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Ritterkreuzträger Karl Böttcher
Generalleutnant

    

 
Karl Heinrich Peter Emil Otto Böttcher wurde am
25.10.1889 in Thorn im Regierungsbezirk Marienwerder in Westpreußen geboren
und besuchte von 1897 bis 1900 die Kadetten-Vorschulen in Mainz und Köln,
sowie anschließend die Kadettenschulen Karlsruhe und Groß Lichterfelde. Vom
Kadettenkorps trat er dann am 13.03.1909 dem Fuß-Artillerie-Regiment 5 bei und
erhält dort von April bis Dezember 1909 eine Kommandierung an die Kriegsschule
Hersfeld. Weiterhin erfolgte dann vom 02.04. bis zum 22.04.1912 eine
Kommandierung zu einem Kursus bei der Gewehrfabrik nach Danzig, sowie vom
01.10. bis zum 31.12.1913 zu einem abgekürzten Sonderlehrgang F an der
Militär-Technischen Akademie. Kurz vor beginn des 1. Weltkrieg schloss sich
vom 15.04. bis zum 30.07.1914 eine Kommandierung zur halben Flieger-Abteilung
nach Thorn an. Mit Rückkehr zu seinem Regiment, übernimmt er dort am
03.08.1914 die Führung der 3. Batterie. Gegen Ende des Jahres erfolgte dann am
27.12.1914 die Kommandierung als Artillerie-Beobachter zur Flieger-Abteilung
46. Diese Kommandierung endete am 15.03.1915 und nach Rückkehr zu seinem
Regiment, wird er dann ab dem 28.06.1915 zur Flieger-Abteilung 46 versetzt.
Von dort wird er vom 01.09. bis zum 30.09.1915 zu einem Beobachtungs-Kurs nach
Jüterbog kommandiert und ab dem 06.06.1915 dem Ersatz-Bataillon seines
Regiment zur Verfügung gestellt.
Am 09.08.1916 übernahm Böttcher die Führung der Ersatz-Batterie des 1.
Garde-Fuß-Artillerie-Regiments und ist ab dem 29.08.1916 wieder Führer der 3.
Batterie seines ehemaligen Regiments. Von dort am 18.09.1917 zum
Ersatz-Bataillon versetzt, übernimmt Böttcher am 20.11.1917 den Posten eines
Lehrers an der Fuß-Artillerie-Schießschule in Jüterbog. on dort wird er am
29.09.1918 zum Kommandeur des Fuß-Artillerie-Bataillons 149 ernannt.
Am 19.12.1918, mit Kriegsende, zum Ersatz-Bataillon des
Fuß-Artillerie-Regiments 28 versetzt, gehörte Böttcher gleichzeitig dem
Grenzschutz Ost bei Rawitsch an und ist ab dem 20.01.1919 außerdem wieder
Batterie-Führer im Fuß-Artillerie-Regiment 5. Vom 01.06. bis 30.11.1919 zum
Militär-Reitinstitut nach Hannover kommandiert, kehrt er am 01.12.1919 in den
Stab des nunmehrigen schweren Artillerie-Regiments 5 zurück. Am 26.01.1920
wird er mit Wirkung vom 01.10.1919 in den Abteilungsstab des
Reichswehr-Artillerie-Regiments 7 versetzt und am 16.05.1920 zum Adjutanten
beim Kommandeur des Truppenübungsplatzes Kummersdorf bei Berlin ernannt. Dort
übernimmt er am 05.02.1921 die Führung des Schießplatz-Kommandos und ist ab
dem 10.09.1921 Chef der 3. Eskadron der 1. (Preuß.) Fahr-Abteilung in
Gumbinnen. Nach einem Fahrlehrer-Kurs und einem Schiesslehrgang für
Artillerie-Offiziere im Jahre 1922 und 1924, wird er mit Wirkung vom
01.10.1925 zum Chef der 1. Batterie des 1. (Preuß.) Artillerie-Regiments in
Insterburg ernannt. Ab dem 01.10.1927 dort als Major beim Stab der I.
Abteilung, erfolgte mit Wirkung vom 01.10.1929 die Versetzung zur Kommandantur
des Artillerieschießplatzes Jüterbog und kurze Zeit später die Tätigkeit als
Lehrer an der Artillerie-Schule, Asta I.
Am 01.10.1934 ist er Kommandeur der IV. Abteilung im Artillerie-Regiment
Halberstadt und ab dem 15.10.1935 Kommandeur der I. Abteilung beim
Artillerie-Regiment 59 in Berlin-Spandau. Ab dem 06.10.1936 dann Kommandeur
des Artillerie-Regiments 1 in Königsberg, übernimmt er von Anfang Januar bis zum
30.09.1939 den Posten eines Stabsoffiziers der Artillerie beim
Grenz-Abschnittskommando 3.
Am 10.03.1939 erfolgte mit Wirkung vom 01.04.1939 die Versetzung zur
Kommandantur der Befestigungen bei Oppeln versetzt, unter gleichzeitiger
Ernennung zum Kommandanten von Kattowitz.
Mit Wirkung vom 30.09.1939 dann zum Artillerie-Kommandeur 104 ernannt. Als
solcher nach Afrika verlegt, ist er dort ab dem 24.11.1941 Führer der
Kampfgruppe Böttcher, bestehend aus dem Infanterie-Regiment 155, dem
Afrika-Regiment 361 und dem Pionier-Bataillon 900. Mit dieser selbstständigen
Kampfgruppe wehrt Böttcher vom 24. bis zum 28.11.1941 einen gegnerischen
Durchbruchsversuch überlegener Kräfte, unterstützt durch Panzer, auf Tobruk ab
und hält damit den Belagerungsring um die Stadt geschlossen. Böttcher erhielt
dafür am 13.12.1941, als Generalmajor und Kommandeur der 21. Panzer-Division
das Ritterkreuz, nachdem er mit Wirkung vom 01.12.1941 zum Kommandeur der
Division ernannt worden war. In anderen Nachweisen erscheint die Verleihung
des Ritterkreuzes als Generalmajor und Führer einer selbstständigen
Kampfgruppe im Deutschen Afrikakorps. Leider liegt die Urkunde zum Ritterkreuz
nicht vor, doch erscheint die letztere Variante logischer, da er zum Zeitpunkt
der Ritterkreuztat noch nicht Kommandeur der 21. Panzer-Division war.
Mitte Februar 1942 muss er die Führung der Division in die Hände des Obersten
Georg von Bismarck legen und sich aufgrund seines Asthma-Leidens auf einen
längeren Erholungsurlaub nach Europa in einem Lazarett behandeln lassen. Er
wird dadurch am 14.03.1942, mit Wirkung vom 19.02.1942 in die Führer-Reserve
versetzt und später mit Wirkung vom 25.11.1942 mit dem Kommando über die 35.
Infanterie-Division beauftragt. Ab dem 11.03.1943 wird er jedoch mit
sofortiger Wirkung zur Heeresgruppe D kommandiert und dort weiter zur
Armeegruppe "Felber" nach Avignon. Ab dem 01.04.1943 dann jedoch wieder
in der Reserve, wird Böttcher am 09.04.1943 stellvertretender Führer der 326.
Infanterie-Division ernannt. Am 30.04.1943, erfolgte dann rückwirkend die
Versetzung zum Stab der Heeresgruppe D mit einhergehender Kommandierung als
stellvertretender Führer der 326. Infanterie-Division. Nach einer Kur im Juni
1943, übernimmt er mit Wirkung vom 08.05.1943 dann das Kommando über die
Division, wird aber am 30.07.1943, mit Wirkung vom 31.05.1943 in die
Führer-Reserve versetzt, zur Wiederherstellung seiner Gesundheit.
Wieder hergestellt, übernimmt er mit Wirkung vom 01.10.1943 die
Beaufsichtigung der Ausbildung beim Wehrkreis VII in Oppeln und übernimmt am
08.01.1944, mit Wirkung vom 12.10.1943 das Kommando über die 347.
Infanterie-Division. Kurze Zeitspäter verwundet oder erneut erkrankt, wird er
am 29.01.1944 aus einem Lazarett entlassen und mit Wirkung vom 10.12.1943 in
die Reserve versetzt, um mit Wirkung vom 01.03.1944 den Posten des Höheren
Artillerie-Kommandeurs 305 zu übernehmen. Ein Jahr später wird er mit Wirkung
vom 10.03.1945 zum General der Artillerie zbV. Nr. 4 ernannt und über
Fürstenwalde zum Panzer-AOK 2 zur Heeresgruppe Süd inmarschgesetzt. Dort ab
dem 11.03.1945 erkrankt, gerät Böttcher am 08.05.1945 in Gefangenschaft, aus
der er am 25.06.1947 wieder entlassen wird.
Karl Böttcher verstarb am 09.02.1975 in Bad Wimpfen.
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Beförderungen |
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Auszeichnungen |
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Unteroffizier |
01.09.1907 |
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Eisernes Kreuz II. Klasse - 1. WK |
23.11.1914 |
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Fähnrich |
13.03.1909 m. Patent v. 13.03.1909 (Uu) |
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Eisernes Kreuz I. Klasse - 1. WK |
27.07.1916 |
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Leutnant |
27.01.1910 m. Patent v. 19.06.1908 (E1) |
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Anhalt-Friedrichs-Kreuz |
27.01.1916 |
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Oberleutnant |
25.02.1915 -11097- m. Patent v. 25.02.1915 (T10t) |
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Ehrenkreuz für Frontkämpfer |
01.01.1935 |
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Hauptmann |
18.08.1917 -11.365- m. Patent v. 18.08.1917 (4) |
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Dienstauszeichnung 1. Klasse |
02.10.1936 |
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Major |
01.11.1930 (11) |
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Memel-Erinnerungsmedaille |
10.12.1939 |
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Oberstleutnant |
01.05.1934
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Eisernes Kreuz II. Klasse |
05.06.1940 |
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Oberst |
01.04.1936 (20) |
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Eisernes Kreuz I. Klasse |
15.11.1940 |
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Generalmajor |
01.03.1940 (3) |
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Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes |
13.12.1941 |
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Generalleutnant |
01.03.1942 (2) |
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ital. Militärorden von Savoyen, Offizierskreuz |
14.01.1942 |
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Ärmelband Afrika |
19.11.1943 |
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

Buchhinweise:
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