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Ritterkreuzträger Arthur Boje
Oberst, Infanterie

     
 
Arthur Boje wurde am 03.08.1895 in Berlin geboren und trat
am 07.08.1914 als kriegsfreiwilliger dem Rekruten-Depot des III. Bataillons im
2. Garde-Regiment zu Fuss bei, um am 28.08.1914 in die 4. Kompanie des
Reserve-Infanterie-Regiments 201 versetzt zu werden. Dort wird er am 21.01.1914
beim Angriff des Regiments auf Dixmuiden verwundet und nach seiner Genesung, am
28.12.1914 dem Ersatz-Bataillon seines Regiments zugeteilt. Von dort kehrt er am
16.01.1915 zum Regiment ins Feld zurück. Kurze Zeit später erneut verwundet,
befindet er sich ab dem 20.05.1915 wieder beim Ersatz-Bataillon und besucht ab
dem 01.06.1915 einen Lehrgang im Warthelager bei Posen.
Am 29.08.1915 mit Wirkung vom 17.09.1915 in das 1. Garde-Reserve-Regiment
versetzt, erhält er ab dem 14.03.1916 eine Kommandierung zu einem Pionier-Kursus
nach St. Amand und übernimmt nach seiner Rückkehr zum Regiment, am 27.04.1916
die Führung der 4. Kompanie. Ab dem 01.05.1916 stellvertretender Adjutant des
II. Bataillons, wird Boje am 10.05.1916 als Graben-Bauoffizier zum Brigade-Stab
der Garde-Reserve-Infanterie-Brigade kommandiert und wird , wieder beim
Regiment, ab dem 09.12.1916 mit der Adjutanten-Stelle beliehen.
Während der schweren Kämpfe bei Dury gerät Boje am 02.08.1918, gegen 07.30 Uhr
schwer verwundet in britische Gefangenschaft, aus der er am 27.10.1919 entlassen
wird.
Wieder in der Heimat, trat er am 12.01.1920 als Polizei-Leutnant der Schutzwehr,
der späteren Sicherheits- und Schutzpolizei Düsseldorf bei und übernimmt dort
die Arbeit des Sachbearbeiters IZ. Am 10.05.1922 an die Höhere Polizeischule
Potsdam-Eiche kommandiert, kommt Boje am 12.08.122 zur Schutzpolizei Elberfeld
als Sachbearbeiter IZ. Dort am 20.09.1922 in die Personal-Abteilung versetzt,
übernimmt Boje im April 1924 die Führung der 4. Bereitschaft in Elberfeld und
wird ab dem 23.04.1925 erneut an die Polizeischule Potsdam-Eiche kommandiert.
Nach seiner Rückkehr in die 4. Bereitschaft versetzt, erhält er ab dem
01.09.1925 eine Ausbildung zum Revier-Vorsteher im 3. Revier in Barmen.
Ab dem 29.09.1925 erneut Führer der 4. Bereitschaft in Barmen, ist er ab dem
01.10.1926 Reviervorsteher des Reviers Bonsdorf und ab dem 21.05.1927
Sachbearbeiter SIII in Barmen. Im Mai 1928 wieder Reviervorsteher in Bonsdorf,
kommt Boje am 15.05.1928 als Reviervorsteher zum 8. Revier nach Barmen. Von dort
wechselt er am 01.11.1928 in gleicher Position wieder nach Bonsdorf und ab dem
15.01.1929 zum 2. Revier zurück nach Barmen.
Am 01.06.1929 Sachbearbeiter SII in Barmen, ist er ab dem 01.10.1929
Reviervorsteher SII im 5. Revier in Barmen. Von dort wird er am 05.07.1931 zum
stellvertretenden Bereitschaftsführer SII der Berittenen Bereitschaft Wuppertal,
wo er ab dem 07.09.1931 die Arbeit des Sachbearbeiters SII übernimmt.
Am 01.10.1931 zum Reviervorsteher SII im 13. Revier in Wuppertal ernannt,
übernimmt er am 31.12.1931 eine Dienststellung beim SII der 3. Bereitschaft in
Wuppertal, wo er ab dem 03.07.1933 SII Sachbearbeiter ist. Nach dem Wechsel
zurück zum SII der 3. Bereitschaft, wird er am 01.08.1933 zum Adjutanten im Stab
der LPA Wuppertal ernannt und vom 16.10. bis zum 15.12.1933 zum Führer-Lehrgang
an die Höhere Polizeischule Potsdam-Eiche kommandiert. Ab dem 16.12.1933 dann
Major beim Stab der LPA Wuppertal, übernimmt er ab dem 11.02.1934 die Führung
der LPA Wuppertal, um dann ab dem 12.02.1934 den Posten als Lehrer für Taktik
bei den Fähnrichs-Lehrgängen der Polizeischule Potsdam-Eiche zu übernehmen.
Ab dem 01.05.1934 zum III. Sturmbann der SS-Standarte "Deutschland" der
SS-Verfügungstruppe nach Ellwangen/Jagst kommandiert, kehrt Boje am 29.05.1934
als Lehrer bei Offiziersanwärterlehrgängen zur Polizeischule Potsdam-Eiche
zurück.
Am 17.07.1935 wird er mit Wirkung vom 01.08.1935 in das Rechtsverhältnis der
Soldaten der Wehrmacht überführt und am 01.10.1935, mit Wirkung vom 01.10.1935,
zum Chef der 11. Kompanie des Infanterie-Regiments Potsdam, dem späteren
Infanterie-Regiment 9 ernannt.
Mit Wirkung vom 01.07.1936 dann zum Chef der 7. Kompanie ernannt, kommt er am
12.10.1936 in den Stab des Infanterie-Regiments 68, um mit Wirkung vom
01.01.1938 zum Kommandeur des III. Bataillons des Infanterie-Regiments 92
ernannt zu werden.
Mit Wirkung vom 15. bis zum 28.05.1938 nach Finnland kommandiert, übernimmt er
ab dem 10.11.1938 das Kommando über das III. Bataillon des Infanterie-Regiments
76, mit dem er am Polen-Feldzug teilnimmt. Daraufhin mit Wirkung vom 28.01.1940
in das Infanterie-Ersatz-Bataillon 20 versetzt, wird er am 26.02.1940 mit dem
Kommando über das III. Bataillon des Infanterie-Regiment 503 beauftragt, mit dem
er am West-Feldzug teilnimmt. Nach Ende der Kämpfe wird Boje am 06.10.1940 zum
Kommandeur des III. Bataillons des Infanterie-Regiments 134 ernannt, dessen
Kommando er am 20.10.1940, mit Wirkung vom 12.10.1940 übernimmt. Seinen dortigen
Dienst trat er am 14.10.1940 an. Mit seinem Regiment nimmt er an den
Durchbruchskämpfen der
44. Infanterie-Division über die Grenze hinweg teil und
wird dafür am 19.09.1941 zum Ritterkreuz eingereicht, was jedoch abgelehnt wird.
Im Verlauf des ersten schweren Russland-Winters verwundet, hatte er bei den
Angriffen des Gegners vom 17.01. bis zum 21.01.1942 starken Anteil daran, das
sein Regiment den Eckpfeiler der Front Balakleja von Norden her halten konnte.
Immer wieder führte er zusammengeraffte Teile des Regiments persönlich zum
Gegenangriff, wodurch dieser , geschwächt durch schwerste Verluste, seine
Angriffsbemühungen aufgeben musste. Am 23.01.1942 führte Boje trotz eigener
Krisenlage die letzten verfügbaren Reserven dem Nachbarn zu und verhinderte so
im letzten Augenblick einen gegnerischen Einbruch. Boje erhielt dafür am
05.02.1942, als Oberst und Kommandeur des Infanterie-Regiments 132, das
Ritterkreuz. Kurze Zeit später bewährte er sich erneut als Führer der
Kampfgruppe Boje bei den Kämpfen vom 01. bis zum 15.02.1942 bei der Verteidigung
Jakowenkowos.
Am 04.10.1942 geht ein Vorschlag zur Verleihung des Eichenlaubes an Boje ein,
der jedoch bereits am 05.10.1942 abgelehnt wird.
Im Rahmen der 44. Infanterie-Division, bzw. der 6. Armee, in Stalingrad
eingekesselt, wird Boje am 22.01.1943 vermisst gemeldet, gerät aber erst mit dem
29.01.1943 in sowjetische Gefangenschaft. Zunächst bis Sommer 1943 im Lager
Susdal bei Moskau, kommt Boje nach Samarka, dann Prudoi, danach Krasnoarmejsk
und schließlich nach Karaganda. Erst im Januar 1956 wird er aus der
Gefangenschaft entlassen. Seine Erlebnisse insbesondere die in der
Gefangenschaft und seine Auseinandersetzungen mit den Vertretern des
Nationalkomitees "Freies Deutschland", hielt er in einem Buch für die
Nachwelt fest.
Arthur Boje verstarb am 18.04.1981 in Hamburg.
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Beförderungen |
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Auszeichnungen |
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Gefreiter |
15.03.1915 |
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Eisernes Kreuz II. Klasse - 1. WK |
18.11.1915 |
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Unteroffizier |
28.06.1915 |
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Eisernes Kreuz I. Klasse - 1. WK |
22.11.1917 |
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Vizefeldwebel |
17.07.1915 |
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Ehrenkreuz für Frontkämpfer |
10.12.1934 |
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Leutnant der Reserve |
07.08.1915 |
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Dienstauszeichnung II. Klasse |
02.10.1936 |
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Leutnant der Polizei |
12.01.1920 m. Wirk. v. 01.12.1920 |
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Komturkreuz II. Klasse des Ordens der Weißen Rose von Finnland |
19.10.1938 am 08.09.1939 Annahmegenehmigung mit 30.08.1939 |
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Oberleutnant der Polizei |
30.07.1920 m. Wirk. v. 30.07.1920 |
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Eisernes Kreuz II. Klasse |
19.09.1939 |
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Hauptmann der Polizei |
29.09.1923 m. Wirk. v. 01.07.1923 |
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Eisernes Kreuz I. Klasse |
04.10.1940 |
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Polizei-Major |
19.12.1933 m. Wirk. v. 01.01.1934 |
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Infanterie-Sturmabzeichen in Silber |
01.11.1940 |
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Major |
15.10.1935 m. Wirk. v. 01.10.1935 (Ernennung) |
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Deutsches Kreuz in Gold |
26.12.1941 |
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Major |
01.11.1935 -5850- erh. RDA v. 01.11.1935 (59) |
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Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes |
05.02.1942 |
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Oberstleutnant |
30.09.1938 -6800- m. Wirk. v. 01.10.1938 (RDA v. 01.10.1938(27)) |
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Oberst |
15.09.1941 -4710- m. Wirk. v. 01.10.1941 (RDA v. 01.10.1941(8)) |
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EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

Buchhinweise:
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