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Ritterkreuzträger Theodor Bohlmann-Combrinck

     
   
Theodor Otto Friedrich Bohlmann-Combrinck wurde am
18.11.1891 in Delmenhorst geboren und trat am 01.10.1913 als Einjährig
Freiwilliger der 5. Kompanie des 5. Thür. Infanterie-Regiments "Großherzog
von Sachsen" Nr. 94 bei und wurde am 08.08.1914 ins Feld versetzt, wo er
ab dem 23.08.1914 im Raum Namur zum Einsatz kam. Kurze Zeit später an die
Ostfront verlegt, kehrt das Regiment im jahre 1915 an die Westfront in den
Raum zwischen Oise und Aisne zurück, wo Bohlmann-Combrinck am 15.07.1915
verwundet und in das Reserve-Lazarett Delmenhorst verlegt wird. Ab dem
10.10.1915 im I. Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 94, wird er am
16.11.1915 wieder zu seinem Regiment an die Front versetzt. Nach der Schlacht
im Raum zwischen Oise und Aisne wird er am 15.05.1916 zum Ordonnanz-Offizier
im Stab des Regiments ernannt und nimmt so an der Schlacht vor Verdun teil.
Dort wird er am 09.08.1916 auf der Höhe 304 vor Verdun durch ein
Artillerie-Geschoss am Kopf und an der linken Schulter verwundet und kommt bis
zum 27.08.1916 in das Feld-Lazarett der 38. Infanterie-Division. Nach seiner
Genesung auf Erholungsurlaub geschickt, erkrankt er dort am 03.09.1916 und
wird in das Reserve-Lazarett I Oldenburg in die dortige Abteilung Lahusen
verlegt.
Ab dem 16.12.1916 wieder im I. Ersatz-Bataillon, kommt er am 17.01.1917, mit
Wirkung vom 20.01.1917 wieder zu seinem Regiment ins Feld, mit dem er an den
schweren Kämpfen an der Somme, um Arras, in Flandern und bei Artois teilnimmt.
Dabei übernimmt er ab dem 23.01.1917 den Posten eines Kompanie- und
Graben-Offiziers der 6. Kompanie. Ab dem 01.06.1917 in der 7. Kompanie,
übernimmt Bohlmann-Combrinck am 10.08.1917 die Führung des I. Bataillons,
erkrankt aber am 29.09.1917 und wird in das Feld-Lazarett 108 verlegt, aus dem
er am 11.10.1917 wieder entlassen wird. Doch bereits am 17.10.1917 erkrankt er
erneut, wird wieder in das Feld-Lazarett 108 verlegt und schließlich mit einem
Lazarett-Zug in das Haus Schellenberg in Marburg/Lahn überwiesen. Ab dem
26.12.1917 dann im Vereins-Lazarett "Frau Konsul Friedrich" in
Düsseldorf, kommt er am 14.03.1918 in das Reserve-Lazarett Meißen und begibt
sich vom 05.04. bis zum 24.05.1918 auf eine Kur nach Königsstein zum
Vereins-Lazarett 244.
Am 18.08.1918 in das Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 20 nach
Wittenberg versetzt, trifft er am 29.08.1918 beim Infanterie-Regiment 20 an
der Front ein und wird dort dem Feld-Rekruten-Depot überwiesen. Von dort wird
er dann als Ordonnanz-Offizier zur Inspektion der Feld-Rekruten-Depots der 18.
Armee kommandiert und am 31.12.1918 dem II. Bataillon seines neuen Regiments
zugeteilt. Dort übernimmt er am 13.01.1919 die Führung der 6. Kompanie, bzw.
am 20.02.1919 der 10. Kompanie, bevor er am 26.02.1919 als Ordonnanz-Offizier
zum IV. Bataillon des Freiwilligen-Detachment von Oven wechselt. Dort
übernimmt er ab Mai 1919 den Posten des Waffen-Offiziers und ab August den
eines Ordonnanz-Offiziers im Stab des Detachments.
Am 15.05.1920 wechselt er als Zugführer in die 6. Kompanie des
Reichswehr-Schützen-Regiments 6und wird schließlich am 30.09.1920 als Char.
Oberleutnant aus dem Dienst verabschiedet.
Bereits ab dem 25.07.1920 gehörte er als Polizei-Leutnant zur Polizei-Gruppe "Mitte"
in Berlin und übernahm am 01.01.1934 die Führung der Kraftfahr-Hundertschaft
der Ausbildungsleitung 1 (Berlin) bei der Landespolizei Berlin.
Ab dem 01.10.1934 arbeitet er als Referent für das Kraftfahrwesen bei der
Landespolizei-Inspektion Ost on Königsberg und soll dort ab dem 29.03.1935 die
Leitung der Abteilung 1/K bei der Landespolizei Ost übernommen haben.
Am 15.07.1935 wird er mit Wirkung vom 01.08.1935 in das Rechtsverhältnis eines
Soldaten überführt und am 15.10.1935 als Major und Chef der 7. Kompanie in das
Schützen-Regiment 1 übernommen. Am 06.10.1936 ist er Chef der 6. Kompanie und
wird vom 09.11. bis zum 14.11.1936 an die Heeres-Nachrichtenschule Halle
kommandiert. Wieder bei seiner Kompanie, kommt er am 22.06.1937 in den Stab
des II. Bataillons, dessen Kommando er laut eines Dokumentes vom 22.06.1937
übernimmt. Mit seinem Bataillon nimmt er im Rahmen der 1. Panzer-Division am
Polen-Feldzug teil und wird nach Ende der Kämpfe am 07.12.1939 mit Wirkung vom
04.12.1939 zum Kommandeur des Schützen-Regiments 111 ernannt. Mit diesem nimmt
er im Rahmen der 11. Schützen-Brigade an der Besetzung Dänemarks am 09.04.1940
teil. Dabei stösst die Brigade über Ribe-Herning-Viborg nach Aalborg durch,
nimmt diese Ortschaft und hält sie bis zum 10.04.1940. Im weiteren Verlauf des
Tages greift die Brigade in Richtung Frederikshaven, Skagen und Hirhals an,
erobert dort die Kabelverbindung nach England. Daraufhin gibt die dänische
Regierung den Befehl zur Feuereinstellung und das Schützen-Regiment 111
bezieht Quartier in Aalborg, bis es bereits nach wenigen Tagen durch Einheiten
der 160. Infanterie-Division abgelöst wird. Ab Mai 1940 nimmt
Bohlmann-Cambrinck weiterhin als Kommandeur des Schützen-Regiments 111 am
West-Feldzug der 11. Schützen-Brigade teil. Zunächst in den Raum Dinant
verlegt, nimmt das Regiment an den ersten schweren Kämpfen im Wald von Mormal
und bei Le Quesnoy teil. Nachdem bei Arras für Teile der 7. Panzer-Division
und der 3. SS-Totenkopf-Division eine bedrohliche Lage entstand, wurde die 11.
Schützen-Brigade herangezogen, die eine starke Abwehrstellung bezog und
schließlich den Raum Arras am 23.05.1940 freikämpfte. Es folgten dann Kämpfe
im Raum Dünkirchen. Ab 05.06.1940 beginnt der Angriff auf die "Weygand-Linie".
Das Überschreiten der Seine gelingt bei Vernon, sowie der weitere Vormarsch in
die Normandie und die Bretagne. Außerdem gelingt die kampflose Einnahme von
St. Nazaire. Vom damaligen Gegner wird die Brigade anerkennend "Gespenster-Brigade"
genannt. Mit Ende der Kämpfe im Westen zunächst Besatzungstruppe in der
Bretagne, verlegt die Brigade Anfang August 1940 zurück in die Heimat.
Nach dem Balkan-Feldzug ab dem 22.06.1941 an der Ostfront im Einsatz begründet
er mit seiner Kampfgruppe Bohlmann die Erfolge der 11. Panzer-Division bei den
Kämpfen um Ostrog Ende Juni 1941 Nach Einnahme Ostrogs am 27.06.1941, gelang
es dem Schützen-Regiment 111 den Übergang über den 3 Kilometer langen
Wilja-Damm, der über unwegsamen Sumpf verlief, zu erzwingen und diesen gegen
Panzerangriffe zu halten. Kurze Zeit später gelang es Bohlmann-Combrinck mit
seinem Regiment bei Berditschew den Ring um die zeitweilig eingekesselte
Division zu sprengen. Er erhielt dafür am 06.08.1941 als Oberst und Kommandeur
des Schützen-Regiments 111 der 11. Panzer-Division das Ritterkreuz, nachdem er
am 30.06.1941 verwundet worden war.
Am 21.05.1942 wird er mit Wirkung vom 11.05.1942 Kommandeur der Schnellen
Truppen im Wehrkreis IV und am 25.01.1944 mit Wirkung vom 15.11.1944 in die
Führer-Reserve versetzt. Gleichzeitig nimmt er vom 16.11. bis zum 14.12.1943
am 8. Divisions-Führer-Lehrgang teil und am 10.03.1944, mit Wirkung vom
01.02.1944 zum Kommandeur der Panzer-Truppen im Wehrkreis IV ernannt.
Daraufhin am 24.05.1944 mit Wirkung vom 20.04.1944 Kommandeur der
Panzer-Truppen im Wehrkreis VI, übernimmt Bohlmann-Combrinck am 03.09.1944 das
Kommando über die Panzer-Brigade 111, die er jedoch Ende des Monats wieder
abgibt, um wieder das Kommando über die Panzer-Truppen im Wehrkreis VI bzw.
über den Panzer-Ausbildungs-Verband Westfalen, ab dem 28.03.1945, zu
übernehmen. Dabei gerät er am 08.05.1945 in Gefangenschaft, aus der er am
12.05.1947 entlassen wird.
Theodor Bohlmann-Combrinck verstarb am 18.11.1956 in Bad Honnef.
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Beförderungen |
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Auszeichnungen |
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Unteroffizier |
15.10.1914 (überzählig) |
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Eisernes Kreuz II. Klasse - 1. WK |
25.12.1914 |
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Unteroffizier |
21.12.1914 (etatmässig) |
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Sächs.-Weimarische Verdienst-Medaille mit Schwertern in Gold |
27.03.1915 |
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Vizefeldwebel |
11.02.1915 (überzählig) |
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Friedrich-August-Kreuz Oldenburg II. Klasse |
27.03.1915 |
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Offiziers-Stellvertreter |
09.03.1915 |
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Friedrich-August-Kreuz Oldenburg I. Klasse |
27.03.1915 |
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Leutnant der Reserve |
18.06.1915 |
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Ritterkreuz II. Klasse des Sächs.-Weim. Hausordens der Wachsamkeit oder
vom Weißen Falken mit Schwertern |
27.09.1915 |
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Leutnant |
23.08.1918 m. Wirk. v. 28.07.1918 m. Patent v. 19.12.1915, später
19.02.1915 |
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Oldenburg Ritterkreuz I. Klasse |
15.05.1917 |
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Polizei-Leutnant |
25.07.1920 |
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Eisernes Kreuz I. Klasse - 1. WK |
31.05.1917 |
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Polizei-Oberleutnant |
13.07.1921 |
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Dienstauszeichnung II. Klasse |
02.10.1936 |
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Oberleutnant (Heer) |
01.09.1924
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Medaille zur Erinnerung an den 01.10.1938 |
??? |
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Polizei-Hauptmann |
30.06.1926 m. Wirk. v. 01.04.1926 |
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Eisernes Kreuz II. Klasse |
27.09.1939 |
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Hauptmann |
01.04.1929 (Heer) |
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Eisernes Kreuz I. Klasse |
14.10.1939 |
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Polizei-Major |
01.08.1935 |
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Verwundetenabzeichen in Schwarz |
??? |
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Major |
15.10.1935 erh. RDA v. 01.07.1935(25) |
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Verwundetenabzeichen in Silber |
20.07.1941 |
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Oberstleutnant |
28.02.1938 -1200- m. Wirk. v. 01.03.1938 (RDA v. 01.03.1938(24)) |
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Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes |
08.08.1941 |
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Oberst |
14.01.1942 -1000- m. Wirk. v. 01.03.1941 (RDA v. 01.03.1941(10)) |
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Panzerkampf-Abzeichen in Bronze |
07.02.1942 |
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Oberst |
17.12.1941 -6240- erh. neues RDA v. 01.06.1940 (18a) |
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Medaille Winterschlacht im Osten |
27.08.1942 |
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Generalmajor |
10.11.1943 -7700- m. Wirk. v. 01.12.1943 (RDA v. 01.12.1943(8)) |
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EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

Buchhinweise:
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