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Ritterkreuzträger Hans Boeckh-Behrens
Generalleutnant

    
  
Hans Karl August Boeckh-Behrens wurde am 27.11.1898 in Wernigerode im Harz
geboren und trat am 04.10.1914 durch A.K.O. dem I. Ersatz-Bataillon des Magdeb.
Füsilier-Regiments "Generalfeldmarschall Graf Blumenthal" Nr. 36 als
Fähnrich bei und wird am 15.12.1914 zum Regiment ins Feld versetzt. Mit diesem
kämpfte er während des 1. Weltkrieges fast ausschließlich an der Westfront. Am
29.01.1915 Kompanie-Offizier der 1. Kompanie, übernimmt Boeckh-Behrens am
0ß6.05.1915 die Führung der Kompanie. Als Kompanieführer wird er am 05.05.1917
während der Doppelschlacht an der Aisne in der Champagne durch einen
Handgranatensplitter leicht am Rücken verwundet und gerät daraufhin
unverschuldet in französische Gefangenschaft, aus der er am 19.02.1920
entlassen wird. Er erhält daraufhin bis Mitte April 1920 Erholungsurlaub und
wird ab dem 16.04.1920 der Minenwerfer-Kompanie des
Reichswehr-Schützen-Regiments 7 zugeteilt. Von dort wechselt er am 28.06.1920
als Ordonnanz-Offizier zum Infanterieführer IV und wird dann vom 14.07. bis
zum 31.10.1920 dem Reichswehr-Schützen-Regiment 8, unter gleichzeitiger
Kommandierung zur Reichswehr-Brigade IV, zugeteilt.
Mit Wirkung vom 01.10.1920 im Reichswehr-Infanterie-Regiment 17 folgen
verschiedene Kurse und Lehrgänge. So bspw. ein Truppen-Nachrichten-Kurs in
Jüterbog, ein Sondersport-Lehrgang in Hannover, eine Kommandierung an die
Heereshundeanstalt in Sperenberg, sowie zum V. Sport-Lehrgang in Wünsdorf.
Am 26.09.1923 erfolgte die Versetzung in die 4. (MG) Kompanie des 17.
Infanterie-Regiments und dann vom 17.03. bis zum 20.03.1924 eine
Wehrkreis-Prüfung, wonach mit Wirkung vom 01.10.1924 die Kommandierung zum 1.
Lehrgang der Führergehilfen-Ausbildung beim Wehrkreis-Kommando VI erfolgte.
Dabei wird er verwaltungstechnisch der 3. Kompanie zugeteilt.
Mit Wirkung vom 01.10.1925 in den Stab der 6. Division versetzt, wird er Ende
März 1926 zur Beurlaubung nach Frankreich entlassen und nimmt vom 10.05. bis
zum 20.05.1926 an der Schluss-Übungsreise der Führergehilfen teil.
Vom 01.07. bis zum 30.09.1926 zum 5. Pionier-Bataillon, zur 5.
Nachrichten-Abteilung und zur 5. Kraftfahr-Abteilung kommandiert, erfolgte mit
Wirkung vom 01.10.1926 die Versetzung in die T4-Abteilung des
Reichswehr-Ministeriums. Im Rahmen seiner Abteilung nimmt er vom 02.05. bis
zum 18.05.1927 an einer Übungsreise nach Südbayern teil und wird vom 09.06.
bis zum 30.09.1927 in das 7. Reiter-Regiment kommandiert. Dabei erfolgte mit
Wirkung vom 01.10.1927 die Versetzung in das 17. Infanterie-Regiment, unter
gleichzeitiger Kommandierung als Aufsichtsoffizier an die Infanterieschule
Dresden. Dort nimmt er am 15.12.1927 seinen heute bekannten Namen
Boeckh-Behrens an, wobei man annehmen darf das Grund dieser Umbenennung eine
Hochzeit war.
Am 01.02.1918 wird er in die 14. (A) Kompanie seines Regiments versetzt und
wechselt dann mit Wirkung vom 01.10.1928 in die 12. (MG) Kompanie des 2.
(Preuß.) Infanterie-Regiments. Dort übernimmt er dann auch ab dem 15.01.1929
den Posten des Fürsorge-Offiziers des III. Bataillons. Am 01.04.1929 auch in
den Stab des Bataillons versetzt, wechselt er am 01.04.1930 in die 8. (MG)
Kompanie, wobei er am 01.10.1930 wieder in die 12. (MG) Kompanie zurückkehrt.
Am 01.06.1931 wechselt er wieder in den Stab des III. Bataillons und übernimmt
dort am 13.07.1931 erneut den Posten des Fürsorge-Offiziers.
Mit 01.10.1931 erfolgte die Versetzung in die Völkerbundabteilung des
Reichswehr-Ministeriums und mit Wirkung vom 01.04.1933 als Rittmeister in die
1. Eskadron des 1. Reiter-Regiments, wobei seine dienstliche Verwendung nicht
geändert wurde.
Am 01.10.1934 übernimmt er den Posten des Chefs der 3. Kompanie im
Infanterie-Regiment Deutsch-Eylau, dem späteren Infanterie-Regiment 3. Von
dort erfolgte mit Wirkung vom 01.08.1936 die Versetzung als Taktiklehrer in
den Generalstab der Kriegsakademie, bzw. mit Wirkung vom 01.07.1939 in den
Generalstab des I. Armee-Korps.
Am 22.08.1939 wechselt er als Chef des Stabes in den Generalstab des XXVI.
Armee-Korps mit dem er am Polen-Feldzug teilnimmt. Seine Mob-Dienststelle
wurde dabei am 26.08.1939 in den Generalstab des Grenz-Abschnitts-Kommandos
Nord verschoben. Von dort erfolgte mit Wirkung vom 15.10.1939 die Versetzung
in den Generalstab der 3. Armee., bzw. mit Wirkung vom 23.10.1939 als Ia in
den Generalstab der
16. Armee. Mit dieser nimmt er am West-Feldzug und am
Feldzug gegen die Sowjetunion teil, bis er mit Wirkung vom 16.01.1942 den
Posten des Chefs des Generalstabs der Armee übernimmt. Von dort wird er mit
Wirkung vom 01.07.1943 in die Führer-Reserve versetzt, erhält für den gesamten
Juli 1943 Erholungsurlaub und wird mit Wirkung vom 15.09.1943 zum Kommandeur
der
32. Infanterie-Division ernannt. Für kurze Zeit übernimmt er vom 24.09.
bis zum 24.10.1944 die stellvertretende Führung des L. Armee-Korps.
Mit seiner Division wird er am 02.11.1944 in den Abschnitt der 563.
Volks-Grenadier-Division im Raum Schrunden (Skrunda) geworfen, wo der Gegner
die Linien durchbrochen hatte und auf Bunki vorstieß. Die Division musste den
Gegner aus dem Marsch heraus angreifen, schlug diesen auf seine
Ausgangsstellungen zurück und beseitigte gleichzeitig einen alten
Frontvorsprung des Gegners bei Klavi, wobei der Gegner schwere Verluste
hinnehmen musste. Damit gelang Boeckh-Behrens eine beachtliche
Frontverbesserung, wofür die Division am 06.11.1944 im Wehrmachtsbericht
genannt und der Kommandeur am 09.12.1944, auf Vorschlag des II. Armee-Korps,
mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet wurde. Boeckh-Behrens war bereits am
17.10.1944 für die Kämpfe bei Newel zum Ritterkreuz vorgeschlagen worden, was
jedoch am 01.11.1944 abgelehnt wurde.
Am 08.05.1945 gerät er auf der Halbinsel Hela in sowjetische Gefangenschaft.
Von dort kommt er in die Lager 453, 27, 48 sowie in die Gefängnisse 1 und 2 in
Moskau. Am 24.07.1950 wird er zu 25 Haft verurteilt und verstarb dort am
13.02.1955 im Lager 48 Woikowo an einem Herzinfarkt. Beigesetzt wurde er auf
dem Friedhof Tschernzui Reihe 1 Grab 23.
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Beförderungen |
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Auszeichnungen |
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Fähnrich |
04.10.1914 m. Patent v. 04.10.1914 (O 2o) |
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Eisernes Kreuz II. Klasse - 1. WK |
11.05.1915 |
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Leutnant |
29.01.1915 -I1477- m. Wirk. v. 29.01.1915, vorl. ohne Patent |
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Eisernes Kreuz I. Klasse - 1. WK |
19.04.1916 |
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Leutnant |
05.04.1917 -I645- erh. Patent v. 27.11.1915 |
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Verwundetenabzeichen in Schwarz - 1. WK |
21.06.1920 |
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Leutnant |
01.07.1922 -490- erhält RDA v. 27.11.1915 |
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Ehrenkreuz für Frontkämpfer |
26.01.1935 |
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Oberleutnant |
31.07.1925 -490- m. Wirk. v. 01.04.1925 (RDA v. 01.04.1925 (324)) |
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Eisernes Kreuz II. Klasse |
18.09.1939 |
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Hauptmann |
01.02.1932 -100- m. Wirk. v. 01.02.1932 (RDA v. 01.02.1932 (18)) |
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Eisernes Kreuz I. Klasse |
01.10.1939 |
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Major |
18.01.1936 -300- m. Wirk. v. 01.01.1936 (RDA v. 01.01.1936 (60)) |
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Komturkreuz des Kgl. Ungarischen Verdienstordens |
16.11.1939 (Annahmegenehmigung 19.12.1939) |
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Oberstleutnant |
28.02.1939 -950- m. Wirk. v. 01.03.1939 (RDA v. 01.03.1939 (27)) |
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Medaille Winterschlacht im Osten |
30.07.1942 |
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Oberstleutnant |
20.03.1939 -461- erh. neues RDA v. 01.03.1938 (8a) |
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Deutsches Kreuz in Gold |
30.01.1943 |
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Oberst i.G. |
17.01.1941 -160- m. Wirk. v. 01.02.1941 (RDA v. 01.02.1941 (30)) |
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Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes |
09.12.1944 |
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Generalmajor |
13.06.1942 -4320- m. Wirk. v. 01.07.1942 unter Vorbeh. der späteren
Festsetz. des RDA |
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Generalmajor |
15.08.1942 -5770- erh. RDA v. 01.09.1942 (20)) |
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Generalleutnant |
08.09.1943 -5510- m. Wirk. v. 01.09.1943 (RDA v. 01.09.1943 (14)) |
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EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

Buchhinweise:
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