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Ritterkreuzträger Wilhelm Boffer
Oberstleutnant der Reserve, Grenadiere

       
Wilhelm Boffer wurde am 18.08.1908 in Ehrang im Kreis Trier geboren und wurde
am 09.10.1926 beim II. Bataillon des Infanterie-Regiments 18 in
Münster/Westfalen eingestellt, wo er der 15. Kompanie in Detmold zugeteilt
wurde. Von dort wechselte er am 04.07.1927 in die 8. Kompanie, wo er vom
01.01.1929 bis zum 15.03.1930 den Posten des Kompanie-Schreibers übernimmt.
Er erhält dann vom 24.04. bis zum 30.04.1930 eine Meß-Ausbildung in Paderborn
und nimmt vom 15.11.1930 bis zum 18.07.1931 am III. Unteroffizier-Lehrgang bei
der 14. Kompanie seines Regiments teil. Daraufhin ab dem 01.09.1931
Bekleidungskammer-Unteroffizier, kehrte er dann am 01.10.1934 in die 8. Kompanie
zurück, um am 15.10.1935 in die 4. Kompanie des Infanterie-Regiments 39 nach
Köln-Kalk zu wechseln. Nach kurzer Zeit erfolgte am 06.10.1936 die Versetzung in
die 8. (MG) Kompanie des Infanterie-Regiments 77 nach Köln-Mühlheim. Nach
Bestehen der Abschlussprüfung II an der Heeresfachschule für Verwaltung in Köln,
am 20.09.1938, wird Boffer am 18.10.1938 als Oberfeldwebel der Reserve
entlassen.
Im Zuge der Mobilmachung, am 26.08.1939, wird er in das II. Bataillon des
Infanterie-Regiments 64 eingezogen und später zum Ordonnanz-Offizier beim I.
Bataillon des Infanterie-Regiments 464 ernannt. Dort dann am 24.02.1940 mit der
Führung der 4. (MG) Kompanie betraut, nimmt er am West-Feldzug teil. Während
dieser Kämpfe wird er dann am 01.06.1940 auch zum Chef seiner Kompanie ernannt.
Nach Heimaturlaub im Februar 1941 kehrt er zu seiner Kompanie zurück und nimmt
mit dieser an den ersten Kämpfen im Ostfeldzug teil, bis er am 15.10.1942 die
Führung des III. Bataillons des Grenadier-Regiments 453 übernimmt. Durch die
253. Infanterie-Division, wird er dann am 30.01.1943, mit Wirkung vom
15.01.1943, auch zum Kommandeur des Bataillons bestimmt. Als solcher am
02.08.1943 bei Wolobojewo verwundet, kehrt er nach einer kurzen Genesungszeit
zum Bataillon zurück. Dabei erfolgte mit Kommando vom 06.12.1943, durch die 253.
Infanterie-Division, die Ernennung zum stellvertretenden Führer des
Grenadier-Regiments 464.
Am 22.02.1944 übernimmt er die stellvertretende Führung des Grenadier-Regiments
453 und kommt am 15.06.1944 in die Führer-Reserve des OKH. Am 15.07.1944 dann
zum Kommandeur des I. Bataillons des Grenadier-Regiments 1039 ernannt, übernimmt
er zeitweise dann auch die Führung des Regiments. Im Rahmen der
64.
Infanterie-Division war das Regiment zunächst zur Sicherung der Kanalküste
zwischen Calais und der Somme-Mündung eingesetzt, bis es selbst in die Strudel
der Invasionskämpfe gezogen wurde. Während der Abwehrkämpfe im Raum westlich
Dille, bei Doullens und in der Linie Hesdin-Bethune-Seclin-Orchies zeichnete
sich der damalige Major der Reserve Boffer besonders aus. Daraufhin schlug ihn
die Division bei der 15. Armee für seine Waffentat bei Divsion zum Ritterkreuz
vor. Dieses wurde ihm am 16.10.1944 als Major der Reserve und Führer des
Grenadier-Regiments 1039 verliehen.
Boffer geriet am 01.11.1944 bei Südschelde an der Invasionsfront in
englische Kriegsgefangenschaft, aus der er am 01.04.1948 wieder entlassen wurde.
Kurz vor seiner Gefangennahme soll noch die Beförderung zum Oberst der Reserve
erfolgt sein. Durch die unmittelbare Gefangenschaft wurde diese jedoch nicht
mehr ausgesprochen. Eine spätere Verfügung der Bundeswehr erkannte diese
Beförderung jedoch an. Zur genauen Untersuchung dieser Beförderung laufen im
Moment Nachforschungen. Außerdem soll er mit dem Generalfeldmarschall von Kluge
bestens bekannt gewesen sein.
Nach dem Krieg wird er durch Blank und Heusinger, u.a. schriftlich, gebeten beim
Aufbau der Bundeswehr, im Range eines Brigadegenerals oder eines Generalmajors
mitzuhelfen. Nach reiflicher Überlegung lehnte Boffer diese Bitte jedoch ab.
Wilhelm Boffer verstarb am 03.03.1970 in Köln.
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Beförderungen |
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Auszeichnungen |
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Oberschütze |
01.11.1928 |
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Schützenschnur für Schießleistungen II. Stufe |
01.10.1928 |
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Gefreiter |
01.11.1930 |
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Dienstauszeichnung IV. Klasse |
02.10.1936 |
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Unteroffizier |
01.07.1931 |
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Dienstauszeichnung III. Klasse |
09.10.1938 |
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Unteroffizier-Anwärter |
25.07.1931 |
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Eisernes Kreuz II. Klasse |
07.06.1940 |
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Oberfeldwebel-Anwärter |
26.11.1932 |
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Eisernes Kreuz I. Klasse |
05.12.1940 |
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Unterfeldwebel |
01.07.1933 |
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Infanterie-Sturmabzeichen in Silber |
15.08.1941 |
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Oberfeldwebel |
01.10.1934 |
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Medaille Winterschlacht im Osten |
20.07.1942 |
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Reserve-Offiziers-Anwärter |
29.10.1938 ernannt |
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Nahkampfspange in Bronze |
01.07.1943 |
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Leutnant der Reserve |
23.06.1939 - 4740- m. Wirk. v. 01.07.1939 (RDA v. 01.08.1933(18)) |
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Verwundetenabzeichen in Schwarz |
05.08.1943 |
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Oberleutnant der Reserve |
12.01.1940 - 45- m. Wirk. v. 01.01.1940 (RDA v. 01.10.1939(80)) |
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Deutsches Kreuz in Gold |
08.10.1943 |
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Hauptmann der Reserve |
30.05.1942 - 1350- m. Wirk. v. 01.05.1942 (RDA v. 01.05.1942(931)) |
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Nennung im Ehrenblatt |
15.11.1943 |
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Major der Reserve |
31.12.1943 - 2680- m. Wirk. v. 01.10.1943 (RDA v. 01.08.1943) |
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Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes |
16.10.1944 |
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Oberstleutnant der Reserve |
15.11.1944 - 3880- m. Wirk. v. 01.10.1944 (RDA v. 01.10.1944(23)) |
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Oberst der Reserve |
??? |
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EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

Buchhinweise:
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