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Ritterkreuzträger Hans Bonertz
Major, Infanterie

Hans Bonertz wurde am 28.06.1914 in Hildesheim geboren und trat am 04.04.1934 als Fahnenjunker dem 16. Infanterie-Regiment bei, besuchte dann ab dem 14.01.1935 den 1. Lehrgang an der Infanterie-Schule Dresden und kehrte am 01.06.1935 in das nunmehrige Infanterie-Regiment Oldenburg zurück, bevor das Regiment am 25.10.1935 wieder in Infanterie-Regiment 16 umbenannt wurde.
Mit Wirkung vom 13.02.1936 dann dem Infanterie-Regiment 47 zugewiesen, wird Bonertz vom 02.08. bis zum 20.08.1937 zu einem Lehrgang an die Infanterie-Schule Döberitz kommandiert und schließlich am 12.10.1937 in die 8. (MG) Kompanie des Infanterie-Regiments 76 versetzt. Vom 01.04. bis zum 13.04.1938 Teilnehmer des Fortgeschrittenen-Kurses für MG-Zugführer an der Infanterie-Schule Döberitz, kommt er mit Wirkung vom 05.01.1939 in die 8. Kompanie des Infanterie-Regiments 105, wo er den Posten eines Zugführers übernimmt. Dort vom 16.04. bis zum 30.04.1939 als Adjutant zum II. Bataillon kommandiert, kehrt er danach wieder zu seiner Kompanie zurück, mit der ab September 1939 an der Sicherung des Westwalls teilnimmt. Es folgen Kämpfe im Westen, wo er im Juni 1940 zum Chef der 8. Kompanie ernannt wird, aber dann auch in die Reserve, unter gleichzeitiger Kommandierung an die Infanterie-Schule, versetzt wird. Dort ab dem 01.07.1940 Aufsichts- und Lehr-Offizier der II. Lehr-Abteilung an der Infanterie-Schule Döberitz, wird er mit Wirkung vom 08.09.1941 zum Chef der 12. Kompanie des Infanterie-Regiments 26 ernannt. Er übernimmt dann an der Ostfront vom 18.10. bis zum 10.11.1941 die stellvertretende Führung des III. Bataillons, bzw. am 01.03.1942 die Führung des III. Bataillons des Infanterie-Regiments 46. Mit diesem Bataillon ist er im März 1942 im schwersten Abschnitt der gesamten 30. Infanterie-Division bei Saprudno-Pustnya eingesetzt. Durch hervorragende Aufklärung gelang es fast immer über ein genaues Feindbild zu verfügen. Dennoch griff der Gegner, geschützt durch das nahe Waldgebiet um Saprudno, fast jeden tag mehrfach an. So wurde am 21.03.1942 der 21. Angriff abgeschlagen, wobei sich Bonertz erneut durch persönliche Tapferkeit auszeichnete. Allein mit Bonertz steht und fällt die Verteidigung dieses wichtigen Abschnitts. Er erhielt dafür als Hauptmann und Führer des III. Bataillons des Infanterie-Regiments 46 am 27.03.1942 das Ritterkreuz.
Ab dem 04.04.1942, mit Wirkung vom 01.04.1942 zum Kommandeur des Bataillons ernannt, übernimmt er zugleich das Kommando einer Kampfgruppe der 3. SS-Totenkopf-Division. Dabei am 27.07.1942 verwundet und in das Lazarett IV nach Hamburg verlegt, wird er ab dem 13.08.1942 dem Infanterie-Ersatz-Bataillon 46 zugeteilt, von wo aus er am 24.11.1942, mit Wirkung vom 01.11.1942 als Taktiklehrer an die Infanterie-Schule VII für Fahnenjunker der Infanterie in Milowitz bei Prag versetzt wird. Daraufhin erfolgte am 29.05.1943, mit Wirkung vom 01.03.1943, die Versetzung in die Reserve, unter gleichzeitige Kommandierung zum Chef der Heeresrüstung und Befehlshabers des Ersatzheeres. Bereits mit Wirkung vom 01.07.1943 wird er, noch immer in der Reserve, wieder der Schule VII für Fahnenjunker in Milowitz, als Taktiklehrer, zugeteilt, bis er mit Wirkung vom 05.07.1944, vollständig in die Reserve überführt wird.
Ab dem 20.11.1944 wird er zur Verwendung als Bataillons-Kommandeur der 89. Infanterie-Division überwiesen, wo er das Kommando über das Divisions-Füsilier-Bataillon 89 übernimmt. Mit Wirkung vom 01.04.1945 wieder in der Reserve, wird er gleichzeitig zum 22. Regiments-Führer-Lehrgang kommandiert und trifft am 04.04.1945 an der Heeres-Nachrichtenschule 1 in Halle/Saale ein.
Nach Aussage des Adjutanten Oberleutnant Kurt Strenger wurde noch im Jahre 1945 unter Major Bonertz in Satrup bei Flensburg ein Regiment aufgestellt. Als das Regiment in den Raum Donaueschingen verladen wurden, sollten sich Bonertz, sein Adjutant Strenger und der Ordonnanzoffizier Münster bei Generalfeldmarschall Kesselring im Harz melden. Bei der Rückkehr zum Regiment erreichten die drei Offiziere ihr Regiment nicht mehr und gerieten nach einer Odyssee über Bodensee-Wertach-Almhütte schließlich in Gefangenschaft.
Hans Bonertz verstarb am 14.11.1981 in Hamburg.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Gefreiter 01.11.1934 Dienstauszeichnung IV. Klasse 04.04.1938
Unteroffizier 01.12.1934 Eisernes Kreuz II. Klasse 18.06.1941
Fähnrich 01.06.1935 Eisernes Kreuz I. Klasse 30.01.1942
Oberfähnrich 25.10.1935 m. Wirk. v. 01.10.1935 Infanterie-Sturmabzeichen 19.03.1942
Leutnant 20.04.1936 m. Wirk. v. 01.04.1936 (RDA v. 01.04.1936(1121)) Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 27.03.1942
Oberleutnant 31.03.1939 m. Wirk. v. 01.04.1939 (RDA v. 01.04.1939(399))
Hauptmann 15.02.1942 m. Wirk. v. 01.03.1942 (RDA v. 01.03.1942(316))
Hauptmann 25.05.1942 erh. neues RDA v. 01.01.1942(16a)
Major 20.09.1944 m. Wirk. v. 01.07.1944 (RDA v. 01.07.1944(12))

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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