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Ritterkreuzträger Hans Bock
Major, Panzertruppe

Hans Bock wurde am 10.01.1919 in Oberndorf am Neckar geboren, besuchte von Ostern 1925 bis Ostern 1929 die Volksschule in Oberndorf, wechselte dann bis Ostern 1935 an das Gymnasium Rottweil und trat dann bis Ostern 1937 der Napola Backnang bei wo er sein Reifezeugnis erhielt.
Kurze Zeit später trat er am 04.11.1937 der Panzer-Abwehr-Abteilung 25 in Kornwestheim bei und wird vom 15.11.1938 bis zum 14.08.1939 an die Kriegsschule Dresden kommandiert. Nach Rückkehr zu seiner Abteilung wird er am 28.09.1939 bei einem Kraftfahrzeugunfall am Westwall schwer verletzt und wird nach seiner Genesung, am 14.11.1939 als Zugführer wieder in den Dienst eingestellt und zugleich zum Fähnrichsvater der Abteilung ernannt.
Nach dem Besuch eines Gasschutz-Lehrgangs in Celle vom 29.11. bis zum 05.12.1939, wird er direkt am nächsten Tag in seiner Abteilung zum Ordonnanzoffizier ernannt und besucht als solcher vom 01.04. bis zum 20.04.1940 einen Lehrgang für Kompanieführer auf dem Truppenübungsplatz Baumholder. Mit Beginn des Westfeldzuges im Einsatz, wird er nach dessen Ende vertretungsweise zum Adjutanten der Abteilung ernannt und besucht vom 28.10. bis zum 31.10.1940 einen Umschulungslehrgang beim Panzer-Lehr-Regiment in Wünsdorf auf Pak 38.
Am 18.11.1940 zum Panzer-Regiment 8 versetzt, wird er dort zum Panzeroffizier ausgebildet und für Neuaufstellungen z.V. des OKH gestellt. Drei Tage später wird er am 21.11.1940 zum Zugführer im Panzer-Regiment 8 ernannt, wo er bis zum 16.06.1941 auch als Ordonnanzoffizier Verwendung findet. Dabei befindet sich das Regiment bereits im Rahmen der 15. Panzer-Division in Afrika, wo er am 16.06.1941 den Posten des Adjutanten der I. Abteilung des Regiments übernimmt. Weiterhin übernimmt er am 23.11.1941 den Posten eines Adjutanten einer Kampfgruppe bestehend aus den Resten des Panzer-Regiments 8 und 5, sämtliche damals in Afrika einsatzbereiten Panzer, 1 Flak-Abteilung, 1 Artillerie-Abteilung, 2 Pionier-Kompanien, und die Reste 1 Panzerjäger-Abteilung in Stärke einer Kompanie.
Wieder Adjutant seiner Abteilung sowie stellvertretender Führer übernimmt Bock vom 06.05. bis zum 04.07.1942 den Posten der verstärkten I. Abteilung mit unterstellter Flak-Artillerie, Panzerjäger-Kompanie und 1 Pionier-Kompanie. Ab dem 04.07.1942 Adjutant des Panzer-Regiments 8 und mit der Neubildung der 1. Kompanie beauftragt, fällt er am 27.07.1942 aufgrund totaler Erschöpfung aus und wird am 01.10.1942 in die Führer-Reserve des OKH unter gleichzeitiger Kommandierung als Adjutant, zunächst für 4 Monate, zum OKH/Ag P1 versetzt. Ein Jahr später erfolgte dann die Versetzung zum OKH/Ag P1, bzw. am 01.04.1944 die erneute Versetzung in die Führer-Reserve. Dort wird er am 01.06.1944 zum Panzer-Regiment "Großdeutschland" kommandiert und ab dem 18.08.1944 als Abteilungskommandeur zu diesem Panzer-Regiment versetzt, wo er am 01.09.1944 zum Kommandeur der III. Abteilung ernannt wird. Für die Einsätze seiner Abteilung im Raum Memel am 14.10.1944, erhält er die Anerkennungsurkunde. Zunächst war er für die Nennung im Ehreblatt vorgeschlagen worden. Im Vorschlag dazu heisst es:

"Hauptmann Bock hat beim sowjetischen Angriff auf Memel am 14.10.1944 die Lage im Schwerpunktbezirk südostwärts der Stadt wieder hergestellt. Nachdem der Gegner mit etwa 40 Panzern 3 Kilometer tief einbrach, fuhr Bock mit einem Spähwagen Aufklärung führte 3 Tiger-Panzer heran. Im Spähwagen an der Spitze fahrend, griff er den Gegner in der Flanke an und brachte so den Vorstoß des Gegners zum Stehen. Trotz schweren Artilleriefeuers auf die Stellungen, fuhr Bock in diese und griff an entscheidenden Stellen immer wieder selbst in das Gefecht ein. Selbst immer wieder im Feuerbereich der gegnerischen Panzer stehend, riss Bock seine Grenadiere zu neuem Angriffsschwung nach vorne und schlug sämtliche Angriffe ab. Am Ende der Kämpfe lagen 15 schwere Panzer vor den Stellungen der Tiger. Weitere 25 wurden im gesamten Südostabschnitt abgeschossen."

Die Nennung wurde durch den Kommandierenden General Gollnick befürwortet, doch erhielt Bock dafür die Anerkennungsurkunde.
Bei den Kämpfen bei Krasnoselz, erhielt die Panzer-Grenadier-Division "Großdeutschland" den Auftrag einerseits einen Übergang des Gegners über die Orzyc zu verhindern und dort eine Abwehrlinie aufzubauen und andererseits südostwärts Praschnitz bei Zichenau nach Süden vorzustoßen und den dort vermuteten Gegner in seine Ausgangsstellungen zurückzudrängen. Am 15.01.1945 gelang der Angriff unter der Führung Bocks, der aus eigenem Entschluss bis Dworskie und mit drei Tigern bis Gasewo vorstiess. Er verhinderte damit einen Durchbruch mit weitreichenden Folgen.
Am 25.01.1945 wurde die III. Abteilung um Wartenburg herumgezogen, um den im Raum Hirschberg-Mokainen nach Norden bewegenden Feind aufzuhalten. Sofort griffen eigene Tiger-Panzer in den Kampf ein und warfen den Gegner unter Verlusten in südwestlicher Richtung zurück. Damit war das Abschneiden der Rückzugsstrasse zunächst gebannt.
Am 30.01.1945 wurden alle einsatzfähigen Tiger unter Bock zum Angriff in Richtung Waldburg-Maulen angesetzt und der in Maulen liegende Gegner überraschend in die Flucht geschlagen. Dabei vernichtete Bock mit seiner Abteilung 68 Panzer und 86 Pak. Durch die Einnahme Maulens war es gelungen den Einschliessungsring um Königsberg aufzubrechen
Für dieser erfolgreich Kämpfe wird er am 28.01.1945 zum Ritterkreuz vorgeschlagen. Der Vorschlag wird befürwortet. Bei Kämpfen am 05.02.1945, dem Tag der Verleihung des Ritterkreuzes, verwundet erhielt Bock seine Auszeichnung im Lazarett.,
Nach der Ausheilung seiner Verwundung wird er am 01.03.1945 in die Reserve versetzt. Eine weitere Dienststellung ist nicht bekannt.
Hans Bock verstarb am 12.06.1977 in Badenweiler-Sehringen.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Fahnenjunker 01.07.1938 ernannt Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 05.02.1945
Fahnenjunker-Gefreiter 01.07.1938 m. Wirk. v. 01.05.1938 Eisernes Kreuz II. Klasse

06.06.1940 (10.06.1940)

Unteroffizier 01.08.1938 Eisernes Kreuz I. Klasse 23.06.1941
Fähnrich 04.04.1939 m. Wirk. v. 01.03.1939 Deutsches Kreuz in Gold 01.05.1942
Oberfähnrich 01.08.1939 Anerkennungsurkunde 17.11.1944
Leutnant 01.08.1939 -4370- vorl. ohne RDA Panzerkampf-Abzeichen in Silber 19.12.1941
Leutnant 01.09.1939 erh. neues RDA v. 01.09.1939 (383) Verwundetenabzeichen in Schwarz 23.12.1941
Oberleutnant 15.09.1941 -4710- m. Wirk. v. 01.10.1941 (308) Verwundetenabzeichen in Silber ???
Hauptmann 08.12.1943 -7710- m. Wirk. v. 01.10.1943 (93)
Major 26.02.1945 RDA v. 01.03.1945

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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