10.09.1921 mit Wirkung zum
01.10.1921 in das Reiter-Regiment 15 versetzt, unter Beibehaltung seiner
bisherigen Kommandierung. Mit Wirkung vom 01.10.1921 in den Stab der 5. Division
kommandiert, wird er mit dem 01.10.1922 zum Infanterie-Regiment 15 versetzt.
Dort wird er vom 30.04. bis zum 12.05.1923 auf eine Übungsreise, bzw. vom
01.11.1923 bis zum 29.02.1924 zum Stab des Artillerie-Führers V kommandiert.
Mit 01.10.1924 in die Ausbildungs-Eskadron des Reiter-Regiments 9 versetzt und
gleichzeitig an die Universität Berlin kommandiert, wird er ab dem 10.09.1924
wirtschaftlich der Kommandantur Berlin zugeteilt und nimmt vom 30.04. bis zum
12.05.1925 an einer Übungsreise der Inspektion T4 des Reichswehr-Ministeriums
teil.
Nach einem Italienurlaub kommt Blumentritt mit Wirkung vom 01.10.1925 in die 16.
(A) Kompanie des 15. Infanterie-Regiments und wird mit Wirkung vom 01.02.1926 in
den Stab der 6. Division versetzt. Dort kommt er mit Wirkung vom 01.04.1926 in
die Ia/op-Abteilung des Generalstabs der Division. In der Folge nimmt er 1926
und 1927 an Wehrkreis-Übungsreisen teil und wird mit Wirkung vom 01.10.1927 als
Rittmeister in das 13. Reiter-Regiment versetzt. Dabei erfolgte bereits am
13.01.1928 die Rückversetzung als Hauptmann in den Stab der 6. Division und am
21.12.1929 mit Wirkung vom 01.01.1930 die Ernennung zum Chef der 2. Kompanie des
19. (Bayr.) Infanterie-Regiments. Im Herbst 1931 in Spanien im Urlaub. Wieder zu
seiner Kompanie zurückgekehrt, wird er mit Wirkung vom 01.10.1932 zum Stab des
Gruppen-Kommandos 1 kommandiert und gehört dann am dem 01.09.1933 zu den
Offizieren zur Verfügung des Chefs der Heeresleitung, um als Lehrer an
Offiziers-Lehrgängen eingesetzt zu werden.
Ab dem 13.04.1935 an der Kriegsakademie als Hörsaaleiter und Taktiklehrer, wird
er mit Wirkung vom 01.07.1935 als Ia in den Generalstab des Wehrkreis-Kommandos
VI versetzt. Von dort kommt er am 15.10.1935 in den Generalstab des VII.
Armee-Korps und wird am 12.10.1937 zum Kommandeur des I. Bataillons des
Infanterie-Regiments 19 ernannt.
Mit Wirkung vom 03.10.1938 ist er Chef der 4. Abteilung im Generalstab des
Heeres und ab dem 18.08.1939 Ia des neu aufgestellten Armee-Oberkommandos 12,
der späteren Heeresgruppe Süd im Polen-Feldzug. Im Zuge der Allgemeinen
Mobilmachung wechselt Blumentritt am 26.08.1939 in den Generalstab des
Oberbefehlshabers Ost und nimmt so am Polen-Feldzug teil. Mit Ende der Kämpfe
wird er als Ia mit Wirkung vom 23.10.1939 in den Generalstab der Heeresgruppe
Süd versetzt, der späteren Heeresgruppe A für den Westfeldzug.
Nach Ende der Kämpfe im Westen wird Blumentritt mit Wirkung vom 25.10.1940 zum
Chef des Generalstabes der 4. Armee ernannt und behält diese Position bis Anfang
1942 an der Ostfront, wo er mit Wirkung vom 17.01.1942 zum Oberquartiermeister I
im Generalstab des Heeres und zugleich zum stellvertretenden Chef des
Generalstabs des Heeres ernannt wird. Mit Wirkung vom 22.09.1942 übernimmt er
die Geschäfte des Chefs des Generalstabes der Heeresgruppe D, die auch als OB
West bezeichnet wird. Am 05.10.1942 wird er dann mit Wirkung vom 24.09.1942 zum
Chef dieses Generalstabs ernannt. Dabei wird er am 03.01.1943 bei einem
Eisenbahn-Unfall schwer verletzt und in das Reserve-Lazarett I Hannover
gebracht. Wieder genesen wird er am 26.06.1943 mit einem Sonderauftrag zum AOK 7
und dann zur Heeresgruppe Süd entsandt, um dann am 10.06.1944 wieder den Posten
des Chefs des Generalstabes der Heeresgruppe D im Westen zu übernehmen.
Am 01.07.1944 befiehlt der Führer die Auswechslung des OB West durch Kluge,
womit auch der Posten des Chefs des Generalstabes neu besetzt werden soll. In
Frage dafür kam zunächst General Xylander. Am 07.07.1944 soll Generalleutnant
Speidel als Nachfolger feststehen, jedoch übernimmt dann am 02.09.1944
Generalleutnant Westphal die Position Blumentritts. Der OB West von Rundstedt
beantragt daraufhin am 11.09.1944 die Verleihung des Ritterkreuzes an
Blumentritt. Dieser hatte sich während der ersten vier Monate der alliierten
Invasion in der Normandie durch hervorragende Planungs- und Führungsleistungen
ausgezeichnet. Damit erhielt Blumentritt am 13.09.1944 als General der
Infanterie und Chef des Generalstabes der Heeresgruppe D das Ritterkreuz. Kurz
zuvor war er mit Wirkung vom 10.09.1944 in die Führer-Reserve versetzt worden,
dort soll er zunächst jeweils einen Monat bei einem Infanterie- bzw.
Panzer-Korps angelernt werden und nach einem kurzen Kommando eines Korps eine
Armee erhalten. Kurze Zeit später lehnte Hitler am 21.09.1944 die Kommandierung
Blumentritts als General zbV. zum OB West ab, der daraufhin vom 01.10. bis
01.11.1944 zum LXXXVI. Armee-Korps und vom 02.11. bis zum 01.12.1944 zum LVIII.
Panzer-Korps kommandiert wurde, um als Kommandierender General eingearbeitet zu
werden. So wird er dann mit Wirkung vom 19.10.1944 für die Dauer der Erkrankung
des Kommandierenden Generals mit der Führung des XII. SS-Armee-Korps beauftragt.
Daraufhin übernimmt er am 24.11.1944 die Führung der Korps-Gruppe Blumentritt,
als Teil der Armeegruppe Manteuffel bei der Heeresgruppe B.
Am 28.01.1945 erfolgte die Versetzung zur 25. Armee, deren Führung er am
29.01.1945 übernimmt und bereits am 31.01.1945 zum Eichenlaub vorgeschlagen
wird. Dieses wir ihm schließlich am 18.02.1945 verliehen, wobei es ihm erst am
14.03.1945 auf dem Gefechtsstand der Heeresgrippe H ausgehändigt wird. Am
28.03.1945 übernimmt Blumentritt für die Dauer der Abwesenheit des Generals der
Fallschirmtruppe Schimpf, die stellvertretende Führung der 1. Fallschirm-Armee.
Die stellvertretende Führung der 25. Armee übernimmt daraufhin General der
Kavallerie Kleffel.
Ab dem 10.04.1945 ist er Führer der Armeegruppe Blumentritt der ehemaligen
Armeegruppe Student und wird nach Kriegsende am 10.05.1945 zum Oberbefehlshaber
der deutschen Truppen in Schleswig-Holstein ernannt. So gerät er am 01.06.1945
in englische Gefangenschaft, wird aber am 01.12.1946 in amerikanische
Gefangenschaft übergeben, wo er für die US-Historical Division arbeitet, bis er
am 01.01.1948 entlassen wird.
Günther Blumentritt verstarb am 12.10.1967 in Marburg a.d. Lahn.
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Beförderungen |
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Auszeichnungen |
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Unteroffizier |
20.09.1911 |
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Eichenlaub zum Ritterkreuz |
18.02.1945 |
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Fähnrich |
27.01.1912 -I510- m. Patent v. 27.01.1912g |
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Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes |
13.09.1944 |
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Leutnant |
19.11.1912 m. Patent v. 19.11.1912O |
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Eisernes Kreuz II. Klasse |
19.09.1939 |
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Oberleutnant |
22.03.1918 -I1915- m. Patent v. 22.03.1918M2 |
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Eisernes Kreuz I. Klasse |
29.09.1939 |
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Oberleutnant |
01.07.1922 - 490- erh. neues RDA v. 22.03.1918 (2) |
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Eisernes Kreuz II. Klasse - 1. WK |
29.09.1914 |
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Hauptmann |
06.04.1926 m. Wirk. v. 01.04.1926 (RDA v. 01.04.1927(7) |
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Eisernes Kreuz I. Klasse - 1. WK |
18.03.1916 |
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Rittmeister |
06.09.1927 |
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Deutsches Kreuz in Gold |
26.01.1942 |
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Hauptmann |
13.01.1928 |
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Ehrenkreuz für Frontkämpfer |
29.12.1934 |
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Major i.G. |
01.09.1933 -2133- m. Wirk. v. 01.09.1933 (RDA v. 01.09.1933(1)) |
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Dienstauszeichnung I. Klasse |
02.10.1936 |
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Oberstleutnant |
20.04.1936 -2000- m. Wirk. v. 01.04.1936 (RDA v. 01.04.1936 (1)) |
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Kgl. Jugoslawischer St. Sava-Orden II. Klasse |
22.12.1939, Annahmegenehmigung 19.12.1939 |
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Oberst i.G. |
30.09.1938 -2000- m. Wirk. v. 01.10.1938 (RDA v. 01.10.193814))( |
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Medaille Winterschlacht im Osten |
07.08.1942 |
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Oberst i.G. |
14.08.1940 -45- erh. neues RDA v. 01.03.1938(23a) |
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Schwarzenburger Ehrenkreuz 3. Klasse mit Schwertern |
03.01.1915 |
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Generalmajor |
16.01.1942 -520- m. sofortiger Wirk. (RDA v. 01.11.1941(8a)) |
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Ritterkreuz des Kgl. Hausordens Hohenzollern mit Schwertern |
07.07.1918 |
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Generalleutnant |
16.11.1942 -7940- m. Wirk. v. 01.12.1942 (RDA v. 01.12.1942(14)) |
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Verwundeten-Abzeichen in Schwarz |
??? |
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General der Infanterie |
20.04.1944 -1810- m. Wirk. v. 01.04.1944 (RDA v. 01.04.1944(4)) |
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EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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