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Ritterkreuzträger Justizrat Dr. jur. Hermann
Böckel
Oberst der Reserve, Grenadiere

  
 
Hermann Böckel wurde am 13.09.1894 in Bellersheim im Kreis Friedberg
geboren und nahm von 1914 bis 1918 am 1. Weltkrieg teil. Dort nahm er unter
anderem an der Schlacht um Verdun teil und schied als Hauptmann der Reserve
aus dem Dienst aus, nahm ein Jura-Studium auf und arbeitete dann als
Landgerichtsrat. Ab 1930 ist er als Rechtsanwalt tätig.
Am 07.07.1916 trat er wieder dem Heer bei und absolviert beim
Infanterie-Regiment 87 verschiedene Reserveübungen.
Im Zuge der Mobilmachung übernimmt er am 26.08.1939 das Kommando über das II.
Bataillon des Infanterie-Regiments 313, mit dem er 1939 zunächst zur Sicherung
des Westwalls eingesetzt wird.
Nach der Teilnahme am Westfeldzug, nimmt er auch an den Kämpfen gegen die
Sowjetunion teil und wird laut Meldung vom 05.01.1943 zunächst als Führer und
dann als Kommandeur in den Stab des Grenadier-Regiments 690 versetzt.
Mit Meldung vom 11.10.1943 in die Führer-Reserve des OKH versetzt, übernimmt
er mit Meldung vom 01.02.1944 das Kommando über das Grenadier-Regiment 688 im
Rahmen der 377. Infanterie-Division. Die Division kämpfte im Raum Orscha-Gorki,
wo Oberst Böckel einen gegnerischen Durchbruch im Raum Radutschi verhinderte.
dafür wird er am 12.08.1944 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.
Die Division wurde im Sommer 1944 im Zuge der sowjetischen Großoffensive gegen
die Heeresgruppe Mitte zerschlagen, wobei der Divisionskommandeur
Eichenlaubträger Otto Schünemann am 28.06.1944 mit der Führung des XXXXIX.
Armee-Korps beauftragt wurde. Schünemann fiel nur einen Tag später im Kampf.
Es ist daher anzunehmen, das Böckel die Führung der 337. Infanterie-Division
übernahm.
Am 18.09.1944 schwer verwundet, wird er in die Führer-Reserve, unter
gleichzeitiger Kommandierung zum Reichskriegsgericht, versetzt. Diese
Kommandierung wird am 31.03.1945 aufgehoben, womit Böckel wieder in die
Reserve zurücktrat und so in Bayern in Gefangenschaft geriet. Böckel sah sein
Soldatsein als Pflichterfüllung gegenüber seinem Land und seinen Kameraden.
mehrfach verwundet und hoch ausgezeichnet, verbat er sich jegliche
Höherschätzung seiner Person, außerdem lehnte er jedes militärische Ehren für
seine Beisetzung ab. Von daher ist über ihn bisher kaum etwas bekannt.
Dr. jur. Hermann Böckel verstarb am 02.02.1984 in Mainz.
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Beförderungen |
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Auszeichnungen |
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Oberleutnant d.R. |
09.03.1937 -1810- m. Wirk. v. 01.04.1937 (RDA v. 01.09.1924 (13A)) |
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Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes |
12.08.1944 |
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Hauptmann d.R. |
17.12.1938 -9800- m. Wirk. v. 01.08.1938 (RDA v. 01.08.1938 (159)) |
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Eisernes Kreuz II. Klasse - 1. WK |
??? |
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Hauptmann d.R. |
10.09.1940 -2270- erh. neues RDA v. 01.04.1934 (174) |
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Eisernes Kreuz I. Klasse - 1. WK |
??? |
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Major d.R. |
08.11.1940 -2820- m. Wirk. v. 01.10.1940 (RDA v. 01.10.1940 (99)) |
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Eisernes Kreuz II. Klasse |
01.06.1940 |
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Oberstleutnant d.R. |
10.03.1943 -340- m. Wirk. v. 01.03.1943 (RDA v. 01.03.1943 (7)) |
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Eisernes Kreuz I. Klasse |
09.09.1940 |
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Oberst d.R. |
07.08.1943 -1550- m. Wirk. v. 01.09.1943 (RDA v. 01.09.1943 (2)) |
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Deutsches Kreuz in Gold |
22.09.1943 |
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

Buchhinweise:
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