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Ritterkreuzträger Johannes Boje
Oberst, Grenadiere

Johannes Boje wurde am 23.06.1901 in Niebüll geboren und trat am 15.10.1918 der preußischen Armee bei. Im Laufe der Reichswehr in die Landespolizei überführt, worüber es kaum Angaben gibt, erfolgte mit dem 29.08.1935 die Überführung in die Wehrmacht. Dort übernimmt er am 15.10.1935 den Posten des Chefs der 4. (MG) Kompanie und ab dem 01.10.1936 der 8. (MG) Kompanie im Infanterie-Regiment 16.
Am 10.11.1938 wechselt er als Chef zur 1. Kompanie des MG-Bataillons 31 in Tapiau und ist laut Meldung vom 19.08.1939 Chef der 4. Kompanie der Panzerabwehr-Abteilung 1. Diese wird dann wieder in die 1. Kompanie des MG-Bataillons 31 umbenannt und nach dem Polen-Feldzug, ab dem 15.10.1939 in Fla-Bataillon 31.
Mit Meldung vom 28.02.1940 wechselt Boje in den Stab des II. Bataillons des Infanterie-Regiments 699, mit dem er am West-Feldzug teilnahm.  Am 16.05.1940 wechselt er in das III. Bataillons des Infanterie-Regiments 212 dessen Führung er zeitweilig übernahm. Danach wechselte er wieder in die 1. Kompanie des Fla-Bataillons 31 zurück.
Nach Beginn des Ostfeldzuges kommt Boje in die Fla-Ersatz-Kompanie 31 und wechselt von dort mit Meldung vom 01.09.1941 in den Stab des Fla-Bataillons (mot.) 610, dessen Kommando er übernimmt. Mit Meldung vom 21.10.1942 erfolgte die Versetzung in die Führer-Reserve des OKH, bis er laut Meldung vom 18.11.1942 zum Kommandeur des Grenadier-Regiments 37 ernannt wurde. Als solcher am 28.08.1943 zum Deutschen Kreuz in Gold vorgeschlagen, wobei der Vorschlag am 31.08.1943 abgelehnt wird, wird er vorher 08.08.1943 verwundet und in ein Heimatlazarett verlegt. Nach seiner Genesung übernimmt er am 10.11.1943 wieder das Kommando über das Grenadier-Regiment 37. Das Regiment befand sich ab dem 07.11.1943 westlich des Dnjepr im Abschnitt der 31. Infanterie-Division südlich Cholmetschk, wo der Gegner am 10.11.1943 nach einstündigem Trommelfeuer angriff. Er erreichte einen Durchbruch. Zu diesem Zeitpunkt traf der gerade halbwegs wiederhergestellte Oberst Boje beim Regiment ein und ergriff sofort Gewehr und Handgranate und stand Seite an Seite mit seinen Grenadieren im Abwehrkampf. An der Spitze seines Regimentsstabes schlug er den Gegner zurück und spornte seine Soldaten zu wahren Energieleistungen an. Boje eroberte so ein Dorf zurück, aus dem sich 500 bis 600 Gegner fluchtartig zurückzogen. Sofort in die Abwehr übergehend nahm er Verbindung mit dem Nachbarn auf und verhinderte so, dass der Gegner in den Rücken zweier Divisionen gelangte, sowie die Aufrollung des rechten Gegners. Das Halten der B-Stellung war entscheidend für die nächsten Kampftage und für das Schicksal der 31. Infanterie-Division. Johannes Boje erhielt dafür am 11.01.1944, als Oberst und Kommandeur des Grenadier-Regiments 37, das Ritterkreuz.
Im Januar 1944 übernahm er bis Mai 1944 die Führung einer Division und fällt schließlich am 26.06.1944 bei Kabanowka im Raum Ostrov. In welcher Dienststellung er sich dabei befand ist unklar.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Hauptmann 01.08.1934 -194- (RDA (36)) Eisernes Kreuz II. Klasse 25.11.1939
Major 20.04.1940 -439- m. Wirk. v. 01.04.1940 (RDA v. 01.04.1940(114)) Eisernes Kreuz I. Klasse 21.06.1940
Oberstleutnant 08.04.1942 -1267- m. Wirk. v. 01.04.1942 (RDA v. 01.04.1942 (743)) Nennung im Ehrenblatt 27.08.1943
Oberst 01.07.1943 (RDA (39b)) Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 11.01.1944

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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