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Ritterkreuzträger Erpo Freiherr von Bodenhausen
Generalleutnant

Erpo Bodo Wolke Kreft Freiherr von Bodenhausen wurde am 12.04.1897 auf Schloss Arnstein im Landkreis Witzenhausen geboren, absolvierte von Ostern 1906 bis Ostern 1911 die Mittelschule in Witzenhausen, wechselte bis Ostern 1914 auf das Realgymnasium in Hannoversch-Münden und bestand dort sein Fähnrichsexamen.
Daraufhin trat er am 02.10.1914 als Fahnenjunker der Ersatz-Eskadron des Rhein. Dragoner-Regiments "Freiherr von Manteuffel" Nr. 5 bei und wurde am 20.04.1915 als Zugführer und Ordonnanz-Offizier zum Regiment ins Feld versetzt und nahm bis zum Kriegsende an sämtlichen Kampfhandlungen des Regiments teil.
Mit Waffenstillstand wechselt von Bodenhausen am 19.04.1919 als Eskadron-Offizier in die Freiwilligen-Eskadron des Dragoner-Regiments 5 und wird dann mit dem 01.10.1919 als Hilfsoffizier beim Stabsoffizier der MG-Truppen in das Reichswehr-Gruppen-Kommando 2 versetzt.
Ab dem 01.04.1920 Eskadron-Offizier der 2. Kompanie im Reichswehr-Reiter-Regiment 16, ist er dort ab dem 01.10.1926 Ordonnanz-Offizier beim Stab des Regiments und übernimmt ab dem 01.02.1926 den Posten des Adjutanten. Vom 01.10.1926 bis zum 20.02.1927 zugleich zum IV. Offiziers-Waffenschullehrgang nach Dresden kommandiert, legt er vom 05.03. bis zum 08.03.1928 seine Wehrkreisprüfung ab.
Am 01.06.1928 von seiner Stellung als Regiments-Adjutant enthoben, wird er zur II. Abteilung des Artillerie-Regiments 1 versetzt, bzw. am 01.10.1928 zur Führergehilfen-Ausbildung in den Stab der 7. Division. Vom 01.06.1929 bis zum 25.09.1929 wird er dabei zugleich zum Infanterie-Regiment 6 kommandiert und übernimmt dort ein Waffenkommando.
Am 01.10.1930 in das Reiter-Regiment 16 versetzt, erhält er am 20.03.1931 von dort eine Kommandierung in den Stab der 3. Kavallerie-Division, wohin er am 01.04.1931 versetzt wird.
Ab dem 01.08.1931 in die Personal-Abteilung des Reichswehr-Ministeriums kommandiert, erhält er am 01.09.1931 die Versetzung in diese Dienststelle und übernimmt am 01.09.1933 den Posten des Chefs der Ausbildungs-Eskadron im Reiter-Regiment 13. Diese Stellung behalt er bis zum 15.10.1934, als er die 2. Eskadron des Reiter-Regiments 13 übernimmt.
Ab dem 15.05.1936 Adjutant beim Stab der 12. Division in Schwerin, befindet er sich ab dem 06.10.1936 wieder im Kavallerie-Regiment 13, um am 10.11.1938 das Kommando über das II. Bataillon des Kavallerie-Schützen-Regiments 8 in Cottbus zu übernehmen. Dieses Regiment, ohne eigenen Stab, wird dem Kavallerie-Schützen-Regiment 9 unterstellt und nimmt so am Polen-Feldzug teil.
Mit Ende der Kämpfe in Polen und der Verlegung an die Westfront, wird das Regiment in Schützen-Regiment 8 umbenannt, wobei von Bodenhausen auch hier Kommandeur des II. Bataillons bleibt.
Nach dem West-Feldzug übernimmt er am 21.12.1940 das Kommando über das Schützen-Regiment 28 in Cottbus, wobei er am 19.01.1941 seinen Dienst antritt. Mit diesem Regiment nimmt er am Balkan-Feldzug teil und ist ab Beginn des Russland-Feldzuges im Einsatz. Dort wird er am 26.09.1941  durch einen Granatsplitter am rechten Auge verwundet, was zur Trennung des rechten Augapfels führt. Nach der Ausheilung der Verwundung übernimmt er bereits am 24.10.1941 wieder das Kommando über sein Regiment.
Am 08.11.1942 in die Reserve versetzt, ist er ab dem 04.01.1943 Lehrgangsleiter an der Regimentsführer-Schule für Schnelle Truppen an der Panzertruppenschule Wünsdorf, übernimmt aber am 2702.1943 die Führung der 12. Panzer-Division. Am 01.05.1943 wird ihm dann auch das Kommando über diese Division übertragen. Zuvor muss er Kommandeur der Schiessschule Putlos gewesen sein.
Im Mai 1943 kurzzeitig zum Heerespersonal-Amt kommandiert, kehrt er schon bald zu seiner Division zurück und bereinigt mit seiner Division am 28.10.1943 Einbrüche des Gegners beim XX. Armee-Korps. Am nächsten Tag verhindert die Division einen Durchbruchsversuch des Gegners bei Lipnjaki im Gegenangriff und schießt dabei 34 Panzer ab. Am 30.10.1943 gelang es, den Gegner im Raum Lipnjaki nach Osten zurückzuwerfen.
Im November 1943 wurde die 12. Panzer-Division als Kampfgruppe im Raum südlich Retshiza, südwestlich Gomel, in der Bärenstellung im Einsatz, wo am 10.11.1943 der Grossangriff des Gegners begann, mit dem Ziel der Gewinnung der Dnjepr-Linie. Dadurch musste am 24.11.1943 eine neue Front beiderseits des Ipa-Flusses aufgebaut werden. Dabei bewährte sich von Bodenhause, durch geschicktes Führen seiner Division, im Raum Kalinkowitschi im besonderen Masse und erhielt dafür am 15.12.1943, als Generalmajor und Kommandeur der 12. Panzer-Division, das Ritterkreuz. Von Bodenhausen war jedoch zuvor am 06.12.1943 zum 3. Kurzlehrgang an die Luftkriegsakademie nach Berlin-Gatow kommandiert worden, kehrte aber am 08.12.1943 wieder zu seiner Division zurück.
In der Folge nimmt die Division an den Kämpfen im Raum Ilmensee-Peipus-See-Narwa teil, wo diese unter Nennung des Kommandeurs im Wehrmachtsbericht genannt wird.
Am 28.05.1944 erkrankt und in ein Lazarett nach Cottbus verlegt, nachdem er mit seiner Division an der 3. Kurlandschlacht teilnahm, übernimmt er wenig später wieder das Kommando der im Kurland-Brückenkopf eingeschlossenen Division. Für die dortigen Kämpfe wird er am 10.03.1945 zum Eichenlaub vorgeschlagen, was jedoch am 15.03.1945 abgelehnt wird.
Ab dem 12.04.1945 wird er zugleich mit der Führung des L. Armee-Korps beauftragt und geht so am 09.05.1945, dem Tag der Kapitulation in Kurland, in den Freitod.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Fahnenjunker-Unteroffizier 01.04.1915 Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 15.12.1943
Fähnrich 16.05.1915 Eisernes Kreuz II. Klasse

22.09.1939

Leutnant 05.07.1915 ohne Patent Eisernes Kreuz I. Klasse 30.09.1939
Leutnant 23.04.1918 erh. Patent v. 19.12.1915 Eisernes Kreuz II. Klasse - 1. WK 12.10.1915
Leutnant 01.07.1922 erh. RDA v. 01.10.1915 (30) Eisernes Kreuz I. Klasse - 1. WK 06.10.1917
Oberleutnant 31.07.1925 RDA v. 01.04.1925 (303) Deutsches Kreuz in Gold 03.01.1942
Hauptmann 01.12.1931 Dienstauszeichnung II. Klasse 02.10.1936
Rittmeister 01.09.1933 (2) Verwundeten-Abzeichen in Schwarz - 1. WK 27.09.1918
Major 01.03.1936 (54) Verwundeten-Abzeichen in Schwarz 27.09.1941
Oberstleutnant 01.04.1939 (51) Panzerkampf-Abzeichen in Bronze 01.11.1940
Oberst 17.12.1941 m. Wirk. v. 01.10.1941 (RDA v. 01.01.1941 (29a)) Medaille Winterschlacht im Osten 03.10.1942
Generalmajor 20.04.1943 -3010- m. Wirk. v. 01.05.1943 (RDA v. 01.05.1943 (1d))
Generalleutnant 08.11.1943 -7210- m. Wirk. v. 01.11.1943 (RDA v. 01.11.1943 (5))

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