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Ritterkreuzträger Kurt Bodendörfer
Oberstleutnant, Grenadiere

        
Kurt Bodendörfer wurde am 31.03.1914 in Lohr am Main
als Sohn eines Geschäftsleiters geboren und trat am 01.04.1935 als Fahnenjunker der 11. Kompanie des
Infanterie-Regiments Bayreuth bei. Später umbenannt in Infanterie-Regiment 42,
gehört Bodendörfer ab dem 01.10.1935 zur 9. Kompanie.
Vom 03.01.1936 bis zum 24.10.1936 besucht er die Kriegsschule Potsdam unter
dem Lehrgangsleiter des Lehrgangs A Erwin Rommel und dann an einem
Waffen-Lehrgang vom 02.11.1936 bis zum 24.02.1937 an der Infanterie-Schule
unter Oberst Hube.
Mit dem 01.10.49137 ist er Zugführer in der 3. Kompanie des Regiments und
wechselt ab Herbst 1937 als Zugführer in die 4. (MG) Kompanie. Es schliesst
sich dann ein Lehrgang an der Heeressportschule Wünsdorf, ein sMG-Lehrgang im
Olympischen Dorf bei Döberitz und ein Granatwerfer-Lehrgang in Berlin-Spandau
an. Mit seiner Kompanie nimmt er u.a. am Einmarsch in Österreich, vom 12. bis
28.03.1938, teil.
Im Zuge der Allgemeinen Mobilmachung übernimmt er am 26.08.1939 den Posten des
Adjutanten des III. Bataillons des Infanterie-Regiments 97, mit dem er am
Polen-Feldzug teilnimmt.
Am 04.01.1940 wird er Chef der 10. Kompanie des Regiments und nimmt mit dieser
am Westfeldzug teil. Kurz vor Beginn des Balkan-Feldzuges übernimmt er den
Posten des Kompaniechefs der 4. (MG) Kompanie und zieht mit dieser auch in den
Feldzug gegen die Sowjetunion, wo er am 18.10.1941 verwundet wird. Er kann
aber bei der Truppe verbleiben und übernimmt so am nächsten Tag die Führung
des I. Bataillons. Am 29.12.1941 erneut verwundet, kommt er zunächst in ein
Lazarett und begibt sich Anfang 1942 auf Urlaub. Wieder genesen kehrt er am
17.02.1942 als Führer des I. Bataillons an die Front zurück. Am 01.05.1942
übernimmt er dann auch das Kommando über das I. Bataillon und führt es durch
die erfolgreichen Kämpfe um Sewastopol auf der Krim. Dabei am 17.06.1942
verwundet, erkrankt er am 15.11.1942 und muss in ein Lazarett eingeliefert
werden. Nach zwei Wochen Genesungsurlaub kehrt er am 11.03.1943 zu seinem
Bataillon zurück, nachdem er zuvor, aufgrund der Ausheilung seiner Erkrankung,
in die Führer-Reserve versetzt worden war.
Bei den Kämpfen im Kaukasus wird er am 12.06., 08.07., 15.07.1943 und am
14.08.1943 erneut mehrmals verwundet, zuletzt schwer. Nach dem Lazarett Krakau
und Münsterberg erfolgt am 29.09.1943 die Versetzung in die Reserve.
Am 02.01.1944 erfolgte die Ernennung zum Kommandeur des I. Bataillons des
Sturm-Regiments 215 der 78. Sturm-Division, nachdem er sich bereits seit dem
08.12.1943 bei der Division befand. Am 17.05.1944 verwundet und im
Feld-Lazarett 178 im Mittelabschnitt der Ostfront behandelt, wird er am
29.06.1944, mit Wirkung vom 22.05.1944, in die Reserve versetzt und nimmt vom
17.08. bis zum 03.10.1944 am 18. Regimentsführer-Lehrgang an der
Infanterie-Schule Döberitz teil.
Zum 03.09.1944 wird er mit der Führung des Grenadier-Regiments 1160 bzw. zum
02.10.1944 des Grenadier-Regiments 689 beauftragt, dessen Kommando er am
01.01.1945 übernimmt. Mit seinem Regiment zeichnet er sich vor allem bei der
3. und 4. Schlacht um Aachen aus. Dort hatte das Regiment den Auftrag den
Brückenkopf Schophoven-Pier, ca. fünf Kilometer südlich von Jülich zu
verteidigen und damit die Ruhrübergänge zu halten. Seit dem 07.12.1944 rannte
der Gegner mit starker Artillerievorbereitung und Panzerunterstützung immer
wieder gegen die Stellungen des Regiments an, dass sich unter der Führung des
Kommandeurs verbissen verteidigte. Am 10.12.1944 gelang es dem Gegner aufgrund
seiner Übermacht, von zwei Seiten angreifend, mit Panzern in Pier
einzudringen. Zuvor war ihm auch die wichtige Höhe 103,1 in die Hände
gefallen, von der aus man das Hintergelände und die Ruhrübergänge einsehen
konnte. Damit entstand die Gefahr nördlich umgangen zu werden, sowie der
Verlust der Rührbrücken mit dem Einschließen von Pier. In dieser Lage sammelte
Bodendörfer selbstständig sämtliche verfügbaren Kräfte und führte persönlich
einen Gegenstoß. Dadurch gelang es in schweren Häuserkämpfen den Gegner aus
Pier hinauszudrängen, ihn zu verfolgen und die wichtige Höhe zurückzuerobern.
Im Nahkampf wurden weiterhin 4 Panzer vernichtet. Mit seinem Einsatz
verhinderte Bodendörfer die Abschneidung seines Regiments und den Verlust der
Ruhrbrücken. Er erhielt dafür am 14.02.1945, als Major und Führer des
Grenadier-Regiments 689 das Ritterkreuz.
Bei Kriegsende Oberstleutnant kann er nach eigenen Angaben einer
Gefangenschaft entgehen.
Kurt Bodendörfer verstarb am 07.12.1991 in Würzburg.
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Beförderungen |
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Auszeichnungen |
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Gefreiter |
01.10.1935 |
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Dienstauszeichnung IV. Klasse |
01.04.1939 |
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Unteroffizier |
01.12.1935 |
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Eisernes Kreuz II. Klasse |
17.10.1939 |
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Fähnrich |
29.06.1939 m. Wirk. v. 01.06.1936 |
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Eisernes Kreuz I. Klasse |
31.07.1940 |
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Oberfähnrich |
21.10.1936 -2180- m. Wirk. v. 01.10.1936 |
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Infanterie-Sturm-Abzeichen in Silber |
10.12.1940 |
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Leutnant |
20.04.1937 -2000- m. Wirk. v. 01.04.1937 (RDA v. 01.04.1937 (1016)) |
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Stern von Rumänien mit Schwertern am Band V. Klasse |
20.08.1941 |
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Oberleutnant |
31.08.1939 -4500- m. Wirk. v. 01.09.1939 (RDA v. 01.09.1939 (376)) |
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Deutsches Kreuz in Gold |
01.12.1941 |
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Hauptmann |
16.03.1942 -1710- m. Wirk. v. 01.04.1942 (RDA v. 01.04.1942 (665)) |
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Verwundeten-Abzeichen in Schwarz |
06.02.1942 |
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Major |
15.05.1943 -3410- m. Wirk. v. 01.03.1943 (RDA v. 01.03.1943 (67a1)) |
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Rumänischer Orden "Steaua Romanieri" Cavaleru cu panglica de "Virtute
Militaria" |
15.05.1942 |
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Oberstleutnant |
12.01.1945 m. Wirk. v. 01.01.1945 |
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Medaille Winterschlacht im Osten |
12.08.1942 |
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Anerkennungsurkunde |
14.08.1942 |
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Verwundeten-Abzeichen in Silber |
15.08.1942 |
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Krimschild |
05.10.1942 |
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Anerkennungsurkunde |
08.11.1942 |
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Rumänische Erinnerungs-Medaille "Kreuzzug gegen den Kommunismus" |
17.11.1942 |
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Verwundeten-Abzeichen in Gold |
19.07.1943 |
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Nahkampfspange in Bronze |
08.11.1943 |
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Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes |
14.02.1945 |
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

Buchhinweise:
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